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06.09.2013

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Projekt Altstadt

Neue Fassadenansichten für Frankfurts Dom-Römer-Bebauung


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Inzwischen ist sie für den Bauherrn nicht weniger als das „Jahrhundertprojekt Altstadt“ und „ein Stück gebauter Erinnerungskultur für Frankfurt“: Die Dom-Römer-Bebauung in Frankfurt am Main auf dem Tabula-Rasa-Grundstück des abgerissenen Technischen Rathauses hat die nächste Hürde genommen. Gestern ist der Bauantrag für das gesamte Quartier eingereicht worden. Hier werden 15 Gebäude nach historischem Vorbild rekonstruiert („schöpferische Nachbauten“) sowie zwanzig so genannte „Neubauten“ errichtet, „die typische Stilelemente der Frankfurter Altstadt aufgreifen“.

Für diese Neubauten war 2011 ein Wettbewerb durchgeführt worden (detailliertes Ergebnis in der BauNetz-Meldung vom 24. 3. 2011, Nachzügler am 21. 10. 2011). Zur Genehmigungsplanung eingereicht wurden nun überarbeitete Entwürfe, die gestern im Sonderausschuss Dom-Römer vorgestellt wurden. Wir dokumentieren die Ansichten und Perspektiven in der Bildstrecke zu dieser Meldung.

„Für den Laien sind die Weiterentwicklungen bei vielen Häusern vermutlich kaum wahrnehmbar“, meint der Geschäftsführer der DomRömer GmbH, „da sich die heutigen Fassadenansichten auf den ersten Blick nicht wesentlich von den im Architekturwettbewerb ausgezeichneten Entwürfen unterscheiden. Veränderungen gab es vor allem im Detail“. Zu solchen Details zählen etwa Fassadenoberflächen, Gestaltung des Sockels, Dachneigung oder Fensterrahmen und Fensterteilungen.

„Das verdeutlicht, wie weit fortgeschritten die Planung bereits ist. Wir sprechen heute tatsächlich schon über die Lage von Regenrinnen oder den zentimetergenauen Aufbau der Fassade, um nur zwei von hunderten Beispielen zu nennen“, erläutert der Bauherr. So haben zum Beispiel beim Haus Braubachstraße 23 altstadttypische Fenster die vormals bodentiefen französischen Fenster ersetzt. Beim Haus Markt 36 „tragen jetzt Holzelemente in den Fensterbereichen zur verstärkten Gliederung der Fassade bei. Die Proportionen der Fenster wurden optimiert. Im Erdgeschoss wurden als Reminiszenz an die Geschichte Spolien eingesetzt.“

Der Baubeginn ist für Herbst 2014 geplant.


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Kommentare

24

Büro für Architektur und Denkmalpflege | 24.09.2013 07:03 Uhr

Man braucht extrem viele Eier...

Damit meine ich, dass ich ja allgemein nichts gegen das Alte habe. Das neue jedoch dem Alten nachzufassen, das bedeutet extrem viel wissenschaftliche Arbeit und extrem viel Fachwissen. Ich habe jüngst eine Sanierung ganz banal innerhalb des Denkmalschutzes abgeschlossen... was habe ich mir den Kopf zermatert, welche Fenster, welche Ziegel, wie der Ortgang, wie das Geschossbrett.... mit der Abstraktion kann man ganz feine Nuanzen in die Gegenwart mit hinüber zeichnen... es muss auch längst nicht alt aussehen. Aber... Einfach mal die Stilmittel vergangener Zeit nehmen und an die Fassade klatchen... vielleicht noch einmal neu interpretieren das kennen wir aus dem Historismus... Und ich verspreche... die Architekten des Historismus wussten zumindest was Sie da machen... den tieferen Sinn und die Erzählungen der Fassaden, die kann bloß heute kaum einer mehr deuten.... also versucht es Ihnen nicht gleich zu tun und konzentriert euch bitte darauf, was ihr wisst! Erst einmal sollte man am Alten lernen hat einmal Hans Kollhoff gesagt... ein Picasso beherrschte das Handwerk bevor er zur Kunst überging!

