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07.02.2020

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Flügelschlag für die Freiheit

Menschenrechte-Museum in Panama-Stadt von Mallol Arquitectos


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In Panama-Stadt hat im Sommer 2019 ein Museum eröffnet, dass explizit der Freiheit und den Menschenrechten gewidmet ist: das Museo de la Libertad y los Derechos Humanos. Als Ort für Bildung und Inklusion dokumentiert es die Entwicklung der Demokratie in Panama und weltweit. Hinter dem Projekt steht die panamaische Non-Profit-Organisation Fundación Democracia y Libertad; der architektonische Entwurf stammt von Mallol Arquitectos (Panama-Stadt). Fertiggestellt wurde bisher der erste von drei Bauabschnitten: ein Gebäude, das unter dem Obertitel „Gleichheit“ Raum für eine Ausstellung zu den universellen Menschenrechten, ihrer Ausrufung und ihrer Verteidigung bietet. Zwei weitere Pavillons zum Thema „Toleranz“ und zur Geschichte der Republik Panama sollen noch folgen.

Das Museumsareal liegt in der Nähe der den Panamakanal überspannenden Brücke Puente de las Américas im Stadtviertel Amador, einer Halbinsel, auf der auch das von Frank Gehry entworfene Biomuseo zu finden ist. Das Zentrum der Anlage bildet ein großer Corotú-Baum, eine in Mittelamerika weit verbreitete Pflanze. Künftig werden die drei Museumsgebäude den Baum umrunden und dabei eine Plaza formen. Geplant sind außerdem eine kleine Lagune, ein Outdoor-Auditorium und ein Human Rights Walk, der aus 30 Informationsstelen zu den einzelnen Artikeln der Menschenrechte bestehen soll.

Der fertiggestellte, minimalistisch-geometrische Neubau umfasst bei einer Größe von 8.840 Quadratmetern drei Ebenen und eine Dachterrasse. Die beiden markantesten Bauelemente sind ein fast vollständig verglaster Treppenhausturm und eine dynamisch geschwungene, aufgeständerte Überdachung, die wie ein Flügelschlag den Eingangsbereich mit Vorplatz überspannt. Schmale horizontale und vertikale Fensterbänder umrahmen die sonst geschlossenen Fassaden des Baukörpers. Neben viel Ausstellungsfläche nimmt er auch die Büros der Verwaltung auf.

Das Budget für den ersten Bauabschnitt belief sich Medienberichten zufolge auf circa 8 Millionen Dollar, davon 6 Millionen aus Mitteln der Regierung, der Rest aus privaten Spenden. Für die Realisation des gesamten Museumskomplexes rechnet man derzeit mit Kosten von circa 30 Millionen Dollar. (da)

Fotos: Fernando Alda


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Kommentare

2

STPH | 10.02.2020 11:46 Uhr

...

Fassaden könnten mit Balkonen wiederum völlig unregelmäßig zum Baum hin ausgreifen. so entstünde im Dialog ein Baumhaus.

1

STPH | 10.02.2020 10:12 Uhr

...

schön wie Bauvolumen und Vordachplastik sich entsprechen. Wenn auch kleiner kann dieses Dach im Vordergrund und in entsprechend lauter Ausbildung dem Baukörper antworten und so die Fassade vollkommen entlasten.
Natürlich können das auch bewusst gesetzte Bäume. Überhaupt sollte alles was räumlich durch Natur zu gestalten ist auch so gemacht werden. Bäume dimensionieren den Stadtraum mehr als Häuser, sind regelrechte Umraumerzeuger, dem sich die Häuser beiordnen können.

 
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