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25.02.2014

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Hof im Kleinen

Einfamilienhaus in Österreich


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Wenn Bauern sich aus dem Berufsleben zurückziehen, wechseln sie auf dem Hof in ein so genanntes Auszugshaus. Für einen solchen Alterswohnsitz im österreichischen Innkreis haben sich die Planer von Hohensinn Architektur an den regionaltypischen Vierseithöfen orientiert.

Es ist ein „Hof im Kleinen“ entstanden, der aus einem kompakten Gebäude und einem vielseitig nutzbaren Freibereich besteht. In Anlehnung an die landwirtschaftlichen Bauten der Nachbarschaft wurden die Fassaden mit unbehandeltem Tannenholz verkleidet. Zum Innenhof sind die Bretter dunkelgrau lasiert, die weiß lackierten Tür- und Fensterrahmen heben sich davon deutlich ab.

Der Bau steht auf einem geneigten Grundstück; die Architekten haben das untere Geschoss des Hauses deshalb in den Hang hinein geschoben. Hier liegen der straßenseitige Eingang, die Garage, Stauräume, eine Garderobe und ein Bereich für Gäste. Über eine Treppe gelangt man ins Obergeschoss und hier direkt in einen großen, zusammenhängenden Wohn- und Kochbereich. Er öffnet sich zum Innenhof nach Süden. Westlich schließt L-förmig ein Gebäudeflügel an, in dem Schlafzimmer, das Bad und Nebenräume liegen.

Der Freibereich schließt zur Landschaft mit einer präzisen Kante ab und bildet unterschiedliche Zonen aus: einen Sitzplatz, der durch das weit auskragende Dach geschützt ist, einen Gemüsegarten und eine Rasenfläche.

Das Thema Holz setzt sich im Inneren mit einer sichtbaren Brettschichtholzkonstruktion fort. Teilweise sind Möbel aus Eiche in die Architektur integriert. Modern und reduziert sollte das Gesamtbild des Hauses innen wir außen sein – wohnlich-warm erscheint es durch das viele Holz.

Fotos: Sebastian Schels


Kommentare

9

micha | 05.03.2014 10:43 Uhr

****

KLASSE !!!!

8

chop | 26.02.2014 19:31 Uhr

@oli

1. antiquiert heißt einfach altmodisch, überholt s. duden - und so ist's auch gemeint.
2. ok, differenzierter: ich halte es für antiquiert, an dieser stelle so zu bauen. das haus mag handwerklich gut gemacht sein, selbst das raumkonzept, die anlage für sich genommen, das ganze drumrum vergessen, ist sogar nicht mal unsympathisch - nur wo bitte kann man in der architektur und planung das drumrum vergessen, ausblenden ignorieren? - auch eine form von eskapismus. man kann ja meinetwegen weiterhin so tun als lebten wir im 19. jh oder zu spätroms zeiten und häuser beliebig in die gegend stellen, zersiedelung hin, infrastruktur- und engergiekosten her. aber zeitgemäß ist das bei zeus nicht mehr - und wer es bewerben will, muss sich halt kritik gefallen lassen, er darf's ja trotzdem weiter tun. mit dem hauskonzept ließe sich auch schön verdichtet bauen, halt ohne blick in die weite der prärie.
3. versteh' ich nicht

7

Bruno | 26.02.2014 18:35 Uhr

ausgeräumt

Ich kann leider bei jedem Bild nur auf den toten Rasen und die ausgeräumte Landschaft schauen. Das scheint offenbar auch zum Konzept zu gehören. Schade, dass sich das "wohnlich-warme" nicht auch im Außenbereich fortsetzt.
Größenmäßig ziemlich dekadent für einen Alterswohnsitz von vermutlich zwei Menschen - von einem Hof im Kleinen kann wohl keine Rede sein.

6

Oli | 26.02.2014 16:30 Uhr

@chop

Drei Sachen:
1. Antiquiert ist zunächst wertungsfrei und nicht - wie bei Ihnen - grundsätzlich negativ anzusehen.
2. Was, bitte schön, soll an dem Hauskonzept negativ alt sein?
3. unangenehme Kritik wird entweder mit Häme oder mit Vergleichen erwidert. Mal Süddeutsche hierzu lesen.

5

chop | 26.02.2014 15:41 Uhr

@hans

klingt ja schon nach zk: beifall klatschen oder klappe halten. und shitstorm ist auch was anderes. es geht einfach drum, dass es antiquierte architekturkonzepte gibt, die man auch kritisieren darf. heute süddeutsche lesen. sennett und so.

4

Designer | 26.02.2014 14:02 Uhr

gleiche Sichtweise

@ hans: Da hab ich nix hinzu zu fügen!

3

hans | 26.02.2014 11:54 Uhr

@ chop

...was soll die Gehässigkeit? Nur weil es kein Flughafen oder ein Hochhaus von Gehry ist, das wieder einen shitstorm der seinesgleichen sucht auslöst muss das vorgestellte Projekt hier nicht falsch sein. Und wenn es Sie nicht interessiert müssen sie es sich ja nicht anschauen, geschweige denn die Mühe machen es zu kommentieren.

Schönes Projekt landschaftsverbrauch hin oder her, könnte auch ein Rapsfeld sein.

2

chop | 26.02.2014 10:49 Uhr

wolkenkuckucksheim

Schade, dass das Baunetz immer wieder solche Sachen veröffentlicht, die uns inhaltlich einfach nicht weiter bringen. Private Wolkenkuckucksheime in der privatisierten Prärie. Wenigstens den Schnecken wird's schmecken im "Gemüsegarten".

1

peter | 25.02.2014 15:39 Uhr

hof im kleinen

zersiedelung, ästhetisch.

schönes haus, warme materialien, toller ausblick. aus sicht des landschaftsverbrauchs leider mangelhaft, da helfen auch die ökologischsten baustoffe nicht weiter.

 
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