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26.04.2011

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Wolkenpromenade in Sevilla

Bildstrecke zum Metropol Parasol von J. Mayer H.


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Für manche Projekte braucht man einen langen Atem. Die Architekten von Jürgen Mayer H. und die Ingenieure von Arup mussten in Sevilla besonders lang die Luft anhalten. Im Juni 2004 hatte das Team den Wettbewerb für die Neugestaltung der Plaza de la Encarnación in Sevilla gewonnen, Baubeginn war bereits im Mai 2005. Erst kürzlich ist das neue Wahrzeichen mitten in der Altstadt von Sevilla gelandet und wurde nach und nach von den Baugerüsten und Kränen befreit (siehe BauNetz-Meldung vom 20. Dezember 2010). Am 27. März 2011 wurde das Projekt „Metropol Parasol“ feierlich zu den Passionsspielen eröffnet.

Mit der Anmut einer organisch gewachsenen Struktur schwebt nun das monumentale, 5.000 Quadratmeter große Wolkendach über dem ehemaligen Marktplatz. Sieht man nur die Luftbilder, könnte man meinen, jemand habe sich im Maßstab geirrt – fast etwas brutal frisst sich dieser auffällige Fremdkörper in die Altstadtstruktur. Doch gerade dieser offensichtliche Größenwahn macht das Projekt zum Wahrzeichen Sevillas und zur neuen Architekturikone Spaniens.

Um die Parasoles überhaupt bauen zu können, wurden die riesigen Sonnenschirme in ein orthogonales Raster von 1,5 mal 1,5 Metern aufgelöst – karierte Schatten fliegen über den Platz. Nicht aus Stahl, sondern aus Holz wurde die dreidimensionale Netzgeometrie auf einem Betonfundament errichtet. Mit Abmessungen von etwa 150 Meter Länge, 75 Meter Breite und bis zu 28 Meter Höhe zählt das Bauwerk heute als die weltweit größte Holzkonstruktion. Rund 3.000 Kubikmeter finnische Fichte wurden in den sechs Stielen und dem Dachensemble verbaut. Um die Parasoles vor Witterungseinflüssen zu schützen, wurden alle Konstruktionselemente mit einer Schicht aus cremefarbenem Polyurethan überzogen – deshalb wirkt die riesige Gitterstruktur auch wie aus einem Guss.

Die Riesenschirme bringen Sevilla natürlich nicht nur Schatten, sondern auch weitere attraktive Nutzungen: Im Untergeschoss ist ein archäologisches Museum untergebracht, auf der Ebene über dem Platz befindet sich eine Markthalle, darüber ein Restaurant, während auf der vierten Ebene ein 400 Meter langer Panorama-Rundgang auf der Dachstruktur weite Blicke über die Dächer der Altstadt Sevillas bietet. Alle Ebenen sind durch einen Steg miteinander verbunden, der sich unter den einzelnen Schirmen hindurchschlängelt.

Mit der Platzgestaltung in Sevilla haben Jürgen Mayer H. Architekten eine riesige urbane Skulptur entwickelt, die völlig neue Räume einer gewachsenen Stadt definiert. Vielleicht kann man sogar von einer neuen Typologie der Platzgestaltung sprechen, einem vertikalen Platz mit einer Wolkenpromenade, der einen bewussten Kontrast zur Altstadt bildet. Es ist eine dieser Visionen, die heute technisch realisierbar sind. Am Ende hat sich der lange Atem schließlich gelohnt. (jk)

Fotos: David Frank


Video:



Zum Thema:

Im ARCHlab-Video spricht Jürgen Mayer H. über Metropol Parasol in Sevilla. Die Videoreihe ARCHlab ist eine Koproduktion von BauNetz und Prounen Film, mit freundlicher Unterstützung des Goethe Instituts und der Firma GIRA. Alle Videos sind wahlweise in Originalfassung oder mit deutscher und englischer Synchronisation abrufbar. Mehr Filme gibt es hier .



Download der BAUNETZWOCHE#162 „Biegen statt Brechen: Digitaler Holzbau”
Objektbericht und Videoclip Metropol Parasol im Baunetz Wissen Sonnenschutz
Zum Gespräch mit Jürgen Mayer H. auf Designlines.


