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09.03.2018

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Das tönt gut in Luzern

Enzmann Fischer planen Probenhaus


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Das Residenzorchester Luzern spielt in einem der weltbesten Konzertsäle, jedoch sucht es seit Jahren einen geeigneten Ort für seine Proben. Ein Neubau soll nun nicht nur einen eigenen Probesaal, sondern ebenso verschiedene Proberäume beherbergen. Die Gewinner des vorangehenden Architekturwettbewerbs für das Probenhaus mit angeschlossenem Zentrum für Kinder- und Jugendprogramme sind Enzmann Fischer & Büro Konstrukt AG (Luzern). Ihr Entwurf soll bis Ende 2019 realisiert werden. Bauherr ist die Stiftung für das Luzerner Sinfonieorchester, die Kosten für das Projekt sind vor allem dank privater Geldgeber gedeckt.

Das Gebäude ist einfach konstruiert: Die primäre Tragstruktur besteht bis zum zweiten Obergeschoss aus Ortbetonstützen, das darüberliegende Dachgeschoss ist als Stahlbau konzipiert. Mehrschalige Wände in Kombination mit doppelschaligen Fenstern schützen vor Geräuschen von außen wie auch innerhalb des Gebäudes. Die Fassade wird von einer Verkleidung aus Metallplatten umhüllt, deren Höhe nach oben hin zunimmt, sodass sich Übergänge zwischen den Geschossen und verschiedene Nutzungen ablesen lassen.

Entsprechend der benötigten Raumhöhen für akustische Ansprüche werden die Nutzungen gestapelt. Über dem Eingangsbereich im ersten Obergeschoss befinden sich die Einzelproberäume mit Höhen von je 3,50 Meter. Die Wände werden hier als raumhohe Träger ausgebildet und fangen die Lasten der oberen Geschosse ab, um sie auf die Stützen im Erdgeschoss weiterzuleiten. In der zweiten Etage ist die Tragstruktur zu einem grossen Teil in Stützen aufgelöst, hier befinden sich drei je 4,80 Meter hohe Registerproberäume. Im obersten Geschoss liegt schließlich das Herz des Gebäudes unter einem Sheddach: der Probesaal mit einer durchschnittlichen Raumhöhe von 10,50 Meter.

Für eine adäquate Raumakustik im Zusammenspiel von bis zu 80 Musikern wird ein Volumenbedarf von je circa 50 Kubikmetern zugrunde gelegt. Für die gleichmäßige Schallverteilung sind zum einen abgehängte Deckensegel geplant, zum anderen schallabsorbierende Vorhänge vor den Wänden. Die verkleideten Wandoberflächen erhalten eine geometrische Strukturierung, um Echoeffekte zu vermeiden und eine wohlklingende Nachklangtemperierung zu ermöglichen. (ksc)


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Kommentare

1

ratloser Hobbymathematiker | 13.03.2018 09:35 Uhr

Volumen des Proberaumes

"Für eine adäquate Raumakustik im Zusammenspiel von bis zu 80 Musikern wird ein Volumenbedarf von circa 50 Kubikmetern zugrunde gelegt."

Sind das 50 Kubikmeter je Musiker?
Bei 50 Kubikmetern Gesamtvolumen würde es etwas eng mit 80 Musikern.

Ansonsten schönes Projekt.

 
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Alles unter einem Dach: Probenhaus und Zentrum für musikalische Kinder- und Jugendprogramme.

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Der Probesaal unterm Sheddach soll 10.50 Meter hoch werden.

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Er wird flexibel nutzbar sein.

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Umgebungsplan

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