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22.08.2011

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Ark Nova in Japan

Konzerthaus von Isozaki und Kapoor


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Musik als Hoffnungsträger. Das kann ein Benefizkonzert sein – oder eben gleich eine neue Konzerthalle. In Gedenken an die Opfer der Katastrophe vom 11. März 2011 der ostjapanischen Erdbebenregion Higashi Nihon soll dort nun als nachhaltiges Projekt eine mobile Konzerthalle entstehen (siehe BauNetz-Meldung zur Projektpräsentation vom 2. August 2011). Entworfen und geplant wird die Halle von dem japanischen Architekt Arata Isozaki und dem britisch-indischen Künstler Anish Kapoor zusammen mit dem Londoner Fachplaner für Bühnenbauten, David Staples. Isozaki verbindet eine langjährige Freundschaft mit Michael Haefliger, Intendant des Lucerne Festival und Initiator des Projekts „Ark Nova“.

Schnell und einfach im Auf- und Abbau soll die mobile Halle sein. Isozaki schlägt deshalb eine aufblasbare Struktur vor, die mit Lastwagen zu den jeweiligen Spielorten in dem Gebiet transportiert werden soll – ähnlich wie der Spacebuster von Raumlabor Berlin. Anish Kapoor, wiederum auch ein Freund von Isozaki, hatte erst vor kurzem zur Pariser Monumenta mit seiner begehbaren Ballonskulptur „Leviathan“ in der Glaskuppel des Grand Palais für Furore gesorgt. Architekt und Künstler waren sich also schnell einig, wie die mobile Konzerthalle aussehen soll. Und so wundert es nicht, dass die dunkelrote, ja fast blutrote Blase, die die beiden vorschlagen, dem aufgeblasenen temporären Kunstwerk aus Paris extrem ähnelt.

Die Konzerthalle kann multifunktional und flexibel wie in einer Zelle angeordnet werden. 72 x 40 x 23 Meter soll die pneumatische Kunststoffhülle messen und 500 bis 700 Zuschauer fassen können. Für die Planung der anspruchsvollen Akustik hat Isozaki den japanischen Fachplaner Yasuhisa Toyota beauftragt, der mit Holzpanelen den aufgeblasenen Konzertraum nutzbar machen möchte. Röhren stülpen sich in den Innenraum und verbinden diesen mit seiner Hülle – ein sehr organischer Entwurf also.

Die Kosten für die „Ark Nova“ sollen sich auf vier bis fünf Millionen Euro belaufen und mit Spenden finanziert werden. Die ersten Konzerte sind bereits für Mai 2012 angekündigt.


Zum Thema:

www.ark-nova.ch


Kommentare

1

Blasebalg | 23.08.2011 07:59 Uhr

Aufgeblasen

Was in der Kunst und kleinen Experimentalräumen funktioniert, muss als größerer Konzertraum nicht unbedingt gut sein.

Wer jemals in einer "Traglufthalle" Sport getrieben hat, kann wohl ermessen wie schön ein Konzert in so´nem Ding sein muss.

Wenn dann auch noch Akustikelemente an die Decke sollen wird´s wohl doch eher eine luftunterstützte Zeltkonstruktion werden.

Hoffentlich geht denen nicht die Luft aus, auch finanziell bei der Kostenschätzung! Die Künstler werden´s schon richten ;O)

Die Kosten für Abbau, Transport und Wiederaufbau werden bestimmt ähnlich "geringfügig" sein.

Aber es stimmt schon, man soll ja nicht immer alles gleich kaputt reden - vieles erledigt sich ja ohnehin von selbst.

Wäre schön, wenn´s Baunetz dranbliebe und wir im Sommer 2012 das realisierte Projekt sehen könnten und auch die tatsächlichen Kosten nochmals seriös recherchiert würden, darauf wäre ich gespannt.

 
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