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09.07.2020

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Getürmt und besockelt

Mixed-Use in Leiden von Neutelings Riedijk


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Einen größeren Baustein der aktuellen Projektentwicklungen rund um den Bahnhof im niederländischen Leiden stellt der Multifunktionskomplex Lorentz Leiden direkt am Bahnhofsplatz dar, von dem soeben ein erster Abschnitt fertiggestellt wurde. Seine 36.000 Quadratmeter verteilen sich auf zwei Wohntürme und ein Sockelgebäude, das neben Wohnungen auch Büro- und Geschäftsflächen, eine Parkgarage und im Untergeschoss die größte Fahrradgarage Leidens aufnimmt. Die Architektur stammt von Neutelings Riedijk (Rotterdam); das Büro ist  bekannt für seine skulptural und ornamental ausgearbeiteten Projekte im Kulturbereich, so das Rathaus in Deventer, das Kulturzentrum in Arnheim, das MAS – Museum am Strom in Antwerpen oder dem nur wenige Gehminuten vom aktuellen Projekt entfernten Naturalis Biodiversity Center.


Auch bei dem Multifunktionskomplex sind ornamentale Ausdrucksformen zu finden, und wie bei manchen der genannten Projekte wurden für einzelne Baukörper verschiedene Motive und Fassadengestaltungen entwickelt. So setzt sich die Fassade des viergeschossigen Sockels hin zum Bahnhofsplatz aus roten, profilierten Betonelementrahmen zusammen, deren Felder zu je einem variablen Drittel mit einem Betonelement gleicher Farbe, aber organisch anmutenden Oberflächentextur gefüllt werden. Der dem Bahnhof abgewandte Bereich ist als Lochfassade ausgeführt und einheitlich mit Backstein verkleidet, wobei jedes zweite und geschossweise versetzte Fenster durch einen weißen, konischen Rahmen hervorgehoben wird. Die beiden zehn und zwölfgeschossigen Türme sind schlussendlich mit Aluminiumpaneelen verkleidet. Eine starke Betonung liegt auf der Vertikalen und besonderen Ausprägungen in den Bereichen der doppelgeschossigen Penthouses sowie der Maisonetten an deren Basis – letztere münden in großzügige Terrassen auf dem Dach des Sockels.


Die Bauteile weisen vordergründig wenig formale oder konzeptionelle Bezüge voneinander auf, vielmehr unterstützen sie die Brechung des Bauvolumens in Abschnitte, deren Dimensionen mit der direkt angrenzenden, kleinteiligen historischen Struktur Leidens verträglicher scheinen. Als zweiter, am Bahnhofsplatz nordöstlich angrenzender Bauabschnitt ist die Komplettierung des Komplexes mit reiner Büronutzung und einem Baubeginn 2021 geplant. Veröffentlichte Abbildungen deuten darauf hin, dass die Gestaltungsprinzipen übernommen werden und die Dimensionen des dritten Turms und seines Sockels jene des ersten Abschnitts überragen. (hn)


Fotos: ScagliolaBrakkee / © Neutelings Riedijk Architects



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Kommentare

7

Fritz | 10.07.2020 16:29 Uhr

sehr

sehr schön diese Mix style! Art Deco 1.0 hat mir auch schon gut gefallen.

6

STPH | 10.07.2020 11:43 Uhr

...

im wassergegliederten Holland wird alles technisch gesehen und aufgelöst, zur bis hin zur Landschaft mit relativ aufgeräumten Ergebnissen bis in die Gewerbegebiete hinein. Hierher ist dieses Ergebnis fast schon erklärbar.
Dagegen hat unser kontinentaler Masse-Volumen Verteidigungsstil aus der Burgenzeit oft mit modernen hybriden Bauaufgaben wie hier viel mehr Probleme.

5

tine wittler | 10.07.2020 09:50 Uhr

leichter flaum

hi leute!

ich finds cremig!
immerhin kein schaumstoffpelz...

4

auch ein | 10.07.2020 08:24 Uhr

architekt

ist das jetzt ART DECO 2.0 ?

scheusslich dieser "mixed-style"

3

Davide | 09.07.2020 22:19 Uhr

ARGH

Sowas - ich will es kaum differenzierter sagen - hässliches habe ich lange nicht mehr gesehen.

Hat von weitem was von etwas biederen alten GMP-Bauten in China, bloß sehen die von nah dann nicht noch schlimmer aus. Hier wird die Fassade schlimmer je detaillierter man sie sieht.

2

Dr. Yikes | 09.07.2020 20:31 Uhr

Where did it all go so wrong

Ich möchte nicht einmal wissen, was in den Köpfen der Beteiligten vor sich ging.

Mixed use? Mass abuse!

1

wine tittler | 09.07.2020 15:31 Uhr

Leiden

ist das Stichwort wenn man sich das ding hier ansieht

 
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