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14.03.2022

Olympische Arena in Santa Giulia

David Chipperfield Architects und Arup planen in Mailand


Das Unternehmen CTS Eventim kennen viele dank digitaler Ticketkäufe von Kino bis Konzert. Weniger bekannt ist, dass das Unternehmen mit Sitz in München auch selbst Veranstaltungsorte betreibt. Dieses Segment wird kontinuierlich ausgebaut und findet in vier Jahren in Mailand einen ersten Höhepunkt. Dort wird Eventim im Retortenstadtteil Santa Giulia bis Ende 2025 eine neue Multifunktionsarena errichten, die zunächst eine olympische Nutzung erfährt. Verantwortlich für die Gestaltung sind David Chipperfield Architects mit ihrem Berliner Büro in Zusammenarbeit mit Arup.

Der Stadtteil Santa Giulia entsteht in Mailands südöstlicher Peripherie auf zwei alten Industriearealen mit insgesamt knapp 300 Hektar Fläche. Für die Planung verantwortlich sind Foster + Partners, die das Projekt bereits seit Anfang den Nullerjahren betreuen. Der erste Teil mit viel Wohnen, aber auch Einzelhandel, Hotels und Büros – unter anderem hat Sky Italia hier seinen Sitz – wurde bereits fertiggestellt. Auch eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gibt es deshalb schon. Nun folgt der zweite Abschnitt, der mit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren zunächst ins Stocken geraten war. Die Ausrichtung der Winterolympiade 2026 wird nun zum Beschleuniger für das Gesamtprojekt.

Die geplante Arena ist in diesem Kontext ebenfalls als Austragungsort vorgesehen. Hier werden die Eishockeywettbewerbe stattfinden. Die Kapazität des Neubaus im nordöstlichen Bereich des Areals soll rund 16.000 Plätze betragen. Rund um das Gebäude sind weitere 10.000 Quadratmeter für Outdoor-Events vorgesehen. Die Architekt*innen wählen für das Projekt eine elliptische Grundform, über der sie die Arena in Form von sich weitenden Ringen entwickeln. Das erinnert entfernt an die Handball-Arena von Auer Weber in Aix-en-Provence, wenn auch in einer ganz anderen Maßstäblichkeit.

Im Inneren des Komplexes wird im Sockel geparkt, während darüber die regulären Sitzbereiche angeordnet sind, gefolgt von Lounges und VIP-Boxen. Auf dem Dach werden außerdem Solarzellen und in die Fassade aus Aluminiumröhren LED-Elemente integriert. Interessant ist, dass das Gebäude mit seinen Fensterbändern auf den Visualisierungen weniger wie eine Arena denn wie ein Bürogebäude wirkt. (sb)


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