Lasst es mit der Kunst und lernt...

23

Viktor | 16.09.2013 20:46 Uhr

Man muss trennen können

Die Debatte über kritische Rekonstruktion ist das Eine. Da würde ich mir, wie einige Kommentatoren hier, weniger ideologische Scheuklappen wünschen, um einem unausweichlichen Trend anstatt Abscheu wenigstens ein paar Sachargumente entgegensetzen zu können. Das Andere ist, was hier auf den Renderings gezeigt wird: nicht deswegen so katastrophal, weil es nicht richtig ist, in alten Gewändern zu bauen, sondern weil das Ergebnis so furchtbar ist. Was sind denn das für merkwürdige Fassaden? Mal unten modern und oben Fachwerk, mal anders herum, mal wurschtelig gewinkelt - wo ist denn die Aussage? Hat irgendwer damals so gedacht? Wes Geistes Kind sind denn diese Winkel? Welche Architektursprache ist das? Gibt es da jemanden, der das erklären kann?

Nein, dieser neue Stadtteil wird nicht in Würde altern. Niemals.

22

auch ein | 10.09.2013 15:23 Uhr

architekt

früher planten wir für paar verrückte reiche russen ein "deutsches dorf"......
es wurde ein fachwerkdorf mit schicken villen , entweder reetgedeckt oder fachwerk oder romanisch mit säulen....
alles im jahre 2009.

und das selbe jetzt in frankfurt.

das ist wirklich schrecklich!

sag noch mal was gegen geschmacklose neureiche bauherren

21

peter | 09.09.2013 23:03 Uhr

retro ffm

erschreckend ist doch, dass hier und anderswo sehr prinzipiell und dabei virtuos diskutiert wird. aber ist das nicht extrem losgelöst von der (bald gebauten) wirklichkeit dieser projekte?

fest steht - die gesellschaft ist zum teil nachhaltig genervt von banalen und minderwertigen bauten, sucht ihr heil im domrömerareal und am dresdner neumarkt. da wird auf die miese nachkriegsarchitektur geschimpft und auf die langweiligen neubaukisten landauf-landab.

aber historisierende renderings und kollhoff-mäcklerscher disneylandstyle sind genauso mies! der ganze schrott, den wir heute bauen, ist in 25-35 jahren müllreif, vielleicht auch schon vorher. je mehr "hochtechnologie" in die häuser gepackt wird, je mehr die armen hütten können müssen, desto kürzer die halbwertszeit! warum? wo mehr drin ist, kann mehr kaputtgehen! und in diesen pseudohistorischen häuschen wird mit sicherheit ein ganzer haufen dreischeiben-isolierglas, steinwolle, polystyrol, stahl und plastik stecken, von der ganzen GLT, bus-steuerung, klimatechnik und den sonstigen mikroprozessorgesteuerten gadgets mal abgesehen. das heißt? während früher gebäude aus holz, steinh, ton und glas gebaut waren und jahrhunderte überdauerten, wird man diesen plunder hier in 30 jahren neu bauen können - sicherlich zur freude der bauindustrie, aber zum leidwesen der stadt und unserer umwelt.

vielleicht baut man das in 30 jahren im neobauhausstil auf oder gleich aus dem 3d-plastikplotter, wenn man gemerkt hat, dass die vorgehängten klapperfassaden schneller abfallen als befürchtet.

20

Leipziger Architekt | 09.09.2013 22:35 Uhr

@Verona Meier

Sie bringen es auf den Punkt. Besser könnte ich es nicht ausdrücken. Nur eine Ergänzung:
Es zeig sich, dass eine neue Zeit in der Architektur anbricht. Und immer, wenn was Neues beginnt, wehrt sich das Alte mit Händen und Füßen dagegen. So war das immer in der Geschichte der Menscheit und so lassen sich auch die zum Teil sehr aggessiven Kommentar der Verfechter das Alt-Architektur verstehen.

