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12.02.2009

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Fake Hills

Baubeginn für Gebäudekomplex in Beihai


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Die chinesische Küstenstadt Beihai im Südosten des autonomen Gebiets Guangxi bekommt ein neues Wahrzeichen. Der Entwurf des kühnen Gebäudeensembles „Fake Hills“ stammt von den Architekten MAD (Peking), das im letzten Jahr auf der Biennale in Venedig mit seinem radikalen Entwurf für eine mobile chinesische New Town aufgefallen sind (siehe BauNetz-Meldung vom 12. September 2008). Vor kurzem wurde in Biehai mit den Bauarbeiten begonnen.

Der Gebäudekomplex erstreckt sich auf einem langen, schmalen Grundstück am Wasser und bietet auf insgesamt 430.000 Quadratmeter Nutzfläche Platz für neue Wohnungen, Büros und eine Hotelanlage. „Fake Hills“ kombiniert die zwei Gebäudetypologien Turm und Scheibe miteinander und soll sich als eine neuartige, extrem verdichtete Struktur an der Küste entlang schlängeln.  Auf diese Weise soll möglichst vielen Nutzer ein Blick auf den Ozean garantiert werden. Einschnitte innerhalb der „Fake-Hill-Skulptur“ sollen die Struktur öffnen und  für eine gute Belichtung sorgen.

Die Architekten wollen mit ihrem Entwurf zwar auch den traditionellen Bezug chinesischer Architektur auf die Natur aufnehmen, aber tatsächlich schaffen sie eine eher zweidimensionale, bewohnbare Hügellandschaft.


Kommentare

21

solong | 20.02.2009 11:47 Uhr

murat

da ist wohl was falsch angekommen, natürlich meine ich mit meinem kommentar die "architekten" und nicht die visualisierer, habe das im eigenen "laden" auch, das die jungen "architekten" eben anscheinend nur noch bildchen machen können ... zugegeben oft sehr hübsch ... aber dann doch am thema vorbei ... will hier auch nicht generell kritisieren sondern anregen, darüber nachzudenken was man der menschheit mit "sowas antut" und nur weil das dann aufgehübschte Plattenbauten sind, sind die sozialen auswirkungen nicht geringer - siehe die versuche von ricardo bofill - das ist zwar eine andere gestalterische richtung aber das ist im kern nicht wesentlich.

20

Ameise | 18.02.2009 09:31 Uhr

Super!

In Asien scheint man sich jedenfalls darum zu bemühen, nicht die gleichen Fehler zu machen wie im Europa der 70er, als Großsiedlungen "in" waren. Hier wurden hauptsächlich gesichtslose Kisten aufgestellt, die man im besten Falle nachträglich angemalt hat, damit die kleinen Kinder überhaupt "ihr" Haus finden konnten. Die Form und ihre Assoziationen mögen uns banal und kitschig erscheinen, aber auf Menschen, deren Bildkultur - schon durch die Schrift geprägt - von unserer westlichen grundverschieden ist - wirken solche Objekte völlig anders.
Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt bereits in Städten und in einem Land mit mehr als 1 Milliarde Einwohner, von denen mehr und mehr in die Städte drängen, muss man sich eben schon überlegen, wie man Großstrukturen für Tausende von Bewohnern gestaltet. Wie man sie unverwechselbar und besonders macht. Was wäre uns denn lieber?: Das deutsche Modell mit lauter kleinen subventionierten Eigenheimen und - natürlich deutschem - PKW davor? MVRDV haben ebenfalls mit den begrünten Hügeln in Korea ebenfalls gezeigt, wie Entwurfsstrategien für Großsiedlungen aussehen können. Und auch der Dino hier geht in die ähnliche Richtung. Die Löcher in der Fassade sind jedenfalls groß genug, dass der freundliche Drache hindurch fliegen kann. Das verheißt schon mal Gutes.

