RSS NEWSLETTER

https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Gemeindezentrum_in_Hannover_von_ksw_7172263.html

16.03.2020

Zurück zur Meldung

Auf der Kirchenwiese von St. Marien

Gemeindezentrum in Hannover von ksw


Meldung einblenden

Der Stadtteil Hainholz liegt im Nordosten von Hannover. Ausgrabungsfunde weisen auf eine frühe Besiedlung der Gegend hin. Die ursprüngliche Bezeichnung Heynhotlz lässt darauf schließen, dass hier bereits zu vorchristlicher Zeit eine heilige Stätte zur Verehrung heidnischer Gottheiten existierte. Um 1400 entstand eine kleine Kapelle mit einem wundertätigen Marienbild. Dieses ging bei einem Brand verloren, aber Reste des mittelalterlischen Kapellenchors kann man bis heute in der Marienkirche bewundern.

Die evangelisch-lutherische Gemeinde St. Marien betrieb bis 2015 in zwei Gebäuden eine Kita und ein Gemeindezentrum. Die Bauten waren allerdings zu groß dimensioniert und konnten nicht kostendeckend betrieben werden. Deshalb entschied sich die Gemeinde, das alte Gemeindezentrums abzureißen und die sanierungsbedürftige Kita zu veräußern. Nachdem sich das Hannoveraner Büro ksw architekten + stadtplaner bei dem 2010 ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb durchgesetzt hatte, konnte der Neubau im letzten Jahr den Betreibern übergeben werden.

Der L-förmige Neubau ist rund zwei Drittel kleiner als die beiden Vorgänger. Er beherbergt in zwei separaten, eingeschossigen Baukörpern, eine 1.000 Quadratmeter große Kita und ein 250 Quadratmeter großes Gemeindezentrum. Die Baukosten von 1,5 Millionen finanzierte die Gemeinde durch den Verkauf des ehemaligen Kita-Gebäudes. Herzstück des Gemeindezentrums ist ein Saal, der in zwei Räume aufgeteilt werden kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit, eine Bühne aufzustellen. Die neue Kita bietet Platz für 90 Kinder und hat rund vier Millionen Euro gekostet. Die Finanzmittel stammen zum Teil aus den Mitteln der Städtebauförderung, der Rest aus einem Kredit.

Beide Volumen sind zur St. Marienkirche – dem neuen Mittelpunkt des Ensembles – ausgerichtet und bieten mit bodentiefen Fenstern in der Holzfassade beste Ausblicke. Die Kirche bleibt ob der niedrigen Höhe der Neubauten von der Straße aus weiterhin sichtbar. Zur vielbefahrenen Fenskestraße hin sind die Fassaden der Naubauten geschlossen und mit Naturstein verkleidet. Der zuvor wenig genutzte Wiesenbereich auf dem Areal wird durch die aufeinander Bezug nehmenden Bauten zu einer Art Quartierzentrum. (tl)

Fotos: Marcus Bredt


Dieses Objekt & Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:
BauNetz-Maps


Kommentare

4

STPH | 17.03.2020 13:47 Uhr

@auch ein

einer von meiner Sorte geht doch noch. Die Mischung macht s.
Gruß

3

auch ein | 17.03.2020 10:35 Uhr

architekt

@2 stph:

WAS IST LOS? Ich kann Sie verstehen!

Und nachvollziehen, Sie haben recht

2

STPH | 17.03.2020 08:14 Uhr

...

warum nicht öfter und viel kompakter die Kirchen mit Gemeinschaftseinrichtungen umgeben mit der Kirche gleichzeitig als Versammlungsraum.

1

auch ein | 16.03.2020 16:35 Uhr

architekt

sehr schön!

SO geht Umfassungswand, einfassend aber nicht abgrenzend.

Ein schöner Kirchhof zum Spielen und Aufenthalt für Alle .

 
Mein Kommentar
Name*:
Betreff*:
Kommentar*:
E-Mail*:

(wird nicht veröffentlicht)

Zur Durchführung dieses Service werden Ihre Daten gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben! Näheres erläutern die Hinweise zum Datenschutz.


Ab sofort ist die Eingabe einer Email-Adresse zwingend, um einen Kommentar veröffentlichen zu können. Die E-Mail ist nur durch die Redaktion einsehbar und wird nicht veröffentlicht!


Ihre Kommentare werden nicht sofort veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Regeln.




Alle Meldungen

<

16.03.2020

20.000 Tonnen Stahl überm Mosaik

Hotel und Ausgrabungsstätte im südtürkischen Antakya von Emre Arolat

16.03.2020

Razionalismo mit Skepsis

Vittorio Gregotti an Corona-Infektion gestorben

>
Baunetz Architekten
Helga Blocksdorf/Architektur
BauNetz Wissen
Holzhybrid
BauNetz Themenpaket
Sensible Siedlung
baunetz interior|design
Perfekte Proportionen
Stellenmarkt
Neue Perspektive?
vgwort