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08.07.2019

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Vertikalen für die Stadt

Neues Hochhausleitbild für Berlin


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Ende des Jahres sollen die neuen Hochhaus-Leitlinien für Berlin verabschiedet werden, doch schon jetzt sind Medien und Öffentlichkeit bei dem Thema ganz aufmerksam. Denn in der Berliner Innenstadt, die bis heute durch die historisch gewachsene Traufhöhe von ca. 21 Metern geprägt ist, soll in Zukunft die vertikale Dimension eine stärkere Rolle spielen. Die genauen Standorte für die bald kommenden Hochhausplanungen will Berlin jedoch noch nicht preisgeben. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher möchte dadurch Bodenspekulation vermeiden.

„In einer auch vertikal gedachten Stadt können Hochhäuser einen Beitrag dazu leisten, der anhaltend hohen Nachfrage nach gut angebundenen Wohnungen und attraktiven Büros zu begegnen und Flächen für den Handel und wichtige kulturelle und soziale Angebote zu schaffen, auch vor dem Hintergrund der Bevölkerungszunahme und des Wirtschaftswachstums”, heißt es offiziell auf dem Webauftritt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Damit kündigt diese an, dass mit den neuen Leitlinien auch der Bau von Wohnungen und Sozialwohnungen gefördert werden soll. Zudem wollen Regula Lüscher und ihre Kollegin, Bausenatorin Katrin Lompscher, Mischnutzungen für die zukünftigen Hochhäuser: Projekte mit mehr als 60 Metern Höhe sollen keine reinen Geschäftsgebäude sein, sondern mindestens 30 Prozent Wohnanteil haben. Sowohl im Erdgeschoss als auch im Dachgeschoss sollen solch hohe Bauten auch öffentlich zugänglich sein und Räumlichkeiten für Cafés, Restaurants oder kulturelle Nutzungen anbieten, so die Pläne gemäß einem Bericht des RBB

Einen Paradigmenwechsel für das Berliner Stadtmodell bedeuten die zukünftigen Hochhausleitlinien nicht. Mit den realisierten und geplanten Turmbauten am Potsdamer Platz, am Hauptbahnhof und am Ostbahnhof sind auch in den letzten Jahren Hochhäuser in der Flächenstadt Berlin entstanden. Auch die Bauarbeiten für das Wohnhochhaus Alexander von Ortner+Ortner sollen ab dem 1. August beginnen. Seine Höhe: gut 150 Meter. Während sich jedoch die Turmprojekte der letzten Jahre an ausgewiesenen Standorten tummeln, soll das neue Leitbild hohe Bauten dezentral streuen, sofern sie sich in das gesamtstädtische Gefüge einordnen und Standortkriterien wie Naturschutz, Denkmalschutz und Gebietscharakter einhalten. Dass diese Kriterien nicht allzu leicht zu erfüllen sind, zeigt der gescheiterte Vorstoß einer Investorengruppe für die City West im Dezember. Ihre Hochhaus-Pläne schmetterten nämlich bei Lüscher wegen mangelnder Maßstäblichkeit ab. (sj)


 
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