19

Jörg Kempf | 17.02.2009 17:31 Uhr

China

Wer von den Diskutanten war eigentlich schon mal in China? Wer aus drei Renderings ableiten kann, "dass die grossen fragen der menschheit, klimawandel-nachhaltigkeit-regenerative energie-bevölkerungsdichte-migration und viels mehr in dieser richtung explizit NICHT von architekten beantwortet werden", müsste doch mindestens sagen können, wie die Lebenswirklichkeit von Millionen Chinesen im Jahre 2009 konkret aussieht. Nur weil wir in unserem Kulturkreis unsere eigenen Erfahrungen (und u.U. negative Assoziationen ) mit bestimmten Bautypen haben, heißt das doch noch lange nicht, dass dies in anderen Ländern ebenso ist. Ich erinnere mich gerne daran, wie entsetzt und verstört viele Westdeutsche Architekten nach der Maueröffnung auf Viertel wie Marzahn oder Hellersdorf in Berlin reagiert haben. Reflexhaft kamen die Bilder der Siebziger-Jahre-Christiane-F-Großsiedlungen in den Kopf: Wie unglücklich und ausgegrenzt mussten die Menschen hier leben! Dabei war das Gegenteil der Fall: Überdurchschnittlich gut gebildete, junge Paare mit Kindern lebten in den neuen Plattenbausiedlungen. Viele waren glücklich, den Zuständen in den maroden Altbauten entkommen zu sein. Wer immer nur auf die Oberfläche (sprich Architektur) schaut, übersieht schnell das Wesentliche. Asien ist nicht Europa. Asiatischer Städtebau hat nicht die gleichen Traditionen wie unserer. Also nicht so schnell schießen, sondern einfach mal nach Tianjin, Chongqing, Chengdu, Shenjang oder Wuhan fahren (alles Städte über 3 Millionen Einwohner - und damit größer als unsere "Metropole" Berlin).

18

murat | 17.02.2009 09:43 Uhr

@solong

...wie bitte? wenn der entwurf unsozial ist, dann war es der visualisierer und nicht der architekt? kein visualisierer würde etwas aus spass machen und irgendwo abgeben, das sind immer entwürfe von architekten, sorry. visualisierer halten uns architekten manchmal eher von schlimmen dingen ab, da sie eben photorealistisch die wahrheit darstellen und die ist eben manchmal schonungslos.

17

solong | 16.02.2009 10:54 Uhr

alles kann - alles darf

denkt hier auch nur einer der "superstars" an seine soziale verantwortung ??? sowas gibt es schon zuhauf - bloß nicht "gebloppt" - aber die sozialen auswirkungen werden die gleichen sein ... das machen keine architekten ... sondern grenzenlos dem narzismuss verfallene bildchenmacher !!!

16

murat | 15.02.2009 21:47 Uhr

@klammer

800.- euro in china, das mag sein, in deutschland ist sowas nicht unter 2.500.- euro pro bild profesionell zu haben und manchmal übersteigt das render-budget für einen wettberb oder eine studie wie diese hier recht schnell das architektenhonorar. und obwohl dieser berufszweig manchmal auch besser als firma organisiert ist als so mancher architekt, sollte man die beiden disziplinen trennen. ich denke es kommt weder was vernünftiges heraus wenn der architekt selber rendert noch umgekehrt. lassen wir doch bitte dem architekten den pop-star, sonst hat der beruf doch fast keinen glamour mehr.

15

der klammer | 14.02.2009 06:49 Uhr

@ murat usw.

... keine sorge, architekten werden schon noch besser bezahlt ... nur scheint es, dass damen und herren 'profi-bildermacher' ihren beruf ernster nehmen ...
(kosten dieser bilder belaufen sich auf 400 - 800 euro/bild)
was nun ma yansong betrifft hat er sich vor jahren an die fahnen geheftet unter allen umstaenden beruehmt zu werden - egal wie ... scheint soweit aufzugehen.
er produziert mit einem bunt zusammengewurfelten haufen von studenten und absolventen in seinem studio in beijing nette, teils skurile bilder. ein typischer protagonist der neuen 'bildermaler'. das interessante ist nun aber, dass dieser junge herr am 4. mai im wiener mak einen vortrag ueber 'changing architecture' haelt. wenn architektur sich in diese richtung aendern soll, sollte man sich auch mal gedanken machen, ob das 5jaehrige studium nicht optimierbar waere ...

14

Hein Mück | 13.02.2009 17:56 Uhr

so stellt

man sich den Vorhof der Hölle vor; da hinein gehören als erste die Entwerfer dieses Monstrums.

