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26.01.2021

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Elsass skandinavisch

Hotelanlage von Reiulf Ramstad Arkitekter und ASP Architecture


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Mitten in der Natura 2000, einem EU-weiten zusammenhängenden Netz besonderer Naturschutzgebiete, liegt ein neues Hotel, das ein „echtes Ökotourismus-Erlebnis im Elsass“ verspricht. Inhaber des Landscape Hotel – 48° Nord nahe Colmar ist der Landschaftsarchitekt Emil Leroy-Jönsson, entworfen wurde die aus unterschiedlich großen Minihäusern bestehende Hotelanlage von den Osloer Architekt*innen von Reiulf Ramstad Arkitekter in Zusammenarbeit mit dem französischen Büro ASP Architecture. Wie das Planungsteam erklärt, dienten ihnen dabei skandinavische Traditionen als Vorbild: zum einen die traditionelle Hytte, eine Hütte als Rückzugsort in die Natur, zum anderen das Konzept Hygge, das eine besondere Art von Gemütlichkeit umfasst. Nach acht Jahren Entwicklung wurde das Projekt kürzlich fertiggestellt.

An einem steilen Hang im elsässischen Dorf Breitenbach gelegen, bezieht sich der Komplex aus Holzkabinen auf das Konzept des Landschaftshotels. Dementsprechend sind die einzelnen Volumen so gestaltet, dass sie der natürlichen Topografie folgen und auch im Inneren die umgebende Landschaft erfahrbar werden lassen. Gebaut wurden sie aus lokal bezogenem Kastanienholz. In den Innenräumen der Wohnkabinen finden sich Einbaumöbel aus hellem Holz, während das Restaurant mit dunkelgrau gebeizten Holzbrettern ausgestattet ist. Da sich die Gemeinde Breitenbach der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben hat, verfolgt auch das Hotel einen ökologischen und ganzheitlichen Ansatz. Unter anderem verwendet das Restaurant ausschließlich Produkte aus der Region, wobei der maximale Fahrweg 150 Kilometer beträgt.

Auf dem insgesamt 20.000 Quadratmeter großen Gelände befinden sich das Hauptvolumen mit Rezeption, Wellnessbereich, Arztzimmer und Restaurant sowie 14 leicht abmontierbare Hütten, die auf Stelzen stehen. Ihre Größe variiert zwischen 20 und 60 Quadratmetern, es gibt vier unterschiedliche Typen von Baukörpern: Die Bauten namens Grass sind ohne jegliche Treppen und Stufen erreichbar und befinden sich nahe des Hauptgebäudes am Eingang des Areals. Es folgt eine Reihe von sechs schmalen Türmen – Tree und Ivy. Zu guter Letzt liegen auf der Spitze des Hügels noch die vier geräumigen Hütten Fjell, die für große Familien vorgesehen sind und über einen geschützten Außenbereich verfügen. (mg)

Fotos: Florent Michel@11h45, Yvan Moreau


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Kommentare

11

Nörgeli | 25.02.2021 08:51 Uhr

Holzschutz: Setzen 6

Über die Architektur beim Fotografieren im (fast) Neubauzustand hinaus:
Die Details (Sockel, Geländer, Fensterbänke, ...) zeugen von "Holz ist chic" als Planungs-Leitplanke. Bis dann die Alterung in Form der üblichen, auch im Elasss zu erwartenden Witterung kommt. Es wird ein Wettlauf entstehen, wer das Schadensgutachten macht, weil der Bauherr hoffentlich feststellt, dass man diese Details anders hätte planen und bauen müssen. Und dann wäre es auch in 10 Jahren noch chic!
Für die Planungsabteilung "werkstoffgerechtes Bauen" gibt hier ein "ungenügend"

10

bugsy | 28.01.2021 20:19 Uhr

versiegeln!

hahahahaha!

herrlich, schön die ökolauben zwischen die bäume tackern - das sind meine leute da draußen!

...und wenn die hütten in ein paar jahren vom hang glotzen wie die moai-statuen auf den osterinseln:
machst du halt ruinenspooting-endzeit-tourismus draus - jonny cashroll - come on alder, hier rollt die murmel!

9

STPH | 28.01.2021 13:37 Uhr

Wirklich meditativ

Wiese und Natur wird reduziert zum Betrachtungsobjekt durch diese Struktur. Sowohl von innen als auch von außen.
Also die Reservierung ist aktiv, ab 145 Euro pro paarweisem Selbstversuch.

8

zoio | 27.01.2021 15:08 Uhr

hammer

schön!

fokussiert den blick, fügt sich ein, wunderschön!

7

Max | 27.01.2021 15:05 Uhr

@schlawuki

Wenn mitten in einem "zusammenhängende Netz besonderer Naturschutzgebiete", ein neues Hotel, das "echtes Ökotourismus-Erlebnis im Elsass" anbietet und dass das Ergebniss sein soll, dann ist eine Diskussion über Ökotourismus an dieser stelle dringend notwendig. Des gewählte Konzeptes nimmt keinerlei Rücksicht auf die Umgebung und dient lediglich dazu das Bild Hygge zu vermitteln und den Bewohner das Gefühl zu vermitteln eins mit der Natur zu sein.
Aber jetzt stehen da halt überall verteilt Treppentürme mit vergitterten Schlafnischen rum. Da kann es nicht sein und konterkariert den Anspruch in "ein echtes Ökotourismus-Erlebnis".

6

schlawuki | 27.01.2021 13:28 Uhr

hüttentürme

ich finde das konzept total super und die diskussion über ökotourismus an dieser stelle völlig überflüssig.
das ist ähnlich dem konzept von florian naglers hüttentürmen in bayrischzell.
gut!

5

Franko-Ede | 26.01.2021 20:50 Uhr

Par excellence -

Bonjour,

immer wieder großartig wie das Elsass das alte und das neue mischt. Die Zeit geht voran und das Elsass geht mit ihr. Offen für neues - die Tradition im Gepäck!

C'est formidable

Beste Grüße - Salut


4

Slate | 26.01.2021 20:10 Uhr

Aber Max,

social distancing wird so doch auch im Urlaub möglich! Herrlich, ihr verweis auf "Ökotourismus". Und Sie meinen es sogar ernst!

3

eon | 26.01.2021 17:22 Uhr

...

Das ist ja furchtbar. Da steht man auf dem Berg und möchte am liebsten die ganze wunderbare Landschaft umarmen und wird stattdessen in ein Periskop gequetscht.

2

rohmieser | 26.01.2021 17:01 Uhr

bei aller liebe ...

aber bild 22 geht gar nicht ...

1

MAX | 26.01.2021 15:56 Uhr

Ver·hält·nis·mä·ßig·keit

Mit einem maximalen Eingriff wurde ein maximales AV Verhältniss geschaffen um anschließend den Ausblick zu vergittern. Das ist so weit von Ökotourismus entfernt!!!

 
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