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05.04.2022

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Wissenschaftsstandort Heidelberg

Forschungsbau von gerstner + hofmeister


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Die Internationale Bauausstellung (IBA) Heidelberg befindet sich im aktuell letzten Projektjahr und schaut vom 29. April bis zum 10. Juli in ihrer Abschlusspräsentation auf die vergangenen 10 Jahre zurück. Unter dem Motto Wissen schafft Stadt widmet sich die Ausstellung dem Standortfaktor Wissenschaft. Denn Heidelberg beherbergt nicht nur die älteste Universität des Landes, sondern auch eine Vielzahl an Forschungseinrichtungen und Universitäten.

Mit dem EMBL Imaging Centre kam 2021 ein weiterer Standort für die Heidelberger Forschungslandschaft hinzu. Das Projekt wurde von dem orstansässigen Büro gerstner + hofmeister geplant und liegt an den Hängen des Königstuhls im Osten der Stadt. 2016 ging das Architekturbüro aus einem eingeladenen Wettbewerb als Sieger hervor.

Das international ansässige Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) wurde 1974 gegründet. Mittlerweile sind 27 Staaten an der Forschungseinrichtung mit Hauptsitz in Heidelberg beteiligt. Im Norden der Bestandsgebäude befindet sich nun das neue Imaging Centre der EMBL, das 2018 den Status als IBA-Projekt erhielt. Auf einer Bruttogeschossfläche von 6.500 Quadratmetern vereint das Forschungszentrum für Elektronen- und Lichtmikroskopie zwei Faktoren, die das Konzept der IBA Heidelberg aufgreifen: Zum einen beherbergt der Bau hochmoderne Labor- und Forschungsräume, zum anderen ermöglicht er Besucher*innen Einblicke in die Forschungsarbeit – denn zukünftig soll vor Ort auch eine Ausstellung über Molekularbiologie und Bildgebungstechnologien informieren.

Der Baukörper selbst besteht aus einer 40 mal 40 Meter großen, dreigeschossigen Halle und einem zweigeschossigen in den Hang eingebetteten Gebäudeteil. Dieser beherbergt Technik- und Laborräume, die von natürlicher Belichtung abgeschirmt werden sollten. Dem entgegen öffnet sich die quadratische Halle mit einer Glasfassade hin zum Außenraum. In ihrer Mitte befindet sich eine weitere, 28 mal 8 Meter breite und 6,5 Meter hohe Halle, in der modernste Mikroskope zum Einsatz kommen. Umlaufend bietet der quadratische Baukörper Platz für Seminar- und Büroräume als auch für Veranstaltungen und Besucher*innen. Die Finanzierung des Projektes erfolgte größtenteils über Bundesmittel, zusätzlich flossen Mittel des Landes Baden-Württemberg als auch von Seiten der Industrie- und Stiftungspartnern in das Vorhaben ein. Die Gesamtbaukosten beliefen sich laut Angaben der Planer*innen auf rund 34 Millionen Euro. (sla)


Fotos: Daniel Hofmeister, Julian Salamon, Luis Gerstner



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Kommentare

1

STPH | 05.04.2022 17:26 Uhr

...

Als erstes machte ein ungemein rühriger Manager beim Universitätsbau vor über 20 Jahren von sich reden. Ähnlich Herrn Kossak beim Hamburger Hafenprojekt. Es gibt doch immer wieder Macher.

 
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