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14.07.2021

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Mini-Campus

Einfamilienhaus in Aarhus von C.F. Møller Architects


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Ein Universitätscampus als Inspiration für ein Einfamilienhaus? Warum eigentlich nicht. Für die von C.F. Møller Architects (Aarhus) entworfene Villa E in Aarhus diente jedenfalls ein solcher als Vorbild. Dabei griffen die Architekt*innen auf einen hauseigenen Entwurf zurück, der bereits aus dem Jahr 1931 stammt: Pate stand die Universität Aarhus – ein weitläufiges Hochschulgelände mit verschieden großen Giebeldachbauten aus gelbem Mauerwerk.

Die Villa E befindet sich in einem leicht hügeligen Viertel mit kleinen, freistehenden Häusern im Norden von Aarhus. Wie das Campus-Vorbild erinnert die Komposition des Hauses, bestehend aus vier einfachen Baukörpern mit Giebeldach, an die einfachen Holzhäuschen eines Städtebaumodells. Ein großer zweigeschossiger Bau bildet das Hauptvolumen, ergänzt durch drei kleinere Bauten, die jeweils über zwei Ebenen angelegt wurden. Dabei erscheinen Dach und Fassade, verkleidet mit handgestrichenen Ziegeln in unterschiedlichen Rottönen, wie aus einem Guss.

Das Haus folgt dem abfallenden Gelände des Grundstücks. Straßenseitig führt eine Auffahrt unter dem Haus hindurch zu Garage und Keller. Daneben gelangt man über eine Treppe, ebenfalls aus Backstein in unterschiedlichen Rottönen, hinauf zum Eingang. Hier befindet sich der zentrale Bereich des Hauses, wo die Familie zum Kochen und Essen zusammenkommt. Der zweigeschossige Raum öffnet sich nach oben hin über eine geschwungene Decke mit großzügigem Oberlicht. Vier Kinder- und Jugendzimmer werden von diesem Bereich aus erschlossen. Nach unten gelangt man ins Wohnzimmer, das sich ebenerdig auf Gartenniveau befindet, sowie zum Elternbereich mit Schlafzimmer, begehbarem Kleiderschrank und Badezimmer. Im Untergeschoss wurden neben der Garage noch ein Hobby- und ein Hauswirtschaftsraum untergebracht.

Die roten Ziegel finden sich in Form von Backsteinwänden als wiederkehrendes Element im Inneren der Villa wieder. Helle Eiche ergänzt den wohnlich gemütlichen Charakter des Hauses: Außen wird sie als Rahmen für die Gartenhäuser und Tore verwendet, im Inneren für Fensterbänke, Türen, Decken und Fischgrätböden. In den drei Bädern kam heller Naturstein zum Einsatz. Das 261 Quadratmeter große Haus wurde in Holzbauweise auf einem Betonfundament errichtet. (dsm)

Fotos: Julian Weyer


Kommentare

1

Mainzer | 14.07.2021 16:12 Uhr

Treppen

.... Treppen steigen hält fit. Und diese sind auch handwerklich wirklich schön gemacht. Obgleich die Auseinandersetzung mit den Höhen und Funktionsbereichen in Teilbereichen fraglich erscheint. Die Abfahrt in die Doppelgarage ins UG schwächt die Straßenansicht unnötig. Weniger ist doch manchmal mehr.

 
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