19

wouter | 09.09.2013 19:10 Uhr

holla

kann mir gar nicht vorstellen, dass bisher nur 0,013% der leser der meldung dazu was zu schreiben haben.
leute, mischt euch mehr ein bei solchen möglichkeiten, und schreibt, wo denn die reise hingehen soll. C.M. ist sicher bisher einer der 139.322, und er kommt wieder. wetten?

18

Max | 09.09.2013 13:50 Uhr

Leute!

Christoph Mäckler möchte sich mit diesem Projekt in Szene setzen, weil er dem Diskurs über die Stadt der Zukunft nichts Intelligentes hinzuzufügen hat. Dazu müsste er sich erstmal mit globalen Stadtentwicklungsproblemen auseinander setzen. Er hat aber nur etwas übrig für Fassadengestaltung. Auch in seinem Institut verhandelt er keine relevanten Fragestellungen. Mit der Provokation einer retrospektiven Kulissenschau kann er sich zumindest in die Medien bringen. Für eine Neuauflage der inhaltsgleichen Diskussion im BauNetz reicht das ja auch immerhin schon.

17

bauster | 09.09.2013 11:55 Uhr

römer architektur

So Freunde der gestirgen Architektur...

und welche Nutzung soll dann in die Häuschen rein?
Aus Sicht der Investoren nach Möglichkeit hochpreisige Großkanzleien oder nochbesser H&M und co. am besten dann gleich Geschossflächig über 4-5 Häuser erstreckend..
bitte mal darüber nachzudenken ob dies akzeptabel erscheint, egal ob die Fassaden fake halber genauso wie dazumal am Römer wiederaufgebaut werden. Wo findet in diesem Kontext die KLimaanlage platz? Wahrscheinlich in den Spitzdächern!

Und dann noch liebe Frankfurter; Im Bankenviertel kann's nicht modern genug sein, und ein paar hundert Meter weiter diese Kleinhäuslerei..

Die gesamte Debatte muss in größerem Kontext geführt werden; nämlich mit welchem Stadtbild wollen die Frankfurter leben..das scheint mir schon sehr zerrissen...

Selbstbewußt wäre, sich mit einer wirklichen und echten Neuinterpretation der vergangenen Stilelemente zu beschäftigen, als das Alte in dieser Art wieder aufleben zu lassen.

16

solong | 09.09.2013 11:29 Uhr

...naja...

... die antwort unserer zunft auf die baukulturelle entwicklung kann das hier sicher nicht darstellen ... eher eine hilflose reaktion auf die anforderungen der bauausschüsse, die ja in der regel von den unterschiedlichsten interessen der baulichen laien und feierabendpolitiker gestaltet werden ... es zeigt sich auch das die jüngeren kollegen nicht mehr gelernt haben mit dem bestehenden umfeld umzugehen ... stattdessen wird dann versucht historische ordnungen entweder in 60er-jahre gliederungen s. markt 34 oder in ein nervöses gezackel s. markt 14 zu interpretieren ...

15

mechthild | 09.09.2013 11:14 Uhr

entgegen der lehre

ja, es ist fast alles entgegen der gültigen lehrmeinung und dennoch entsteht wohl am ende eine innenstadt, die lebt und einladend ist.

ich denke es liegt daran, dass man moderne architektur und und städtbau einmal voneinander abkoppelt.

also teilweise durchaus moderne interpretationen der historischen architektur auf einen gewachsenen städtbau treffen lässt.

das ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, dresden ist ein ebenfalls ein beispiel, auch planungen für das areal vor dem roten rathaus in berlin gehen in diese richtung.

