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09.12.2013

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Wo Architekten arbeiten

Bücher im BauNetz


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Zeig mir wie du wohnst, und ich sage dir, wer du bist. Auch die Ateliers von Künstlern, Studios von Designern und Büros von Architekten sind ebenso interessant, spiegeln sie doch als eingerichtete Visitenkarte die Haltung jener, die hier arbeiten und Kreatives schaffen. Chaos oder Ordnung? Etagenwohnung, Ladengeschäft oder eine ehemalige Industriehalle? Und welchen Ausblick hat man vom Schreibtisch der Macher?

Etwa vor einem Jahr, im November 2012, hatte die Bauwelt eine Ausgabe über die Büros der Architekten herausgebracht (Heft 44.2012). Da der Rücklauf aus den Anfragen an über 200 Architekten, national und international, den Rahmen eines Bauwelt-Hefts schnell sprengte, ist nun zu dem Thema eine zweite Publikation erschienen. Hinter dem etwas nüchternen Titel „Wo Architekten arbeiten“ verbirgt sich ein gut recherchiertes Bilderbuch. Die Fotos der Innenräume und Außenaufnahmen der 76 abgebildeten Büros werden durch grafisch vereinheitlichte Grundrisse im Maßstab 1:333 ergänzt, die eine Vergleichbarkeit der Büros ermöglichen – ein roter Punkt markiert in jedem Plan den Platz der Chefs.

Da die Fotos von den Architekten selbst eingereicht wurden, bekommen die Einblicke in die Büros den Charakter einer inszenierten Botschaft. Manchmal sind alle Schreibtische leer, und eine beruhigende Stille erfüllt den Raum. Auf manchen Fotos wird nur im Hintergrund an Modellen gearbeitet oder am Computer geklickt. Wirklich lebendig wird es, wenn Haustiere den Vordergrund zieren: wie die in die Kamera schnurrende Katze bei Arno Brandlhuber – Tierhaarallergien darf man hier als Mitarbeiter kaum haben. Auffallend ist das Studio von Ole Scheeren: Auf diesem Foto wuseln asiatische und europäische Architekten in einem Großraum durcheinander, in dem weißgraue Modelle wie Pilze aus dem Boden wachsen und die Angestellten in ihren längsgestreiften Hemden an Sträflinge erinnern.

Ganz ohne Worte ist dieses Bilderbuch aber nicht. Den Abschluss bildet ein Essay über den Typus Architekturbüro, der von Klaus Jan Phillipp, Kyra Bullert, Chrissie Muhr und Raoul Humpert geschrieben wurde. Da die vier Autoren gleichzeitig auch die Kuratoren der Ausstellung „Mythos Architekturatelier“ sind, die Anfang des Jahres in Stuttgart zu sehen war, ist dieser Text ein zufälliger Rahmen, der perfekt passt.

Herausgeber Nils Ballhausen und sein Team geben mit diesem Buch einen reich bebilderten Querschnitt durch die aktuelle Architektenszene zum Blättern und Schmökern – eine Art Familienalbum, das sich im Übrigen auch gut verschenken lässt. (jk)

Wo Architekten arbeiten / Where Architects Work
Herausgegeben von Nils Ballhausen
Birkhäuser, Basel; Bauwelt, Berlin
256 Seiten, Softcover
Deutsch/Englisch
39,95 Euro

www.birkhauser.com


Zum Thema:

Kajüte, Freiraumwerkstatt oder schmaler Schlauch: Was das Atelier über den Architekten, seine Arbeitsweisen und Werke erzählen kann, lesen Sie in der Baunetzwoche#306 „Mythos Architekturatelier“


Kommentare

4

auch ein | 10.12.2013 15:07 Uhr

architekt

ja ich kenn den ole!

und auch wenn ich ihn NICHT kennen würde darf man so was sagen oder?

welcher scheff würde so ein foto seines büros veröffentlichen lassen, wenn es nicht zumindest satirisch wäre ?

3

Mario Mertens | 10.12.2013 13:02 Uhr

Naja

Naja, Herr Ole von Scheeren war das dann mit der ''inszenierten Botschaft'' den die Chinesischen Bauherren bzw. die Regierung vergibt keine Projekte an Büros in denen so gearbeitet wird.

2

Dieter Breiter | 10.12.2013 10:18 Uhr

@ "auch ein architekt"

Mensch "Auch ein Architekt". Vorsicht es wird persönlich. Darf ich fragen wer Sie sind ? Kennen Sie den Ole ?

1

auch ein | 09.12.2013 17:13 Uhr

architekt

mensch ole, räum mal auf !

das ist ja selbst für chinesische verhältnisse unwürdig !

 
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