Dieses Objekt & Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:
BauNetz-Maps


Kommentare

36

S.Roosen | 28.02.2013 16:02 Uhr

Parasol Sevilla

...fahre morgen hin u. sehe mir dieses Bauwerk an - bin sehr gespannt ( aber leider nicht unvoreingenommen - allein der Name den Herr Mayer für sich kreiiert hat spricht doch schon für sich ! ...wenn man dann noch an den bis dato gebauten modischen Grusel denkt.....

35

Bleistiftanspitzer | 09.06.2011 18:42 Uhr

Sonnenbrand

Schade, dass man hier keine Bilder als Kommentar setzen kann. ich hätte zu gerne einem Parasolanbeter die Auswirkung eines karierten Schatten ins Gesicht gezeichnet (z.B. Bild3/30) ... "und den daraus enstehenden sanften Fluss der Formen" (rübenstrauch-inesisch).
Ob ein solcher sanft fliessender Sonnenbrand wohl weniger schmerzhaft ist?

34

Antipode | 09.06.2011 17:49 Uhr

spanische Plätze

als das Projekt noch ein Projekt war fieberte ich der Fertigstellung gespannt entgegen (obwohl ich den Architekten wegen seiner nur die Oberfläche berücksichtigenden Effekte nicht schätze, Werbegrafikerentwürfe).
Skelettkonstruktionen sind ein jedoch reizvolles Thema und ich hoffte hier einen verrückten und guten Versuch entstehen zu sehen. Mutig war das Projekt schon.

Wie gelungen die Realisierung wirklich ist will ich nicht aus Fotos ableiten (die brutalsten Gebäude geben oft die besten Fotos, Casa do musica, Porto).
Zwei wesentliche Punkte aber sprechen eher für die Glaubwürdigkeit der ablehnenden Kritiken der Kommentatoren die vor Ort waren:
1. die Unterkonstruktion dieser nur vorgeblichen Holzkonstruktionen ist derart massiv, riesenhaft und brutal (ich sah sie in Sevilla entsetzt im Original vor 2 Jahren), das die eigentliche Gitterung aus Holz nur eine wahrscheinlich schlechte Verblendung ist. Die handwerklichen Ausführungen die man schon sehen konnte waren erschreckend schlecht. Wenn schon Holzkonstruktion, dann auch substantiell. Die vorgeblendeten Holzteile alter anders als die Unterkonstruktion. Diese Schirme werden keine Chance haben schön zu altern. Hätte man den Mut gehabt diese Skelette aus Holz zu konstruieren, dann hätte es aus dem Material heraus ein sinnvolles entwerferisches Regulativ gegeben, dass auch die Maßstäblichkeit garantiert hätte.
2. Die Spanier sind oft sehr schnell und mutig in neuen Platz- und Stadtumbauten (siehe Barcelona). Dies hat positive Effekte, aber auch sehr negative.
Schaut man sich diese Umgestaltungen heute an (Expo, Olympia, Strandpromenade, Kulturforum, etc.) dann trifft man auf ziemlich verrottete Zeugnisse eines flüchtige Zeitgeschmacks. Soll heißen, diese in Echtzeit gebauten Gebilde werden nie gepflegt und entwickeln sich manchmal zu gruseligen Peripheriemonstern. Insofern stehen die Karten für diese Pfifferlinge schlecht.

Auf jeden Fall aber möchte ich mir die Dinger mal ansehen und die Wirkung erfahren. Direkt neben diesen Konstrukten stehen zwei riesige Lorbeerbäume, die gewissermaßen die echten Vorbilder dieser synthetischen Bäume sind.


P.S. würdelose Beleidigungen anderer Kommentoren, wie von "elfenbein" an "klaus" gerichtet sollten nicht in dieses Forum gehören.


33

alejandro | 26.05.2011 14:03 Uhr

demonstriert???

ja demonstriert gegen die parasol.
es ging gegen geldverschwendung in der stadt.

