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18.10.2019

Sommerfrische auf Schwedisch

Ferienhaus bei Malmö von Johan Sundberg


Nichts verkörpert in Schweden die Freude auf die Sommerferien so sehr wie ein eigenes Sommerhaus. Immerhin 51 Prozent der Bevölkerung verfügen über ein eigenes Häuschen, über 600.000 soll es in Schweden geben. Über das ganze Land sind die kleinen Hütten verteilt, die meist im klassischen Schwedenrot Falu Rödfärg gestrichen sind, einem Abfallprodukt der Kupfermine in Falun.

Es gibt aber auch zeitgenössische Adaptionen, die mit den selbstgezimmerten Hütten des letzten Jahrhunderts wenig gemein haben. Mit verantwortlich für diese Tradition dürfte das besondere schwedische Arbeitszeitsmodell sein, das Arbeitnehmer*innen den Anspruch auf vier zusammenhängende Wochen Urlaub während der großen Schulferien ermöglicht. So machen sich traditionellerweise jeden Sommeranfang zahlreiche Schweden auf, um den Sommer in der Natur zu verleben.

Das A und O eines solchen Hauses ist natürlich seine Lage. Von einer besonders einsamen Lage – auf Schwedisch „enskilt läge“ – kann man beim Summarhus T von Johan Sundberg Arkitektur (Lund) streng genommen nicht wirklich sprechen. Das Haus liegt im nordöstlichen Teil von Ljunghusen, circa 20 Kilometer südlich von Malmö. Der auf einer Halbinsel gelegene Ort mit seinem Pinienwald hat sich seit 1900, als die ersten Städter hier Hüttchen bauten, zu einer beliebten Feriendestination entwickelt.

Von oben betrachtet fühlt man sich bei den relativ dicht stehenden Einfamilienhäusern an eine amerikanische Siedlung erinnert, aber obwohl der Wald hier niedriger und lichter wird, sieht man durch die Glasfronten rund um das Sommarhus T mehr Pinien und kaum die Nachbarbauten. Dies mag an einer besonderen Regel liegen, die es bis heute beim Bau der Häuser zu beachten gilt: Das Ambiente der Region soll möglichst unverändert erhalten und die Häuser so rücksichtsvoll wie möglich in die Landschaft eingebettet werden. Auf einer umlaufenden Holzplattform lagernd, sieht das Sommarhus T tatsächlich so aus, als könnte man es einfach vom sandigen Waldboden wieder abheben.

Das bungalowartige Haus ist mit einheimischen Materialien durchgearbeitet und verfügt über drei Schlafzimmer mit je eigenem Bad, ein gemeinsames Wohn- und Esszimmer sowie eine Außenterrasse unter den großzügigen Dachüberständen. In der Ausarbeitung verbinden die Architekt*innen traditionelle und moderne Elemente skandinavischer Architektur mit einer dezidiert zeitgenössischen Umsetzung. (tl)

Fotos: Markus Linderoth


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