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06.12.2022

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Höchster Turm der EU

Bürohochhaus von Foster + Partners in Warschau


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Als höchster Wolkenkratzer Europas gilt das 462 Meter messende Lakhta Center in St. Petersburg. Den Rekord innerhalb der Europäischen Union hingegen hält seit kurzem der Varso Tower in der polnischen Hauptstadt. Entworfen von Foster + Partners (London), bietet der 310 Meter hohe Turm auf 70.000 Quadratmetern nicht nur Büroflächen, sondern auch zwei Aussichtsplattformen und ein Panoramarestaurant. Verantwortlich für die Statik wie auch die Gebäudetechnik des Turmhauses, dessen 53 Etagen unter anderem durch zwölf doppelgeschossige Aufzüge erschlossen werden, war das Buro Happold (Warschau).

Nicht weit vom Hauptbahnhof gelegen, befindet sich der Wolkenkratzer gleichzeitig in unmittelbarer Nähe des Kulturpalasts, der damit als einstmals höchstes Gebäude der Stadt endgültig abgelöst wird. Nicht zuletzt eine Machtdemonstration Moskaus, hatte dieses fragwürdige Geschenk an die polnische Bevölkerung seit den 1950er-Jahren die Warschauer Stadtsilhouette bestimmt. Nachdem der stalinistische Bau in den vergangenen Jahren durch die Errichtung zahlreicher Türme – zu denen auch das Hochhaus Zlota 44 nach Plänen Daniel Libeskinds gehört – bereits an Dominanz eingebüßt hatte, ist nun mit dem Varso Tower ein weiterer Konkurrenzbau entstanden. Dass das markante Gebäude des sozialistischen Klassizismus nichtsdestotrotz der wichtigste Fixpunkt im städtebaulichen Kontext bleibt, belegen die Aufnahmen von der Turmspitze des Neubaus.

Mit der Fertigstellung des Wolkenkratzers gelangte auch das mit Varso Place betitelte Projekt zu einem Abschluss. Unmittelbar an den Turm angrenzend sind auf dem Areal, das im Zweiten Weltkrieg durch die Wehrmacht verwüstet worden war, zwei weitere Trakte von geringerer Traufhöhe entstanden. Geplant durch HRA Architekci (Warschau), bieten die beiden Bauten nebst Büroräumen und Geschäftsflächen auch ein Hotel sowie ein Innovationszentrum, das etwa Unternehmen der Biotechnologiebranche beherbergt. (ree)

Fotos: Aaron Hargreaves (Foster + Partner), HB Reavis



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Kommentare

5

Turm & Bauer | 07.12.2022 12:05 Uhr

Aus der Schublade

Als ich vor 20 Jahren bei F+P gearbeitet habe, haben wir solche Türmchen am laufenden Meter für den asiatischen Markt entworfen, dementsprechend wirkt dieser hier völlig aus Raum und Zeit gefallen. F+P haben gerade in den USA bewiesen, dass sie das auch deutlich besser können, aber es hängt halt auch vom Bauherren ab...

4

Ulknudel | 07.12.2022 09:18 Uhr

Karl

Was ist mit den 1,77 Mio. Warschauern? Muss, darf, kann, soll es denen auch gefallen?

3

Karl | 06.12.2022 23:06 Uhr

???

Wie viel Foster da dabei ist, fragt sich. Er ist mittlerweile 87. Das Teil ist ein Pflock im Boden. Da zählt die Geste, die Form ist nur im Umriss relevant. Steht man südlich, östlich,nördlich vom Artefakt ? das ist ablesbar. Warum nicht, wenn es dem Nutzer und Bauherrn gefällt. Insofern wurde der Genius Loci eingefangen.

2

arcseyler | 06.12.2022 17:44 Uhr

.....

Interessant. Ein Turm der von allen Seiten anders aussieht. Wirkt fragil

1

auch ein | 06.12.2022 15:58 Uhr

architekt

ein wirklich wenig eleganter turm.
sieht aus wie die drumherumstehenden.
die lobby eher wie eine ost-chic-renovierung.

nur weils das höchste ist, ist es noch lange nicht gut

und an den grundrissen, insbesondere die der oberen geschosse, sieht man, wie absurd das verhältnis nutzfläche / erschliessung ist. das hochhaus ist nicht die lösung. da kann der lord aber nix dafür.....

 
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