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26.02.2014

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Noch mehr Estrel

Barkow Leibinger bauen höchstes Haus Berlins


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Noch vor wenigen Wochen waren Barkow Leibinger mit ihrem viel gelobten Entwurf für ein Wohnhochhaus am Berliner Alexanderplatz unterlegen, nun klappte es im Wettbewerb für die Erweiterung des Estrel-Hotels um einen Hotelturm und zwei Kongresshallen. Nicht im Zentrum also, sondern an der innerstädtischen Peripherie in Neukölln gelegen, dafür mit 175 Metern deutlich höher als der Alex-Entwurf von Gehry. Der neue Estrel-Tower wird damit nicht nur das höchste Haus Berlins, sondern auch das höchste Hotel Deutschlands.

Die Ergebnisse des geladenen Wettbewerbs:

  • 1. Preis: Barkow Leibinger, Berlin

  • 2. Preis: schneider + schumacher, Frankfurt am Main

  • 3. Preis: Meixner Schlüter Wendt, Frankfurt am Main

  • Anerkennung: Kleihues + Kleihues, Berlin

  • Anerkennung: Sauerbruch Hutton, Berlin

  • Anerkennung: ingenhoven architects, Düsseldorf

Bei der Präsentation des Entwurfs in Anwesenheit von Investor und Hotelier Ekkehard Streletzki, Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky wurde außerdem schnell klar, dass hier, nach der notwendigen Änderung des Bebauungsplans, mit einer zügigen Realisierung zu rechnen ist.

Laut Streletzki operiere das Estrel mit seinen über 1.000 Zimmern längst an der Kapazitätsgrenze, so dass für die Erweiterung um weitere 800 Zimmer und die beiden Kongresshallen im Sockel eine unmittelbare wirtschaftliche Notwendigkeit gegeben sei. Denn das Hotel stehe nicht in Konkurrenz zu anderen Berliner Herbergen, sondern verdiene sein Geld mit Großveranstaltungen, um die es erfolgreich mit ähnlich großen Häusern in anderen europäischen Hauptstädten konkurriere. Darum, so Bürgermeister Buschkowsky, sei das Estrel und sein Investor das Beste, was Neukölln je passiert sei.

Der Entwurf von Barkow Leibinger wurde von der Jury unter Vorsitz von Zvonko Turkali, der neben Streletzki und Lüscher auch Volker Staab und die ehemalige Münchener Stadtbaurätin Christiane Thalgott angehörten, einstimmig zum Sieger bestimmt. Insbesondere gelobt wurde, dass sich das bestehende Hotel und die Erweiterung zu einem harmonischen Ensemble fügen. So entstehe ein „einprägsamer Ort“ der die „besondere Lage an der Sonnenallee und dem Schifffahrtskanal herausarbeitet und zugleich eine eigenständige, qualitätsvolle Architektur entwickelt.“

Dass nach den Treptowers, dem Steglitzer Kreisel, der Pyramide Marzahn und dem BfA-Hochhaus in Wilmersdorf nun das nächste Gebäude der Berliner Höhen-Top-Ten an der Peripherie entsteht, wollte Lüscher allerdings nicht als Teil eines geheimen Hochhausplans verstanden wissen. Hier sei ausschließlich die besondere städtebauliche Lage als Torsituation zur Innenstadt entscheidend gewesen, auch wenn, dessen sei sie sich bewusst, das Projekt Argumente für ähnliche Situationen an anderer Stelle liefern könne.

