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05.12.2014

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gmp statt Niemeyer

Baubeginn für Schwimmbad in Potsdam


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Heute ist der erste Spatenstich für das Sport- und Freizeitbad am Potsdamer Brauhausberg. Auf diesem Grundstück wollte einst die Stadtpolitik nach den Sternen greifen und sich um jeden Preis mit einem wenig inspirierten Entwurf des als Stararchitekten apostrophierten Oscar Niemeyer schmücken. Das scheiterte 2006, und so wurde nach einem Bürgerentscheid im Jahr 2012 ein Wettbewerb durchgeführt, den die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) 2013 gewonnen haben (Entwurf: Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Kristian Spencker).

Die Architekten haben das Gebäude als „Skulptur“ konzipiert, an deren Volumetrie sich die Funktionen im Inneren klar ablesen lassen sollen. Große Öffnungen machen Bereiche wie Foyer, Gastronomie, Sport- und Freizeitbad im öffentlichen Raum erlebbar. Sauna und Wellnessbereich sind hingegen als privatere Bereiche im geschlossenen Massiv des Obergeschosses untergebracht. Die Dachlandschaft mit einem gestalteten Einschnitt für Saunagarten und Außenschwimmbecken soll die fünfte Fassade des Gebäudes bilden, die vom Brauhausberg aus sichtbar ist.

Der Besucher betritt das Bad über eine verglaste zweigeschossige Eingangshalle. Über diese werden das Eingangsfoyer, das Bistro im Erdgeschoss und die Zuschauertribüne des 50-Meter-Sportbe­ckens im 1. Obergeschoss erschlossen. Eine sogenannte „Magistrale“ und darin einge­bundene Treppen und Aufzüge erschließen das Sport- und Freizeitbad im EG, die Gastronomie im 1. OG und die Saunalandschaft im 2. OG. Dem in seinen Dimensionen vorgegebenen Sportbad steht ein Freizeitbad als geschwungene Wasserlandschaft gegenüber.

Das neue Bad entsteht für 36 Millionen Euro direkt neben dem aus DDR-Zeiten stammenden alten Hängedach-Bad von 1971 und soll Ende 2016 fertig sein. Danach soll das alte Schwimmbad abgerissen und durch Wohnbauten ersetzt werden. (-tze)


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Kommentare

8

E.Allmann | 12.12.2014 22:18 Uhr

Belangloser Klotz

Ein Klotz für Potsdam. Wie einfallslos und banal ist dieser Kasten.
Ich wünsche mir langsam wieder die Gründerzeit-Architektur zurück.

7

latimer | 07.12.2014 13:11 Uhr

gmp statt Niemeyer

Selten so gelacht! Wenn die gmp-Kiste im Gegensatz zum Niemeyer-Projekt jetzt als "inspiriert" bezeichnet wird, muss man wirklich anfangen an Baunetz.de zu zweifeln.
Immer mehr wunderbare Kisten überschwemmen Deutschland - ein Armutszeugnis! Die Kiste mag bei manchen Bauaufgaben richtig sein. Bei öffentlichen Bauten wird dieser permanente Standard aber zum Kennzeichen für die Einfallslosigkeit und zunehmende Ödnis in der deutschen Architektur. Sehr schade.

6

Vision of Tourism | 06.12.2014 17:08 Uhr

Schwachsinnsentscheidung

Da wird für 36 Mill. Euro ein Schwimmbad von GMP gebaut, weil die Entwürfe von Niemeyer mit 32 Millionen zu teuer gewesen sind?

Diese Entscheidung gegen Niemeyer ist genauso schwachsinnig wie die Versuche des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung auf die Ergebnisse des maßgeblich von Niemeyer inspirierten UN-Welt-Umweltgipfels von Rio de Janeiro 1992 einzuwirken.

5

mehmet | 05.12.2014 21:49 Uhr

schade

infinita tristessa.

4

a.wisniewski | 05.12.2014 20:38 Uhr

gmp statt Niemeyer

Einnert an das Krematorium in Baumschulenweg ... für einen Ort des Lebens einfallslos.

3

Mario Mertens | 05.12.2014 18:25 Uhr

Mecker

Nur Niemeyer bringt Qualitä, aha,..Wenn er so gut ist hätte er sich auch einem Wettbewerb stellen können.

2

conny g. - eine potsdamerin | 05.12.2014 17:49 Uhr

was soll ich sagen

....
da bleibt nur schweigen.
;/

1

jean-marc abcarius | 05.12.2014 16:23 Uhr

gmp statt Niemeyer

Belanglosigkeit statt Sinnlichkeit. so typisch

 
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