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12.01.2018

Altes E-Werk, junge Leute

Jugendzentrum in Erlangen von Markus Gentner und Roland Bachmann


Auf dem Areal eines stillgelegten städtischen Elektrizitätswerks von 1902 wurde in Erlangen nun nach zweijähriger Bauzeit das neue Jugendzentrum Fuchsenwiese der Architekten Markus Gentner und Roland Bachmann (beide Nürnberg) fertiggestellt. Das E-Werk wird bereits seit 35 Jahren als Kulturzentrum genutzt. Bachmann und Gentner – letzterer hatte Anfang 2017 mit seinem Wohnhaus in Franken dem mittelfränkischen Wohnhaustypus ein Update verpasst – fügten dem Gelände mit ihrem Neubau jetzt verschiedene Nutzungsmöglichkeiten hinzu: Neben dem Jugendtreff entstanden eine freie Fahrradwerkstatt und eine Open-Air-Bühne mit Biergarten im neuen Innenhof.

Im Bereich des Neubaus befand sich zuvor ein alter Garten. Ein vorhandener Baum, eine Linde, wurde erhalten: Die Veranda im ersten Obergeschoss, in dem sich der Jugendtreff befindet, wurde um sie herum gebaut. Mit der Veranda erhält dieser Bereich eine großzügige, teilweise witterungsgeschützte Terrasse als Vorzone, die dem Jugendtreff einen von den anderen Nutzungen separierten Außenraum bietet. Der große Vordachbereich unterhalb der Terrasse kann von der Fahrradwerkstatt für Reparaturen im Außenbereich genutzt werden. Hierdurch wird diese Fläche zusätzlich belebt. Der Erweiterungsbau rahmt den Innenhof, der nun das neue räumliche Zentrum des Ensembles bildet. Gleichzeitig ist hier eine zweite Haupterschließung zu den rückwärtig gelegenen Veranstaltungsbereichen entstanden, die das vorhandene Ensemble aus Industriebauten komplettiert. 

Die schwarze Holzfassade ist im Erdgeschoss homogen ausgebildet. In den Obergeschossen sind die Holzleisten reliefartig gefügt, so dass ein leicht strukturiertes Fassadenbild entsteht. Den Bezug zum Umfeld wollten die Architekten aufrecht erhalten. So ist etwa das verwendete verzinkte Stahlblech der Fenster als Referenz an die industrielle Umgebung zu lesen. Dass sie ihren Neubau auf dem Grund eines früheren Elektrizitätswerks erstellen, hat sich den Architekten auch während der Bauarbeiten häufig in Erinnerung gerufen: Zahlreiche Kabel und sogar ein alter Öltank waren im Garten vergraben. (kh)

Fotos: Stefan Meyer


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