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15.12.2008

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Brennender Dornenbusch

Grundstein für Synagoge in Amsterdam


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Neben dem Bauboom für Museen gibt es in Europa noch (mindestens) eine weitere Baugattung, die eine nun schon jahrelang anhaltende Serie von (mehr oder minder) zeichenhaften Gebäuden vorstellt: Gotteshäuser. Überwiegend sind dies – aufgrund eines gewissen Nachholbedarfs besonders an repräsentativen Bauten – Zentren für jüdische und muslimische Gemeinden, also meist Synagogen und Moscheen. So wurde am vergangenen Donnerstag, 11. Dezember 2008, der Grundstein für die neue Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Amsterdam gelegt.

Der Neubau, der nach Entwürfen von Bjarne Mastenbroeks Architekturbüro SeArch realisiert wird, reiht sich in eine Serie von kürzlich fertig gestellten oder begonnen Synagogen: siehe BauNetz-Meldung vom 3. Dezember 2008 zur Synagoge in Schwerin, BauNetz-Meldung vom 24. November 2008 zur Grundsteinlegung in Mainz, BauNetz-Meldung vom 18. Dezember 2007 zur Synagoge in Bochum sowie BauNetz-Meldung vom 31. August 2007 zur Synagoge in Berlin, um nur die jüngsten Meldungen aufzulisten.

Der Neubau war für die Gemeinde nötig geworden, da ihr bisheriges Zentrum in einem veralteten Gebäude war und die Anzahl der Gemeindemitglieder sich außerdem in den letzten Jahren auf 1.800 Mitglieder stark erhöht hat. Der viergeschossige Bau entsteht in Amsterdam-Zuid auf einem Baugrundstück, das auf drei Seiten von Wasser umgeben ist. Der Entwurf zeigt einen „neutrales rechteckiges Volumen“, so die Architekten, „das sowohl das Baugrundstück als auch das Budget optimal nutzt. Es ist die Aushöhlung dieser Masse, durch die der Hauptraum der Synagoge geformt wird, die die Identität des Gebäudes bildet. Dies zeigt sich als ein großer zentraler Raum mit niedrigen Erweiterungen an beiden Seiten und zwei jeweils zweistöckigen, einander gegenüberliegenden Balkonen. Das Arrangement dieser Räume über dem Bimah symbolisiert den siebenarmigen Leuchter, die Menora, und somit das älteste und wichtigste Symbol des Judentums, das für Moses Entdeckung des brennenden Dornenbusches auf dem Sinai.“

Das Gebäude soll 11 Millionen Euro kosten und im Frühjahr 2010 fertig gestellt werden.


Kommentare

5

Usch! | 18.12.2008 12:19 Uhr

Moses 123

Was soll das "Gemosere?"
Wo bleiben konkrete Fakten?
So diskreditiert Ihr nur Euch selbst.

Ich bin der Meinung, dass dieser Entwurf ein mutiges, gelungenes und wegweisendes Beispiel für die zeitgemäße Bauaufgabe Gotteshaus ist. Da könnte mancher Entwerfer von langweiligen Kirchen, die außer zu Weihnachten und Ostern keinen müden Besucher mehr anlocken können, davon lernen.

4

moses³ | 16.12.2008 15:11 Uhr

ähm

gab es da keine alte synagoge
die man hätte rekonstruieren können?
ich kann da in berlin ein paar ganz
fähige spezialisten empfehlen.....

3

moses² | 16.12.2008 10:20 Uhr

Faltschachtel

Wenn solche Studentenarchitektur schon gebaut wird, sollte man sie wenigstens nicht noch veröffentlichen!
Es ist traurig, dass scheinbar jedermann heutzutage einen Architektentitel erhält.

2

Bernd F. | 16.12.2008 00:45 Uhr

Überwältigt...

DAS ist doch mal wirklich innovativ! Eine Fassadentextur mit versetzten Fenstern. Das DA vorher noch keiner drauf gekommen ist! Auch dieses, ich nenne es einfach mal "Flachdach", einfach revolutionär!! Diese Art des Bauens ist ein Musterbeispiel des Noch-Nie-Dagewesenen! Chapeau!

1

moses | 15.12.2008 16:14 Uhr

burn

ist das ernst gemeint ?
ist schon der erste april ?

 
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