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08.06.2007

Axel Müller-Schöll, ManuSkript

Bücher im BauNetz


Wer in seiner Jugend die Comic-AbenteuerEntenhausens verschlang, hat sich vielleicht auch ein solches Pfadfinder-Handbuch ersehnt, das Tick,Trick und Track immer überallhin begleitete und Antworten auf all ihre Fragen wusste. Den Problematiken zu den Themen Design, Architektur, Innenarchitektur und Kunst jedenfalls nimmt sich jetzt ein kleines schwarzes Hand(taschen)buch an: Der ultimative Begleiter für sämtliche Gestaltungs-Abenteurer namens „ManuSkript“ liegt in ansprechendem Layout und Einband mit praktischem Gummiband à la Skizzenbuch in den Buchläden.


Der Rat- und Ideengeber wurde von Axel Müller-Schöll, Professor für Entwurf an der Burg Giebichenstein in Halle, in Zusammenarbeit mit anderen Hochschul-Dozenten zusammengestellt. Wie aber benutzt man so ein Buch nun? Schlägt man es an beliebiger Stelle auf, blättert ein wenig und liest, wird man feststellen, dass man immer wieder dazulernen kann. Der Band vermag zu inspirieren, etwa mit eingestreuten, mal auflockernden, mal anspruchsvolleren Essays oder kurzen Besprechungen von Studentenprojekten der Burg, jeweils bezogen auf die Themenschwerpunkte der entsprechenden Kapitel. Ob es allerdings als ernsthaftes Nachschlagewerk dienen kann, muss ein Jeder für sich entscheiden.


Aufgrund der großen Bandbreite der Themen, von Farbtheorie über Grundlagen der Statik bis hin zugebräuchlichen Hotelkategorien, und dem kurz gehaltenen Charakter des ManuSkripts, gelangen die Hinweise nicht über ein gewisses Informationslevel hinaus – nicht schlimm für einen handlichen Ratgeber.


Der ist nach Aussage der Autoren als „offenes System“ gedacht, welches mit seinen Essentials Appetit machen soll. Der gemeine Student wird die Lektüre eventuell neben seinen Rechner platzieren und damit sicher auch einige Post-its weniger an die Schreibtischlampe heftenmüssen. Der Architekt oder Designer wird es wohl eher auf dem Nachttisch liegen haben, um gelegentlich darin zu blättern, dabei vielleicht schmunzeln oder erstaunt die Augenbrauen heben. Als Gestalter-Lexikon derweil wird es ihm wahrscheinlich weniger dienlich sein denn als Schmöker- sowie als Notiz- und Skizzenbuch. Mit der interessanten zusätzlichen Idee nämlich, dieses Buch auf vielen eingefügten Leerseiten als letzteres verwenden zu können, wächst es vom passiven Ratgeber zum persönlichen Gedanken-Pool. Die Idee der Herausgeber, in einigen Jahren eine Ausstellung mit gefüllten ManuSkript-Seiten zu kuratieren, macht jedenfalls neugierig auf die Essentials seiner Nutzer und darauf, es selbst zu benutzen und Seiten zu füllen…(Andrea Böhm)



Zum Thema:

Axel Müller-Schöll, ManuSkript
Hrsg. Burg Giebichenstein Hochschule
für Kunst und Design Halle,
idea… Institut
Konzeption Axel Müller-Schöll,
Gestaltung Katja Fliedner
Birkhäuser Verlag, Basel, 2007
304 Seiten, farbige Abbildungen,
ISBN 978 3 7643 7819 6
29,90 Euro


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