32

Heiner Fosseck | 22.05.2011 15:41 Uhr

Sonnenschirm Parasol

Das können sie im Süden besser: Urbane Platzgestaltung . Parasol! Ein formenreicher duftiger heller Sonenschirm, der einen schmutziggrauen Parkplatz zur sehenswerten Plaza veredelt. Bravo für den Mut der Stadtväter.
Hier trift sich jetzt die Jugend. Hier wird demonstriert. Was will man mehr?
Heiner Fosseck

31

JBK | 10.05.2011 14:51 Uhr

Werter Dino(saurier?)

lesen hilft: Meine Wenigkeit sprach doch im Gegensatz zu Ihnen garnicht von "Fachleuten". Ich erwähnte im Gegenteil die weitgehende Einhelligkeit bei der Jury, den verantwortlichen gewählten Bürgervertretern und den Bürgern vor Ort, die im übrigen ganz gut dokumentiert ist. Es gab nach meiner bescheidenen Kenntnis keine wesentliche Kritik an dem Ergebnis, keine entstellenden "Nachbesserungen", keine Bürgerbegehren oder Pressekampagnen dagegen oder ähnliches. Das Projekt wurde eigentlich ziemlich treu so umgesetzt, wie seinerzeit im Wettbewerb geplant und wird vor Ort (und auch in der landesweiten spanischen Presse) so weit mir bekannt sehr positiv aufgenommen. Die Ziele wurden im Vorfeld internationalen Wettbewerbes klar formuliert (und später beibehalten) und man war offensichtlich der Meinung, dass dieser Entwurf ganz besonders in der Lage sein wird, die gestellten Anforderungen zu erfüllen. (Ohne Rücksicht auf die "verlässlichen" BigNames wurde ein junges unbekanntes deutsches Büro beauftragt!) Dann hat man sehr konsequent agiert und mit viel Enthusiasmus an der kniffeligen und kostspieligen Umsetzung gearbeitet (Holzbau in Spanien!) und etwas bis dato wahrlich Neues und Einzigartiges geschaffen. Wer sind denn nun ausgerechnet Sie, dass Sie so schnöselig den Menschen dort vorwerfen, sie würden falsch liegen? Ich alleine weiß z.B. schon von vielen Menschen, die zukünftig nur deshalb nach Sevilla fahren werden, um den neuen Platz zu besichtigen. Mich eingeschlossen. Wenn das kein Tourismusmagnet wird!
Beim angeblichen Stadt(luft)schloss nun von einem "demokratischen" Prozess zu sprechen, ist dagegen ein ziemlich lauer Witz. (Wobei es allerdings ziemlich "wurschtegal" ist, ob man zu diesem Unsinn demokratisch oder par ordre du mufti gelangt. Quatsch bleibt eben Quatsch!) Aber wenn, dann ist doch schon die Empfehlung, ein modernes Gebäude (ohne Kenntnis von Nutzung und Inhalt) mit drei historisierenden Fassaden zu errichten, unter einigermaßen fragwürdigen Umständen im Deutschen Bundestag zustande gekommen (nachzulesen in der Bundestagsdrucksache 14/9660 vom 4. Juli 2002 und der Bundestagsdrucksache 15/2002 vom 13. November 2003). Von den ganzen weiteren Peinlichkeiten und Ungereimtheiten, der massiven und anhaltenden Kritik an dem Verfahren und der Entscheidung für eine fade "Retro"-Architektur als solche ganz zu schweigen. Von einem tragfähigen gesellschaftlichen Konsens in dieser Debatte (ich unterstelle, das meinen Sie mit "demokratisch") ist man sowohl in der Berliner Bevölkerung, als auch bundesweit Lichtjahre entfernt. Diesen Unterschied zu dem realisierten Projekt in Sevilla sollte man immerhin einmal zur Kenntnis nehmen, wenn man ihn schon nicht respektieren möchte. Hier hat es nämlich offensichtlich eine aufgeklärte und innovationsbereite Bürgerschaft (und dazu zähle ich die Politiker, Behörden, Nachbarn, Architekten, Ingenieure und wer sonst noch beteiligt war) geschafft, eine schäbige, unansehnliche Leerstelle im Stadtgefüge in einen spektakulären (ja! - das war der Wunsch!), aufregenden, polarisierenden und pulsierenden Ort zu verwandeln, der bestimmt viele Menschen in die Region locken und viel Geld in die Stadtkasse spülen wird. Die Nahtstelle zwischen nördlicher und südlicher Altstadt wird hier grandios neu besetzt und es sieht ganz so aus, als könnte dies allen dort zum mittel- und langfristigen Vorteil gereichen. Das mache denen erst einmal einer nach! Wer das altklug "dämlich" nennen will, versteht vermutlich nicht genug von Städtebau und Architektur, als dass es sich lohnen würde, mit ihm zu diskutieren. (In Berlin wurde inzwischen das "Jahrhundertprojekt" Stadtschlossatrappe erst einmal auf das Jahr 2014 vertagt. Dafür gibt es dort nun immerhin wenigstens statt eines Parkplatzes eine hübsche grüne Wiese.) Angesichts des spanischen Erfolges von "Aufgaben die von vorneherein falsch sind", zu schwadronieren, ist doch schlicht dünkelhaftes und eitles Geplapper. In diesem Sinne: ¡Viva las setas!

