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09.08.2012

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Und noch eins!

Neues Grand Theater in Tianjin


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In China eröffnet derzeit ein „Grand Theater“ nach dem nächsten – im vergangenen Jahrzehnt waren es zwischen 40 und 50, und allein in der Provinz Shandong kommen bis zum nächsten Jahr drei weitere Theaterbauten in Jinan, Dezhou und Linyi hinzu. Aber auch in dieser Massenbewegung sticht das jetzt fertig gestellte Tianjin Grand Theater vom Architekturbüro von Gerkan Marg & Partner gmp in Größe und Programmplanung heraus.

Die drei Veranstaltungsorte Opernhaus (1.600 Plätze), Konzerthalle (1.200 Plätze) und Multifunktionshalle (400 Plätze) sind als freistehende Volumina auf einer steinernen Plattform konzipiert. Über Freitreppen gelangt man von der angrenzenden Wasserfläche zu der erhöhten Eingangsebene – von hier aus haben die Besucher einen eindrucksvollen Blick auf den See und einen Kulturpark, der aus dem Tianjin-Museum, dem Naturhistorischen Museum, der Bibliothek, einem Kunstmuseum und einem Jugendzentrum besteht.
 
Das Theater nimmt innerhalb der Gebäude eine wichtige Rolle ein: Die Kreisform der Dachkonstruktion korrespondiert mit der des bestehenden Naturhistorischen Museums, so dass ein architektonischer Dialog zwischen dem erdgebundenen Museum und dem scheinbar schwebenden Baukörper des Daches entsteht. Außerdem stellt die Dachkonstruktion des Grand Theater eine Transformation der traditionellen übereinander angeordneten Traufen dar und definiert so eine durchgehende horizontale Schichtung, die eine architektonische Einheit von Dach, Fassaden und Steinsockel erzeugt.
 
Im Gegensatz zu einigen anderen seiner Artgenossen ist das Theater vorerst ausgebucht. Die erste Vorführung im Haus war „Romeo und Julia“ dargeboten vom Moskauer Stanislavsky- und Nemirovich-Danchenko-Ballett.

Fotos: Christian Gahl


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Kommentare

4

Bernd das Brot | 13.08.2012 15:49 Uhr

gäääähn

Die Grossform und Freitreppe mit Wasserfläche finde ich eigentlich ganz gut - den jetzigen chinesischen Bedürfnissen nach Repräsentation angemessen.
Prinzipiell ist es eigentlich ein Verdienst etwas in China 'sauber' hinzubekommen.
Dennoch frage mich bei fast jedem gmp-Gebäude warum ich sie trotzdem so uninspirierend langweilig finde!?
Sonderbar weichgespült - vielleicht durch die sehr starken Unterteilungen entweder horizontal wie hier o. vertikal.

3

R. Benz | 12.08.2012 08:15 Uhr

Zentrum

Bedrohlich? Das ist auch das einzige was einigen Leuten zu China einfällt. Bedrohlich weil unbekannt, kann nur unmenschlich sein.
Falls jemand mal dazu kommt das Kulturzentrum zu besuchen wird er feststellen, dass die Treppen und Plätze den ganzen Tag voller Leute sind. Der Freiraum ist sehr gut angenommen.
Die Säle sind sehr schön, mit das Beste, das man derzeit in China findet...

2

Oli | 10.08.2012 16:06 Uhr

@ R K

Warum gibt es keinen Grund, sich auf dieser Freitreppe aufzuhalten? Eine Theaterpause am Seeufer mit Sitzmöglichkeiten in unterschiedlicher Höhe: das ist doch einladend genug.
Nochmal: chinesische Dimensionen sind nicht mit unseren vergleichbar, das müsste langsam verstanden sein.

P.S.: was ist der Unterschied zwischen "clean" und "sauber"?

1

R K | 10.08.2012 10:00 Uhr

irgendwie bedrohlich!

es erinnert mich an den Roman "Schöne Neue Welt",
das Kultusminesterium hat ein neues Gebäude fertiggestellt- alles ist sauber und clean wie aus der Retorte- wer soll sich den nach der Vorstellung auf dieser risigen Freitreppe aufhalten- niemand, es gibt auch keinen Grund....

 
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