13

dsf | 13.02.2009 15:44 Uhr

fake smiles.......

netter entwurf der neuen generation der superstar-architekten......

12

L.K. | 13.02.2009 14:37 Uhr

Loch Ness...

.... sieht irgendwie - wie Nessie aus - oder?

11

murat | 13.02.2009 14:28 Uhr

kein wunder

echt nicht verwunderlich dass die grossen fragen der menschheit, klimawandel-nachhaltigkeit-regenerative energie-bevölkerungsdichte-migration und viels mehr in dieser richtung explizit NICHT von architekten beantwortet werden. architektur ist weltweit in einer ästhetischen ecke stehengeblieben und die antworten geben die anderen. peinlich und traurig. es sind wirklich nur noch bunte bilder, man muss sich nicht wundern, dass heute die profi-bildermacher besser als architekten bezahlt werden, am ende ist das gerecht. und die architekten selber schuld, dass sie auch nicht mehr für grosses gefragt werden.

10

Wirklich | 13.02.2009 14:00 Uhr

Schade..

..wenn ein derartig potentieller Kunde mit so einem oberflaechlichen Entwurf abgefruestueckt wird.
Vielleicht hat aber auch der Investor selber entworfen - mit einer Hand voll Render Helden?!

Blade Runner, L.A. 2019 - wir kommen der dunklen Mega-Utopie immer naeher. Viel Zeit bleibt uns nicht.

9

b.b. | 13.02.2009 10:25 Uhr

spass

architektur kann wirklich manchmal sehr trocken werden. ich habe nichts dagegen, wenn man ein bisschen ironie im gebaeude reinbringt. wie auch mvrdv und big sind mad sehr lustige spassvoegel. diese art von spass aber gehoert nach meiner meinung in den comics-buecher.

8

A.P. | 13.02.2009 09:42 Uhr

Gruselig

Bild 2 erinnert mich an ein Seeungeheuer -
die armen zukünftigen Bewohner...

7

Unwissenheit | 13.02.2009 09:30 Uhr

Es war einmal ...

... ein Kind das mit Spaß und ohne Verstand am Styrocutter spielte. Am morgen war das Kind im Kindergarten, nur die Fragmente seines Schaffens lagen im Büro verteilt und werden nun als neue Stadt gefeiert.

Da bleibt einem fast die Spuck weg.

6

Coole | 13.02.2009 09:06 Uhr

Idee!

Es gibt auch heute noch richtig monströse Bauten à la Chinesiche Mauer - unglaublich aber scharf!

Wenn es gelingt, vor und hinter der Mauer städtebaulich 2 unterschiedliche Atmosphären zu schaffen, könnte man dem ästhetisch vielleicht etwas inkonsequenten skulpturalem Ansatz dieser Scheibe langfristig durchaus etwas abgewinnen.

Ich vermute aber, dass man gespannt sein darf, wie sich das Projekt tatsächlich (weiter) entwickelt.
Nicht nur die Finanzkrise wird hier sicher einiges am Vorentwurf "modifizieren"

5

l.s. | 13.02.2009 08:27 Uhr

Name ist Programm

Der Name ist wohl Programm: Als Beschreibung für den Entwurf ist "mad" doch wunderbar...

4

der klammer | 13.02.2009 06:42 Uhr

die wahren kuenstler ...

... sind seit schon geraumer zeit die renderspezialisten, die inhaltsloses geplaenkel in nette bilder verwandeln ...

3

auweia | 12.02.2009 23:58 Uhr

kinesen

kennt ihr noch BARBAPAPA ? die konnten sich so hinmutieren.schlimm!!!
aber: es wird sicher gebaut !

2

dethomas | 12.02.2009 19:25 Uhr

fake, oder

also,
der 1. april ist doch erst in sechs wochen...oder?

1

T.F. | 12.02.2009 16:24 Uhr

Rüssel an Schwanz...

Bild 2 erinnert mich an an die marschierenden Elefanten aus dem Dschungelbuch.
Nur dass Sie hier gegen eine Wand rempeln.

Ob das den den Entwerfern beim planen auch passiert sein könnte ?...

 
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