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13.01.2021

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Studieren mit Sternenhimmel

Haus am Burggarten von Uwe Schröder in Bonn


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Große backsteinerne Bögen und gemauerte Gewölbe sieht man nicht häufig bei aktuellen Neubauten. Bei dem Haus am Burggarten, das nach Plänen des Büros Uwe Schröder (Bonn) im Bonner Stadtteil Poppelsdorf entstand, gibt es aber noch mehr Ungewöhnliches. Hinter der symmetrisch aufgebauten Fassade verbergen sich sechs Apartments, die Schröders Auftraggeber, die MIWO Bonn, an Studierende vermietet.

Der Bau umfasst 200 Quadratmeter Bruttogrundfläche und misst keine sechs auf zwölf Meter. Das dreistöckige Tor, die Schwellen davor und die gewundene Treppe darin führen nicht etwa zu prächtigen Sälen, sondern zu 14 Quadratmeter großen Einheiten mit Schlafempore, Kochnische und Duschbad. Diese werden für stolze 480 Euro Warmmiete pro Monat angeboten. Das warme und ganz und gar nicht monumentale Innenleben steht im starken Kontrast zur schweren Straßenfront. Dieses erschöpft sich nämlich nicht an der großen Geste, sondern wartet überall mit feinsinnigen Details auf: dem rhythmischen Farbwechsel der Klinkerfassade zum Beispiel und dem abstrahierten Sternenhimmel der Tonne. Keine Fläche bleibt ungestaltet: Dunkle Flecken im Parkett geben die Zimmernummer an. Das Parkett und alle Öffnungen werden klar begrenzt.

Formal verwandt ist das Haus am Burggarten mit dem Studentenwohnheim Rom.Hof, das Uwe Schröder für die selbe Bauherrin 2014 fertiggestellt hat. Seine Fassade aus gelben Backsteinen wird von roten durchsetzt, alle Öffnungen sind Rundbögen, jede Fassade kennzeichnet Symmetrie.

Text: Heinrich Geißendörfer
Fotos: Stefan Müller


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Kommentare

14

KuMiKö | 18.01.2021 16:52 Uhr

Bauherr und Architekt

Schon interessant was alles geht, wenn Bauherr und Architekt in Personalunion auftreten

13

stauBmeier | 18.01.2021 15:54 Uhr

@Lars K.

lieber Lars K.,
ne, war da noch nicht.
hab´ aber mal bei bienefeld senior
arbeiten dürfen.
daher meine schnelle einschätzung.
aber von Lars zu Hubert K. einen sternenbrückenbogen zu schlagen
war doch zumindest originell.
oder?

12

Lars K | 16.01.2021 09:09 Uhr

Lieber Staubmeier

ich denke, man kann dieses Haus wohl alles mögliche nennen, aber sicherlich nicht "einfallslos". Und mit Hubert K hat es dann wirklich nur etwas zu tun, wenn man es ganz, ganz oberflächlich betrachtet. Waren Sie schon vor Ort?

11

stauBmeier | 15.01.2021 17:11 Uhr

@Lars K

so etwas einfallsloses hätte sich bienefeld nicht ausdenken können.
dann eher der symmetrie-junkie ungers.
ja, „Lars“, ihre bezeichnung „optischer Kokolores trifft es auf den punkt.
und prätentiös ist es wirklich auch.
wie sang einst der barde hubert k.?
„Ich seh den Sternenhimmel
Sternenhimmel
Sternenhimmel
Oh oh“
mehr nicht.

10

Slurry | 14.01.2021 15:17 Uhr

Lobhudelei

Diese Lobhudelei nervt!

9

Lars K | 14.01.2021 14:02 Uhr

Mach dein Ding

Uwe Schröder macht sein Ding, soviel steht jedenfalls fest. Die Vergleiche mit OMU und Bienefeld sind nicht mal allzu weit hergeholt. Wie bei OMU wprde mich auch hier mal die Bewohnerperspektive interessieren. Wie gut funktionieren diese Minimalzimmer und der "gewonnene" raum dazwischen? Ist das alles nur optischer Kokolores oder kann es ECHT genutzt werden.

Vielleicht sollte das BUch drei Lehrer mal mit einem Buch "Drei Bewohner" beantwortet werden.

8

Slate | 14.01.2021 13:27 Uhr

ja, klar

Mein Gott ist das prätentiös. Ich würde mich am Gebälk erhängen wenn ich dort wohnen müsste. Jaja, alle Referenzen klar und die 3 Lehrer in allen Ehren. Aber dann bitte auch zu Ende denken. Ich gebe aber zu ich komme aus dem sicherlich am weitesten dazu entgegenliegenden Lager.

7

schlawuki | 14.01.2021 12:18 Uhr

@5 & 6

vielen dank für den buchtipp.
@baunetz: das wäre mit sicherheit eine besprechung wert.

6

Jan | 14.01.2021 10:17 Uhr

@Baukultur, #5

In diesem Buch stöbere ich auch gerne rum.

Das ist eine echte Empfehlung für jeden Architekten!

5

Baukultur | 14.01.2021 08:44 Uhr

DAM-Nominierung save!

Fantastisch, ein weiterer Baustein zum Gesamtwerk von USA und ein bisschen Romantik für Bonn. Eine logische trotzdem eigenständige Fortsetzung der Arbeit von OMU und Bienefeld.

Der Grundriss schon jetzt ein Klassiker. Was für ein Verhältnis von Öffentlichkeit und Privat.

Die Publikation "Drei Lehrer" habe ich gerne in der Bibliothek und hole sie regelmäßig hervor.

4

Bücherwurm | 14.01.2021 08:10 Uhr

Geschmackssache ...

... sprach der Frosch und biss in die Seife.

Ich finde die Gestaltung der Fassade interessant. Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht per se schlecht. Den Zusammenhang zwischen den Appartments und der Fassade bekomme ich dann allerdings nicht mehr auf eine Linie. Spätestens nach dem Blick auf die weiteren Fassaden fühle ich mich wie im Theater.

Fassadentheater an der Straße.

Ich kenne die Bauordnung von NRW nicht im Detail, aber gibt es da keine Regelung zur Barrierefreiheit?

3

Marianne Spiegel | 13.01.2021 18:07 Uhr

Haus am Burggarten

Mein Gott, ist das eine schöne Fassade!!
Es geht also doch, sich vom gewöhnlichen
abzusetzen
Weiter so wünscht sich
Frau Spiegel

2

auch ein | 13.01.2021 16:43 Uhr

architekt

@STPH, Yikes, Schlawuki etc....

Fällt Euch DAZU was ein ?

Ich weiss nicht ob ich lachen oder weinen soll,
das ist ja das nackte Grauen!

Bitte, einer MUSS mir das erklären!

1

Jan | 13.01.2021 15:55 Uhr

Das ist Baukultur!

Was für ein phantastischer Bau.
Hier stimmt alles und es sieht wirklich wie Architektur aus.
Es freut mich, dass es in Deutschland noch Bauherren gibt, die diese Qualität wünschen.

Wenn es blöß mehr davon gäbe...

 
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Sechs Miniapartments für Studierende verbergen sich hinter monumentalen Fassade.

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Ebenso rund wie die Bögen ist auch die Treppe.

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Das Wohnhaus steht in der Bonner Burggartenstraße und gehört der MIWO.

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