30

dino | 09.05.2011 22:38 Uhr

@JBK

Was soll denn der Vergleich mit dem Stadtschloss bringen?
Man kann sich hier doch auch vorstellen, dass beides dämlich ist, Parasoles UND Stadtschloss.
Und das Wettbewerbe nur gute Ergebnisse erzielen, nur weil dort Fachleute entscheiden, ist doch ein Widerspruch zu Ihren Ausführungen, denn beides, Parasoles und Stadtschloss, wurde demokratisch entschieden.
Manche Aufgaben sind eben von vornherein falsch. Deswegen haben sich am Stadtschlosswettbewerb viele Architekten verweigert. Im Falle der Platzgestaltung hier ist es wohl eher die Jury und der Architekt, die falsch liegen. Ein maßstäblich überzogener und formal zufälliger Entwurf.

29

Trafficpusher | 04.05.2011 23:49 Uhr

formverliebter größenwahn

Hey Fans dieser Atom-Pilz-Kolonie: Architektur ist nicht nur Geste.
PS Macht mal weiter Karriere auf Facebook.

28

JBK | 04.05.2011 18:15 Uhr

Die gleichen aufgeregten Töne

hat man vor knapp 40 Jahren auch schon gehört, als das Beaubourg eingeweiht wurde. (Mangelnde Kontextualität, Arroganz des Entwerfers, Stadtunverträglichkeit, Platzvernichtung...immer dasselbe nörglerische Lied.) Das wird sich vermutlich mit der Zeit legen. Größere Aufenthaltsqualität als der schäbige und ranzige Parkplatz, den es dort vorher jahrelang gab (toller Kontext) hat der Ort inzwischen allemal. Ich bin sicher, die Stadt (und damit ihre Bewohner) werden von dieser Architektur langfristig nicht zuletzt auch finanziell profitieren. (Das war übrigens eine der wesentlichen Forderungen der Auslober. Was an einem Wettbewerbsbeitrag, für den sich eine Jury und die Stadtväter und -mütter einstimmig entschieden haben, verantwortungslos sein soll, werde ich wahrscheinlich nie verstehen. Sind doch alles freie und mündige Bürger, die hier ziemlich konsequent und klug agiert haben. Aber die erst mal als "gedankenlos" beschimpfen. Die werden besser wissen, was für ihre Gemeinde gut ist, als ein paar naseweise, arrogante "Kritiker", die die Umstände vor Ort garnicht kennen.) In Berlin will man derzeit für eine halbe Milliarde ein gefälschtes Pseudoschloss errichten.....Die Zeit wird zeigen, wer hier auf´s richtige Pferd gesetzt und die Baukultur wirklich vorangebracht hat.)

27

L. Miller, München | 04.05.2011 11:03 Uhr

Parametrisch

Was soll eigentlich der Verweis auf parametrisches Entwerfen leisten? Das sagt doch überhaupt nichts über die architektonische Qualität aus. Kann ja sein, das hier ein gutes Beispiel parametrischen Entwerfens vorliegt. Das würde dann aber nur heißén, Hände weg davon. Abgesehen von der formalen Schwäche, dieser Entwurf ist vor allem verantwortungslos. Man kann dem (Beitrag 12), der sich das dort angeschaut hat, nur zustimmen. Hatte der Entwerfer keine Zweifel? Tut er immer alles, was nicht verboten
ist? Gab es keine Korrektur, wenigstens die Unmaßstäblichkeit zu korrigeren? Am Ende leider für Sevilla und besonders die Nachbarn sehr unerfreulich.