am ende wird mit den füssen abgestimmt. und auch wenns vielen architekten nicht gefällt, diese art des städtbaus funktioniert, die menschen nehmen das an.

vielleicht sollte man viel eher mal in diese richtung denken, also historischen städtbau mit modernen gebäusen kombinieren, einen schritt weiter gehen als die postmoderne. warum soll das nicht gut werden? hätte man nach dem krieg unsere städt in dieser form wieder aufgebaut, this would be a better place.

dazu kommt noch, dass die kleinteilige parzellierung natürlich eine ganz andere ökonomische komponente hat, als der grosse block.

man sollte dem eine chance geben. wer legt denn fest, was gefällt und gut ist?

14

njeb | 09.09.2013 10:36 Uhr

blaue häuschen und geranien

rekonstruktion=geschmacksache

dennoch scheint eine auswahl an teils historisierenden, teils "zeitgemäßeren" bauten gedankenlos nebeneinander plaziert worden zu sein..
vermutlich wollte man so den altstadtcharakter nachempfinden, hätte man nicht wenigstens sockel- und geschosshöhen, etc angleichen können?
es kann doch ein neubau niemals so aussehen wollen wie eine gewachsene altstadtsturktur!?

13

staubmeier | 09.09.2013 09:34 Uhr

@verona meier

Wie wäre es mal mit einer kritischen Auseinandersetzung mit unseren Leistungen innerhalb unserer Zunft?

gute idee. aber dann bitte auf augenhöhe. da muss sich mancher sicher strecken.


Warum wenden sich die Leute in Massen mit Abscheu von den Innenstädten der Nachkriegszeit ab?

nachkriegszeit eben. da ging es um das schnelle errichten von viel wohnraum. es war keine zeit, dabei an qualität und dauerhaftigkeit zu denken.

Warum wünschen sich die Menschen so oft die alten Gebäude zurück, die sie oft selbst gar nicht mehr kannten?

es ist weniger das gebäude, als der wunsch, das innere verlangen, gar sehnen, nach einem homogehenen wohnumfeld mit dem man sich mit anderen identifizieren kann.

12

weltbaumeister | 09.09.2013 09:28 Uhr

solala

Es geht nicht im Geringsten um die Ablehnung von Farbe und Kleinteiligkeit.
Wie auch Sie indirekt feststellen konnten, geht es um das Denken. Scheinbar scheint dies neben einem verloren gegangenen Stadtbild ebenfalls in Vergessenheit zu geraten.
Das Denken zwischen Aufgabe und Ort bildet jedoch die Grundlage von Innovation im Gebauten. - Wahrscheinlich verstehen Sie mich nicht.

11

RaFi | 08.09.2013 22:59 Uhr

Wohltat fürs Auge

Ich glaube, viele Architekten haben sich weit vom Zeitgeist entfernt und leben gedanklich noch in den 70er Jahren. Hier bricht nun eine neue Zeit an. Der teilweise diktatorisch - agressiv verteidigte Alleinvertretungsanspruch des architektonischen Minimalismus und Banalismus ist vorbei! Und ehrlich gesagt, ich freue mich, wieder gestalten zu dürfen, ohne von Architektenkollegen verlacht und angefeindet zu werden. Denn der Frankfurter Römer ist nur ein Symbol für einen längst vorhandenen neuen Trend.

10

nikolai | 08.09.2013 22:32 Uhr

was denn eigentlich...?

Als Berliner fällt einem dazu sofort das Nikolaiviertel ein, das letzte große Stadtentwicklungsprojekt für "Ost-Berlin"; kurz vor dem Staatsbankrott...

Auf der einen Seite lässt sich über Geschmack vortrefflich streiten, auf der anderen Seite frage ich mich welcher Entwurf bei den Befürwortern, rein als Entwurf und nicht als Teil der Masse wahrgenommen, echte Begeisterung auslöst?

