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07.12.2016

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Skulptural am Stadtrand

Kirche von Moneo Brock in Monterrey


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Brachland, eine Ausfallstraße und die Container-Architektur zeitgenössischer Einkaufszentren: Nicht unbedingt eine Umgebung, in der man eine kristalline Kirche des spanisch-amerikanischen Studios Moneo Brock erwarten würde, das von Madrid und New York aus arbeitet. Der Neubau steht nicht in einer existierende Stadtstruktur, sondern am Rande der mexikanischen Metropole Monterrey – ein Solitär in einem Umfeld, das sich erst im Werden befindet. Nur einen Shoppingkomplex gibt es bereits, um den sich später die Wohnquartiere gruppieren sollen.

Aus europäischer Perspektive erscheint es insbesondere kurios, dass die Kirche nicht nur über den Haupteingang von einem vorgelagerten Platz aus erschlossen wird, sondern auch über die Parkgarage. Doch das bisherige Fehlen der künftigen Wohnviertel bedeutet eben auch, dass der Bau heute letztlich nur mit dem Auto erreichbar ist. Von der Parkgarage betreten die Besucher einen Vorraum mit einem polygonalen Wasserbecken und einem Oberlicht, dessen goldene Wände ihm eine sakrale Atmosphäre verleihen.

Die Architekten Belén Moneo und Jeff Brock haben ein Bauwerk geschaffen, das noch weitere Versammlungsräume im Untergeschoss umfasst. Die Räume gruppieren sich um einen Patio mit weiteren Wasserbecken auf unterschiedlichen Ebenen. Der zentrale Kirchenraum wird durch skulpturale Oberlichter erhellt, die dem Baukörper jene kristalline Form verleihen, die bereits die Kirche in Los Angeles von Beléns Vater Rafael Moneo charakterisierte.

Im Vergleich sind die zackigen Formen in Monterrey jedoch noch weiter zugespitzt, so dass sich die Kirche deutlich von ihrem kommerziellen Umfeld abgrenzt. Trotz der expressiven Formen bleibt der Bau dennoch archaisch. Offenbar war das Budget aber zu hoch, als dass diese Archaik auch den Innenraum prägen konnte – hier wirkt alles wie auf Hochglanz poliert.

Text: Carsten Krohn
Fotos: Carsten Krohn, Jorge Taboada, Belén Moneo, Jeff Brock


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Kommentare

1

Andrea Palladio | 08.12.2016 14:24 Uhr

Selstsam … 

Das Äussere lässt ja ein Feuerwerk von Innenraum vermuten, derselbige zeigt sich dann aber dann doch äusserst brav mit Zitaten von Ando und Corbusier. Vor diesem Hintergrund erscheint die Dramatik der Form doch sehr geschmäcklerisch.

 
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