26

Andreas B. Berlin | 04.05.2011 10:40 Uhr

Platzgestaltung?

Es geht hier wohl mehr um Platzvernichtung.
War der Platz, war der Ort wirklich so furchtbar, dass man ihn mit einer derart brutalen Geste verdrängen musste? Was geht in einem Entwerfer vor, so arogant alle Kontextualität zu übergehen. Denkt mal an den Ausblick, an die Lichtverhältnisse, die die benachbarten Wohnungen nun ertragen müssen, und das alles für einen wirklich untalentierten lächerlichen Entwurf, der durch seine Zufälligkeit Jenseits jeder formaler Qualität liegt.

25

falken | 04.05.2011 10:25 Uhr

ich war vor Ort, zufällig

also Leute, schaut euch das mal vor Ort an: es ist einfach nur schrecklich, wie der Ort durch ein so überdimensioniertes Unding verunstaltet wurde. Das Ding ist unmotiviert und auch formal daneben. Es hat tatsächlich nicht die Schönheit, die die Bilder hier vorspielen wollen.
Ein dummfreches Gebäude. Man sollte eben nicht alles machen, was einem durch gedankenlose Bauherren erlaubt wird. Das ganze ist wirklich ohne Talent.

24

Laie | 02.05.2011 20:12 Uhr

Wunderbar!

Kann die bissige schlechte Kritik nicht teilen. Was in aller Welt ist denn daran "schwermütig"? Filigraner geht es doch fast nimmer. Kann aber nur nach den Bildern urteilen. Vor Ort war ich leider noch nicht.

23

eon | 01.05.2011 23:43 Uhr

...

wahnsinn!

22

solong | 01.05.2011 16:25 Uhr

...wenn so ...

die schöne neue welt ala "facebook - finde ich gut" aussieht ... dann ... ja was dann ... das ding ist schwermütig in der konstruktion ... ein merkwürdiges "pseudopilzgewucher" in der altstadt ohne jeglichen sinnhaften bezug ... überflüssig wie ein "kropf" ... schade das millionen für son eitles "gehabe" losgemacht werden aber die kulturszene immer weiter beschnitten wird ...

21

martin s | 29.04.2011 17:24 Uhr

Jedenfalls....

....brauchen die benachbarten Bewohner jetzt nicht mehr ihre Fenster zurammeln, der Sonnenschutz steht permanent und überdimensional vor der Latichte....

20

Akki | 29.04.2011 16:50 Uhr

Parasol

Mag man die "Parasol"-Struktur noch irgendwie als leicht oder als Objekt in der historischen Stadtstruktur mit viel guten Willen rechtfertigen können : Der Betonunterbau wirkt stadtzerstörerisch und einfach nur richtig schlecht, im wahrsten Sinne des Wortes grottenschlecht.

Für einen Jürgen Mayer ist es sicher das Beste was er je gemacht hat, seine sonstigen Bauwerke sind in noch viel grösserem Masse Stadtunverträglich. Auf der grünen Wiese oder am Stadtrand hätt ich nichts gegen einen solchen Parasol oder Skywalk, allerdings bitte mit einem schöneren Unterbau.

Zum Glück hat Sevilla viele schöne Plätze...

19

ARCSB | 29.04.2011 10:00 Uhr

Zukunft

@Niko
Das können Sie doch gar nicht wissen, oder sind Sie etwa Hellseher? Die Zeit hat schon viele Bauwerke, die zu ihrer Entstehung sehr umstritten waren, akkreditiert. Das Bauwerk mag Ihnen gefallen oder nicht, das wird auch bei zukünftigen Projekten so sein, aber sein Sie besser nicht zu kurzsichtig im Bezug auf die zeitlichen Entwicklungen.

Ich finde das Projekt im übrigen gut gelungen, zumindest nach den Bilder zu urteilen. Es schafft sehr verschiedene räumliche Qualtäten auf mehren Ebenen

18

Niko | 28.04.2011 16:49 Uhr

Geschwür

Ich kann die Euphorie der Vorredner in keinster Weise teilen. Es ist eine wucherndes Geschwür ohne jeden Maßstab in einer fragilen Altstadt.