Vielleicht hilft es, den Diskurs mal undogmatisch zu führen, also nicht für oder gegen die suggerierte Haltung des Entwurfs zu polemisieren, sondern jeden Entwurf für sich nüchtern nach seinen architektonischen Qualitäten zu diskutieren.

Auf die Meinungen einiger wäre ich dann ernsthaft gespannt…

9

Architekt | 07.09.2013 18:41 Uhr

Krankfurt wird wieder Frankfurt

@Klaus Grellmann: Sie bringen es auf den Punkt.

Solche Renderings hat man lange nicht gesehen. Und damit meine ich nicht deren Qualität (die tatsächlich sehr gut ist), sondern das, WAS zu sehen ist.

Die gezeigten Gebäude werden - wie alle mir bekannten Nachkriegsrekonstruktionen - sehr viel länger überdauern als all die modischen Zeitgeist-Kisten, welche spätestens nach 20 Jahren so traurig unmodisch und kaputt sind, dass man gerne ihren Abriss beschließt. So viel zu den Themen "zeitlose Moderne" und "Nachhaltigkeit"...


Allen lernresistenten Modernisten sei eine Umfrage unter den Frankfurtern empfohlen, wer dem Technischen Rathaus nachtrauert.

Wen auch das nicht überzeugt:
Keine Sorge, gerade in Frankfurt besteht wenig "Gefahr", dass die 08/15-Nachkriegsmoderne zeitnah aus der Innenstadt verschwindet. So ist das Römerprojekt eher ein ästhetischer Tropfen auf den heißen Stein...

8

Verona Meier | 07.09.2013 11:26 Uhr

Vielfalt statt Einfalt

Architektur kann man immer kritisch diskutieren. Aber die Unsachlichkeit der kritischen Kommentare hier im Threat finde ich erschreckend.
Staubmeier schreibt: "Mir wird schlecht." Jalm meint, dass man hier eine solche Meldung gar nicht erst posten sollte, und "Altstadt" verlässt jede Sachlichkeit und witzelt über den fehlenden Shrek (den Esel) im Rendering.
Sagt mal, gehts noch?
Wie wäre es mal mit einer kritischen Auseinandersetzung mit unseren Leistungen innerhalb unserer Zunft? Warum wenden sich die Leute in Massen mit Abscheu von den Innenstädten der Nachkriegszeit ab? Warum wünschen sich die Menschen so oft die alten Gebäude zurück, die sie oft selbst gar nicht mehr kannten.
Wer meint, es sei eine difuse Geschichtsverklärung, macht es sich aus meiner Sicht viel zu leicht! Aus vielen Gesprächen mit Stadtentwicklern und meinen Kunden weiß ich, dass es vor allem die Abneigung gegen die Beliebigkeit und Gesichtslosigkeit unserer banalen Bauten sind. Glatte gestaltungslose Fassaden und ein paar rechte Winkel sind halt nicht alles. Davon haben die Leute die Nase voll.
Ich bin der Meinung, wir werden noch viel mehr Gebäude im Stil des Barock bis Gründerzeit neu gebaut sehen, mit Weiterentwicklungen von heute, was Material, Technik, Raumaufteilung etc. angeht. Ich finde diese Entwicklung an sich nicht uninteressant.
Denn ein wirkliches "zurück in die Zukunft" sind diese Gebäude nicht. Denn niemand den Ausstattungsstandard von 1870 zurück haben wollen.


7

so lala | 07.09.2013 10:50 Uhr

jalm und weltbaumeister

shrek in der altstadt... wäre doch schön. man muß auch mal bunt denken, nicht immer nur schwarz/weiss.

und die begeisterung für rekonstruktionen liegt doch nicht nur in verlustängsten sondern in der mangelhaften qualität und dauerhaftigkeit von vielem was für modern oder zeitgemäß gehalten wird. geschichte gehört zum menschen; architektur nur zur geschichte wenn sie mehr als zwanzig oder dreissig jahre hält. dafür gibt's - trotz allem - in ffm nicht unweit vom hier gezeigten auch gute moderne beispiele.

