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22.02.2018

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Drei Scheiben in der City Nord

Barkow Leibinger planen Verwaltungsbau in Hamburg


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Die Hamburger City Nord, eine Verwaltungssiedlung oberhalb des im Stadtteil Winterhude gelegenen Stadtparks steht seit 2013 unter Ensembleschutz. Die ab 1959 offiziell erfolgte Planung stand unter Einfluss der Charta von Athen. Heute ist die Bürostadt im Grünen ein Denkmal der städtebaulichen Idee der Nachkriegszeit, städtische Funktionen zugunsten der jeweiligen Nutzungsqualität räumlich strikt zu trennen. Barkow Leibinger (Berlin) werden hier nun, 54 Jahre nach Beginn der ersten Bauarbeiten, ein Bürohaus verwirklichen. Der Entwurf ging aus einem kooperativen Werkstattverfahren im Auftrag der Hansainvest Real Assets als Sieger hervor. Die anderen Teilnehmer wurden bisher nicht genannt.

Ganz im Sinne des städtebaulichen Leitbildes der Entstehungszeit der Siedlung – und auch den ästhetischen Ansprüchen der Ära folgend – setzt das Berliner Büro einen Solitärbau von nahezu Mies’scher Anmutung zwischen die teilweise formal expressiven Bestandsgebäude. Drei parallel versetzte, gestaffelte Scheiben zwischen 30 und 60 Metern Höhe fassen rund 10.000 Quadratmeter Bürofläche. Die von Fensterbändern und schlanken Aluminium-Aufsatzprofilen gegliederten Fassaden werden leicht variierend ausgeführt – die innere Organisation erfolgt sowohl zwei- als auch dreibündig.

Der Neubau von Barkow Leibinger wird das 1979 fertiggestellte, einem strengen Achteckraster folgende, sechsgeschossige Gebäude der Signal Iduna ersetzen – der Versicherungskonzern wird den Standort aber auch weiterhin nutzen. Da die Planung der Hochhausscheiben mit 28.000 Quadratmetern den gültigen Bebauungsplan an Dichte überschreitet, wurde ein Verfahren zur Angleichung des B-Plans eingeleitet. Ein Prozedere, das in der City Nord für fast alle Teilveränderungen angewandt wird. Als Termin für den Baubeginn ist 2019 anvisiert, bezugsfertig soll das Gebäude 2021 sein. (kms)


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Kommentare

4

dan | 23.02.2018 16:27 Uhr

brkw

70s called and want their architecture back...

3

a_C | 23.02.2018 15:40 Uhr

Komisch, komisch...

So richtig angreifbar scheint dieses vom Esel im Galopp verlorene Mies-Kind nicht zu sein, aber Lust auf seine Realisierung macht dieser Entwurf auch nicht gerade. Vielleicht schafft die Farbe (Gold? Braun?) hier genau die Emanzipierung von der Klassischen Moderne, die nötig ist, um nicht am Ende als langweilige Kopie ignoriert zu werden.

Nicht schlecht, aber auch (noch) nicht gut. Mal schauen, was bei raus kommt...

2

Schamade | 22.02.2018 20:01 Uhr

Ambivalente Gefühle

ich finde den Entwurf sehr gut indoor allem sensible gestaltet, bezogen auf das städtebauliche Umfeld. Man würde sich wünschen, dass Wohnbau im Gründerzeitviertel ebenso seine ästhetische Reverenz erweisen würde.

ABER

Schade, dass damit eines der formal interessanteren Beispiele des Gebiets weichen muss, ESSO haben wir ja leider schon verloren und hoffentlich kommt die ERGO auch nicht auf die Idee sich von ihrem Teil zu trennen.

Lachendes und weinendes Auge zugleich hier :/

1

Davide | 22.02.2018 16:12 Uhr

überraschend

Passt zum Ort und ist trotzdem gut. Mid-century modernism at its best!

 
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