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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Konzept_fuer_Chemnitz_von_Frida_Architekten_und_Age_of_Artists_7846470.html

10.02.2022

Garagenvernetzung

Konzept für Chemnitz von Frida Architekten und Age of Artists


Chemnitz wird 2025 Kulturhauptstadt Europas und steckt bereits mitten in der Planung dafür. Als einer von vielen Bestandteilen des Gesamtprogramms ist ein sogenannter Garagen-Campus im Südwesten der Stadt geplant, für dessen Konzeption das Dresdner Architekturbüro Frida Architekten mit Bürger*innen und Stadt zusammenarbeitet. Geleitet wird das Projekt von dem gemeinnützig agierenden Beratungs- und Forschungsunternehmen Age of Artists aus Nossen, das sich auf künstlerische Methoden spezialisiert und ein internationales Netzwerk etabliert hat.

Die DDR-Garage in ihrer Funktion als Werkstatt und Nachbarschaftsort ist jüngst in den Fokus eines Architekturdiskurses gerückt, der sich mit der Alltagskultur und Architektur der DDR auseinandersetzt. Auch im Gesamtkonzept von Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 wird die Garage als ein Aspekt des identifizierten „Eastern State of Mind“ gesehen, dem sich die Stadt verbunden fühlt. Ein eigener Programmteil soll einen Einblick in 3.000 noch bestehende Chemnitzer Garagen ermöglichen, um die Geschichte dieser besonderen Typologie sichtbar zu machen.

Vor diesem Hintergrund ist der Garagen-Campus auf dem Betriebshof des Chemnitzer Verkehrsunternehmens CVAG geplant. Das Areal im Stadtteil Kappel diente als Straßenbahndepot und soll im Zuge der Planung saniert werden. Auch über 2025 hinaus sollen hier „gläserne Garagen“ entwickelt werden, die als Werkstätten miteinander in Verbindung treten. Inhaltlich vorgesehen sind unterschiedliche Schwerpunkte, beispielsweise zu den Themen Bauen, Mobilität, Europa, Regionalität und Ernährung. Auch die Vernetzung inner- und außerhalb von Chemnitz soll gefördert werden.

Für den Garagen-Campus – der allerdings noch einer umfänglichen Finanzierung bedarf – entwarfen Frida eine adaptierbare Gerüstkonstruktion aus Holz, die sie als Regaldepot für die Garagen verstehen und die erweitert, verkleinert, angepasst und rückgebaut werden kann. Zunächst werden zwei Hauptfiguren vorgeschlagen: Vertical Kappel ist ein an den Bestand angelehnter Turm, der als neues Wahrzeichen im Stadtteil fungieren soll. Die zweite Konstruktion The Bridge hat eine Verbindung des Campus mit seiner direkten Nachbarschaft zum Ziel. In den Entwürfen spielen sowohl die Aneignungsoffenheit der Konstruktion für ihre Nutzer*innen als auch die Möglichkeit einer späteren Wiederverwertung der Baumaterialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft eine übergeordnete Rolle. (sla)


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Der Garagen-Campus ist auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots im Chemnitzer Stadtteil Kappel geplant.

Der Garagen-Campus ist auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots im Chemnitzer Stadtteil Kappel geplant.

„Vertical Kappel“ ist einer der beiden Bestandteile des Entwurfs, der die Sichtbarkeit des Projekts in Chemnitz fördern soll.

„Vertical Kappel“ ist einer der beiden Bestandteile des Entwurfs, der die Sichtbarkeit des Projekts in Chemnitz fördern soll.

Das horizontale Element „The Bridge“ soll den Campus an die Nachbarschaft anschließen.

Das horizontale Element „The Bridge“ soll den Campus an die Nachbarschaft anschließen.

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