Ein Vergleich mit der ikonographischen Wirkung des Eiffelturms lässt sich beim besten Willen (auch für die Zukunft) nicht erkennen.

17

Cranktunrner | 28.04.2011 11:59 Uhr

Endlich...

... kann auch ich mal den Hype um JMH verstehen. Sonst ja gerne obergrottig, hier schön und fast noch besser als in den Renderings! I like.

16

karlo | 28.04.2011 10:06 Uhr

architekturgeschichte

...hat jmh damit geschrieben. Eigentlich alle Bauwerke aus dieser polarisieren. Dein Effielturm wollten die Parieser (jetzt bitte nicht kalauerisch werden) direkt wieder abreißen (gut gut ist ein Ingenieursbauwerk, was ich den Architekten grad zuschreibe). Aber irgendwie erinnert mich dieses Bauwerk in Sevilla auch vom Ansatz her daran. Damals wurde auch mit den modernsten Mitteln ein Bauwerk erstellt, das Ikonenhaft für den modularen Stahlfachwerkbau wurde. Ich denke mal Sevilla wird dies für den parametrischen Entwurfsansatz in der Konstruktion werden.

Das schaffen nur sehr sehr wenige, von daher Hut ab!

15

Alexandros | 27.04.2011 17:24 Uhr

O M G

(von den plänen/fotos/renderings ausgehend) muss man sagen konzept – ästhetik - planung – umsetzung = genial!

schön das mal das gebäude und die renderings zusammen passen..

super lösung um einen ausgrabungsort vielschichtig zu beleben/bespielen und gleichzeitig wird ein wertvoller semi-outdoor raum erschaffen

14

Eddie | 27.04.2011 12:44 Uhr

...

Ich finde das Projekt gerade im Zusammenspiel mit der Altstadt sehr gelungen!

In Deutschland wäre so etwas nie möglich.
Da würden sich die Nörgler aller Schichten wieder vereinen und per Bürgerentscheid für Stillstand plädieren.

Glückwünsche nach Sevilla!

13

captain ahab | 27.04.2011 10:07 Uhr

wolkeneier

das wird er wohl wirklich nicht mehr toppen können; auf den photos sieht das wirklich alles sehr schön aus, ich bin echt vewundert wie gut das teil in die altstadt passt (photographisch), man müsste echt hin um das wirklich beurteilen zu können, so hier in meinem büro am rechner sieht es schon echt cool aus...

12

sevilla | 26.04.2011 22:29 Uhr

war von euch jemand dort?

das ist ein grauenhafes monstrum dass in die stadt gepflanzt wurde.

2 Wochen vor der Fertigstellung war ich zufällig gerade in Sevilla und bin durch Zufall auf die Kreuzung gestoßen , an dem dieses Monstrum stand. Als die Bilder dann des Eröffnungstermins die Runde gemacht haben konnte ich keinen Unterschied mehr feststellen...und dabei habe ich gehofft da passiert noch was...

mir tut es leid um die stadt sevilla,
das konstrukt gliedert sich keineswegs in das städtische gefüge ein, bildet lediglich einen wow-effekt wenn man um die häuser-ecke kommt.

viel holz vor der hütte ... für was?

11

miso | 26.04.2011 21:52 Uhr

klasse!

einfach toll, schöne fotos, in realität viel schöner als auf den sepiafarbenen-saurer-regen-renderings, die man bislang kannte. es wirkt insgesamt viel heller und leichter, als zu erwarten war.

klar, aus der luft sieht es recht gross und fremd im kontext aus, aus augenhöhe passt es sich jedoch überraschend gut ein und schafft einen tollen kontrast zur alten bebauung.

respekt, sehr gelungen.


10

David | 26.04.2011 19:35 Uhr

Hmm...

Zugegeben. Die Bilder sind sehr hübsch und rücken wohl so Manches ins rechte Licht. Man hat ja geradezu den Eindruck dieses Ding erweckt hier was zum Leben. Ich will gar nicht erst wieder eine strittige Diskussion anzetteln, aber am Geschmack scheiden sich die Geister. Ich finde es für mich persönlich alles andere als subtil, fragil und feingliedrig. Zudem außerordentlich plump. Mal abgesehen von einer anfänglichen Aufmerksamkeit bin ich auch wie viele andere gespannt wie dauerhaft diese Konstruktion sein wird... Der massive Betonsockel wirkt für mich jedenfalls nicht gerade einladend. Über den Kontext sollen sich vorerst auch noch andere streiten. Bin jedenfalls gespannt wie alles in natura aussieht.