Streletzki erteilte noch einem anderen Gedanken eine Abfuhr, der sich angesichts der vielen untergenutzten Flächen der Umgebung förmlich aufdrängt: Nein, weitere Konkurrenz-Hochhäuser könne er sich in der Umgebung seines Towers nicht vorstellen. An ein Hochhauscluster Ost mit S- und Autobahnanschluss auf halbem Weg zum Flughafen ist also erst mal nicht zu denken. Es sei denn, der Bauunternehmer und staatlich anerkannte „Kreativvulkan“ Streletzki (O-Ton Buschkowsky) macht sich die Idee einfach selbst zu eigen. (Stephan Becker)


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Kommentare

8

Thomas M. Krüger | 10.03.2014 17:45 Uhr

Estrel I im Schatten

Zunächst mal vielen Dank, Frau Lüscher, Herr Buschkowsky, dass es hier überhaupt einen Wettbewerb gegeben hat. Dafür muss man heute ja schon dankbar sein (obwohl es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte).
Beim Vorgänger-Bau, dieser ungeschlachten Riesenrutsche, gab es den ja wohl nicht.
Ein weiterer Verdienst des neuen Hochhauses in Neukölln ist es nämlich, dass der "Altbau" in seiner penetranten Dominanz jetzt (etwas) in den Schatten gestellt wird.

7

ntaj | 28.02.2014 12:11 Uhr

Kein Plan.

"Dass nach den Treptowers, dem Steglitzer Kreisel, der Pyramide Marzahn und dem BfA-Hochhaus in Wilmersdorf nun das nächste Gebäude der Berliner Höhen-Top-Ten an der Peripherie entsteht, wollte Lüscher allerdings nicht als Teil eines geheimen Hochhausplans verstanden wissen."

Noch offensichtlicher hätte diese Anmerkung von Frau Lüscher nicht zum Ausdruck bringen können, dass sie weder ein städtebauliches Konzept noch eine räumliche Strategie für Berlin hat. Mal wird ein Bebauungsplan hier geändert, ein Masterplan woanders verworfen, es entsteht mal was hier, mal was dort. Ganz so wie es der Investoren-"Zufall" nunmal will. Keine Diskussion darüber, ob ein Turm an dieser Stelle städtebaulich Sinn macht, oder wie sich dieses Gebiet in Zukunft entwickeln könnte. Dass sich Buschkowsky kaum vor Begeisterung halten kann, sollte uns stutzig machen. Aber gut, wer will schon Veränderung...

6

Dipl. Ing. | 27.02.2014 13:59 Uhr

schneider + schumacher sind..

...mal wieder auf der Suche nach Ihrem Stil

5

Andrea Palladio | 27.02.2014 09:59 Uhr

Wettbewerb

Das ist doch eine reine Farce. Warum macht man so einen Wettbewerb nicht öffentlich? Warum lädt man die immer gleich Namen ein? Warum kommen da die immer gleichen abgestandenen Ideen heraus? Warum hat keiner der Teilnehmer sich intensiver mit dem Sockel auseinandergesetzt, immerhin der Teil, den die späteren Benutzer vor Allem erleben werden, und immer nur Aufhübschung des Schaftes betrieben?

4

der berner | 27.02.2014 05:52 Uhr

sollen / dürfen

sehr schön …
… den Turm am alex hätten sie mal auch machen ... sollen / dürfen

3

Designer | 26.02.2014 19:03 Uhr

Babel

Der Turm von Ingenhoven ist ja auch ein schickes Teil.

Wo sind den hier heute die Mecker-Berliner. Na kommt sicher noch.

Gruß aus der Stadt fast ohne Turm, HH.

2

Abe | 26.02.2014 16:58 Uhr

Wettbewerb

Toll!

1

Jan M | 26.02.2014 15:58 Uhr

Wettbewerb

6 Teilnehmer = 6 Preise - das ist doch mal ein Wettbewerb

 
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1. Preis: Barkow Leibinger, Berlin

1. Preis: Barkow Leibinger, Berlin

2. Preis: schneider schumacher, Frankfurt am Main

2. Preis: schneider schumacher, Frankfurt am Main

3. Preis: Meixner Schlüter Wendt, Frankfurt am Main

3. Preis: Meixner Schlüter Wendt, Frankfurt am Main

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