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20.10.2010

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Das Haus als Sportgerät

Jugendzentrum in Hamburg fertig gestellt


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Nicht nur für den „Sportpapst“ Ingo Froböse ist dieses Haus wohl ein Musterbeispiel gelungener Architektur – integriert es doch Bewegung und Sport auf sinnfällige Weise in die Nutzung des Gebäudes –, auch uns gefällt es ziemlich gut: Das Haus der Jugend in Hamburg-Kirchdorf, nach den Plänen von Kersten + Kopp Architekten (Berlin) erstellt, ist jetzt eröffnet worden. Es soll als Auftaktprojekt für die Freizeit-, Sport- und Weiterbildungsbauten der Internationalen Bauaustellung in Hamburg-Wilhelmsburg wirken und hier einen neuen Maßstab setzen.

Der dreigeschossige Baukörper bildet mit der benachbarten Maximilian-Kolbe-Kirche und dem neuen Stadtplatz eine Art „Insel“ im heterogenen Stadtgefüge Kirchorfs. Die Architekten gliedern das Haus in zwei Hauptebenen: eine belebte, offene Zone im Erdgeschoss sowie einen Lern- und Arbeitsbereich im Obergeschoss, in den die Jugendlichen sich zurückziehen können. Als Bindeglied zwischen den beiden Ebenen fungiert eine dreigeschossige Eingangshalle, von der aus auch eine multifunktionale Aula beziehungsweise Turnhalle mit Umkleidekabinen erschlossen wird.

Das Gebäude erhält laut Architekten „seine skulpturale Ausbildung durch die Addition von Sportelementen, die Teil des Gebäudes werden und dieses gleichsam als ein Sportgerät definieren. Zu öffentlichem Vorplatz und zur Straße ist eine Skaterbahn mit eingehängter Minipipe angeordnet. Ein Kletterturm mit seiner facettierten Spritzbetonfassade orientiert sich zum Kirchhof. Aus dem Volumen des Baukörpers ist ein sechs Meter hoher Raum für das Außensportfeld ausgeschnitten. Dieses wird über zwei Lichthöfe im Obergeschoss belichtet. Die „Sporträume“ werden durch eine kräftige Farbgebung hervorgehoben und sind so weithin sichtbar.“

Ziel der Architekten war es, mit ihrem Gebäude viele unterschiedliche räumliche Situationen zu schaffen: „Nischen, Rückzugsorte, Aktivitätsräume und Aussichtspunkte. Innen- und Außenraum durchdringen sich. Entlang einer promenade architecturale ergeben sich vielfältige Durchblicke durch das Haus, die eine leichte Orientierung und Kommunikation zwischen den Jugendlichen ermöglichen.“

Mit seiner archaisch-verspielten Betonästhetik erinnert uns das Ensemble aus Kirche und Jugendzentrum auch ein wenig an Le Corbusiers Wirkungsstätte Firminy in Frankreich...

Fotos: Klemens Ortmeyer, Hamburg


Kommentare

9

Oliver | 24.10.2010 23:13 Uhr

form follows funktion oder anders rum?

Betrachtet man nur dir Form ist es ein wirklich schönes Haus geworden. Sollte man sich jedoch für die Arbeit in diesem Haus interssieren wird mein Betreff wirksam.
Hat sich mal irgendjemand dafür interssiert, wie dieses Haus funktionell betrieben werden soll? Das geht gar nicht. Jeder mag doch sich mal die Skaterrampe und deren runter und Auslauf anschauen, LOL oder auch wie ein (bekanntermaßen) personell schlecht besetztes Haus so unübersichtlich sein kann.
Och, es gebe noch so vieles, Form follows funktion oder wie hier leider andersherum!

8

Aloys | 24.10.2010 12:06 Uhr

Haus der Jugend

Ein sehr schönes Projekt. Meinen herzlichen Glückwunsch an die Architekten und den Fotografen. Ich freue mich, wenn Fotos ausgewählt werden, die dem Projekt Rechnung tragen. Ruhige und klare Ansichten.

7

fotos | 23.10.2010 16:01 Uhr

sind toooot

ach, wunderbar! und das in hamburg! aber: warum werden hier fotos ohne menschen gemacht in einem haus, das offenbar vom benutztwerden lebt....
das waere toll, wenn ein fotograf noch einmal das haus in gebrauch fotografieren wuerde. uebrigens haette ich mir in DIESEM fall auch wirklich plaene besonders schnitte gewuenscht....

6

Besucher | 22.10.2010 19:46 Uhr

HdJ Kirchdorf !!

seid wann is den der Bauzaun weg ? heut mittag war alles eingezeunt....und ich find es sehr kalt die wände sind auch alle so grau ! na ja danke das wir ein neues hdj haben ich hoffe wir kommen auch mal rein

5

basiloi | 21.10.2010 20:47 Uhr

huh

na ja 100 mal gesehen...
für HHCITY aber super geil...
a und wo waren die innenarchitekten...

4

martin s | 21.10.2010 17:09 Uhr

Wo sind ...

... die Körbe oder Tore? Alibi-Sportplatz?

3

Matthias Klose | 21.10.2010 08:27 Uhr

Haus der Jugend, Hamburg

Ein tolles kontrastreiches Projekt - sicherlich auch durch die mutigen Bilder von der Architektur. Schon die sehr unterschiedlichen Sichtweisen der ersten vier Bilder zeigt die Möglichkeiten von Architektur. Hamburg hat zu wenig mutige Architektur!

Meinen Glückwunsch an die Architekten.

mk

2

ospreck | 21.10.2010 00:33 Uhr

haus der jugend

Glückwunsch- und ncoh schöner als im Wettbewerb!

1

auch ein | 20.10.2010 18:27 Uhr

architekt

SEHR schön,
leicht und luftig

 
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