Frage: (Ich weiß es nicht genau aber...) kann man bei diesem Entwurf tatsächlich von einem Parametrismus lt. seiner eigentlichen Definition sprechen? Bin mir da nicht so sicher.

9

elfenbein | 26.04.2011 18:59 Uhr

es ist...

...das beste, was ich zu diesem thema gesehen habe und ein meilenstein, an dem sich alle bereits realisierten und noch folgende gebaute parametrische modelle messen lassen müssen.
herzlichen glückwunsch nach sevilla, und herzlichen glückwunsch nach charlottenburg, lieber jürgen.

ps: herrn "klaus" empfehle ich eine schleunige therapeutensuche... ;-)

8

auch ein | 26.04.2011 18:30 Uhr

schirm

leicht ????

was soll das ding ?
ich habs schon als wettbewerb nicht kapiert.
"in echt" weiss ich noch weniger was das soll....


kunst ?

aber das positive: man sieht wo juergen meyer h. (was soll das heissen?) mal angefangen hat bevor er fensterbänder bissle rundgelutscht hat....

7

Peter | 26.04.2011 18:21 Uhr

ohne Wertung

Wahnsinnig... gut oder schlecht, das wird sich wohl noch zeigen...

6

eduard | 26.04.2011 17:33 Uhr

james bond

...wird sich schon freuen, im nächsten film über den skywalk zu rennen und alle nieder zu ballern.
ich finde es großartig! der beste j. mayer h. !
das wird er nicht toppen können!

5

hotte thorn | 26.04.2011 17:18 Uhr

eigenständig und zeitlos

ich denke, innerhalb der vielen freiform und parametrie projekte wird metropol parasol auf jahrzehnte einen eigenen charakter bewahren und sich seinen platz in der reihe der architekturikonen schaffen. gerade im kontext der historischen altstadt ergeben sich blickwinkel und räume, die durch eine klassische bebauung nicht entstehen. für mich ist das projekt äusserst gelungen und hat meine letzten zweifel an mayers klasse beseitigt.

4

Klaus | 26.04.2011 17:04 Uhr

Wolkenpromenade

Grauenhaft. Eine scheußliche, depessive Anmutung in einer heiteren Stadt. In 10 Jahren wird das spätestens verrottet sein. Ob die sichere Verwahrlosung allerdings zur raschen Beseitigung dieses Geschwürs führt, darf in Spanien bezweifelt werden.

3

Conny | 26.04.2011 16:22 Uhr

Expo ...

Es lebe die Expo 2000

2

rauke rübenstrauch | 26.04.2011 15:56 Uhr

jetzt kann

man sich sicherlich sehr lange über dieses projekt streiten.

ich denke aber zunächst ist festzuhalten, dass es sich hierbei m.a. nach um die beste umsetzung eines parametrischen gebildes handelt, die ich bisher kenne. die wunderbare konstruktion schmeichelt mit ihren vielen gliedern und den daraus entstehenden sanften fluss der formen sich in die stadtstruktur. die auflösung in die 2dimensionalen bauelemente geben dem ganzen eine ungeheure leichtigkeit.

ob das alles angemessen ist oder wie es sich zu sevilla verhält (eine stadt, die ich leider nicht kenne), oder ob das ganze tatsächlich einen neuen typus platz schafft... darüber sollen sich andere streiten. den skywalk jedenfalls finde ich großartig. es ist bestimmt ein genuss unter südlicher sonne sich dort ein bisschen den wind um die nase wehen zu lassen.

1

peter | 26.04.2011 15:49 Uhr

sevillaschirm

fantastisch! ein röhrling also... ein sehr schönes, leichtes gebilde. auch wenn ich sonst nicht so der parametrie-fan bin - eine echte augenweise. und schön, dass es aus holz ist und damit eine gewisse natürlichkeit erlangt.
bleibt dem schirm zu wünschen, dass er würdig altert und nicht in 20 jahren als verrottete bausünde demontiert werden muss. das wäre schade.

 
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