6

Klaus Grellmann | 07.09.2013 00:27 Uhr

wunderbare Vielfalt und kreative Gestaltung

Die Liebe zum Detail, die Individualität jedes Gebäudes überraschen mich positiv. Endlich keine banalen Klötzer mehr, endlich wieder mehr als nur ein paar rechte Winkel. Endlich keine trivialen überdimensionierten glatten Fassaden, sondern künstlerische Gestaltung. So könnten viele deutsche Innenstädte wieder gesunden.

5

jalm | 06.09.2013 18:36 Uhr

"Altstadt"

Jetzt fehlt nur noch, dass Shrek und Esel durch die Renderings tappen.
Warum tun Sie uns diese Meldung an ? Hätten Sie das nicht dem "Altstadtverein" überlassen können ?
Verstehe, um beim nächsten Mal schlimmeres zu verhindern. Danke.

4

frankfurter wurstsalat | 06.09.2013 17:49 Uhr

no comments?

ohne worte...

3

weltbaumeister | 06.09.2013 16:37 Uhr

Tradition und Haltung

Ja, nun ist es vollbracht.

Der Verlust einer verlorengegangenen Identität scheint in Frankfurt überwunden zu sein. Selbstbewust erscheinen die Aussagen des Bauherren. Das Leitbild der europäischen Stadt mit ihrer 1000-järigen Geschichte scheint sich doch noch trotz widriger geschichtlicher Ereignisse, die zur Zersörung selbiger beitrugen, im 21. Jahr. nachträglich korregieren zu lassen.
Jedoch stellt sich die Frage, in wieweit diese Verlustängste die aktuelle Haltung und das Wesen unserer Gesellschaft wiederspiegeln. Es verhält sich nunmal im Verlauf der Geschichte so, dass jede Zeit ihren individuellen Ausdruck im Gebauten sucht und dadurch eine persönliche Haltung entwickelt. - Haltung ist deshalb nicht beliebig und vor allem nicht austauschbar wie manch eine Fassade, welche oberflächliches Glück im Vergangenen suggeriert.

2

peter | 06.09.2013 16:23 Uhr

neualtstadt

zunächt mal - handweklich sauber gemachte renderings, die wohl wirklich zur bewertung der zu erwartenden ergebnisse taugen.

im prinzip hab ich ja nichts gegen kritische oder meinetwegen auch unkritische rekonstruktion - aber. vor allem im erdgeschoss müssen die details passen. gerade altstädte zeichnen sich dadurch aus, dass man im "anfassbereich" echte qualität erlebt, die massiv und solide ist und auch die nächsten 100-400 jahre halten kann.
hier ist genau das gegenteil zu erwarten. bei einigen häusern springt einen das wdvs schon aus den renderings an, ganz zu schweigen von den zu erahnenden sandsteinplatten, die in 3, 4 oder 6 cm dünne am besten mit offenen fugen vor der wärmedämmung klappern.

vergesst das! diese häuser kann man in 30 jahren wieder abreißen oder zumindest von grund auf sanieren. sto und co. mag das freuen, aber dann hätte man auch das technische rathaus lassen können, das war wenigstens authentisch und solider.

in den obergeschossen ist das fassadenmaterial nicht ganz so wichtig, wenn es schon auf jeden renditeeuro ankommt, aber baut im eg bitte eine massive handwerkliche und gut detaillierte vormauerung ohne lüftungsritzen, dehnfugen und diesen ganzen german-angst-quatsch nach din. herr dudler konnte es am heidelberger schloss auch, und herr chipperfield hat das bei diversen bauvorhaben vorgemacht.

1

staubmeier | 06.09.2013 16:12 Uhr

ich glaub´...

... mir wird schlecht.
ja wo leben wir denn?
zurück in die zukunft?
mit mir so nicht.

 
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