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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Bahnhof_in_China_von_gmp_eroeffnet_2349911.html

20.10.2011

Blütezeit der Eisenbahn

Bahnhof in China von gmp eröffnet


Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) melden die Vollendung des Westbahnhofs in Tianjin (China). Der Entwurf von Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle war 2007 als erster Preis aus einem Wettbewerb hervorgegangen.

Der neue Knotenpunkt etwa 130 Kilometer südwestlich von Peking dient als Stopp auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen der chinesischen Hauptstadt und Shanghai, bündelt die verschiedenen Regionalverkehre und verknüpft diese zusätzlich mit dem U-Bahn-Netz. Der Bahnhof verbindet ein Geschäftsviertel im Norden  der 12-Millionen-Stadt Tianjin mit der Altstadt im Süden über Gleise, einen Fluss und eine Straße hinweg.

Den Brückenschlag zwischen den Stadtteilen symbolisieren die Architekten mit dem 57 Meter hohen und beinahe 400 Meter langen Tonnendach über der Wartehalle. Ihr gebogenes Dach soll an ein großmaßstäbliches Stadttor erinnern und der langgestreckte Saal darunter an einen klassischen Ort der Passage. Arkadenbauten rahmen als Podien die Ost- und Westseiten der Bogenhalle symmetrisch ein. Im Süden der Halle bildet ein weiträumig angelegter Bahnhofsvorplatz eine große zusammenhängende Freifläche.

Die Fahrgäste betreten Tianjins neuen Westbahnhof durch die Haupteingänge auf der Nord- oder Südseite. Bogenförmige Auskragungen über den Eingängen und hohe Fensterfronten vermitteln bereits einen ersten Eindruck von der Räumlichkeit der Wartehalle: Diese wird von Tageslicht belichtet und soll den Fahrgästen Orientierung und atmosphärische Qualität bieten. Das Licht gerät durch die rautenförmige Dachkonstruktion aus Stahl und Glas ins Innere der Wartehalle – und während der untere Teil nahezu transparent ist und sehr viel Licht hinein lässt, schützt der obere Bereich vor direkter Sonneneinstrahlung. Das Tonnendach soll einen dynamischen Eindruck vermitteln – unter anderem, weil die Stahlelemente von unten nach oben in Breite und Tiefe differieren und miteinander verwoben sind. Über Rolltreppen und Aufzüge gelangen die Besucher hinunter auf die Bahnsteige.

Die Architekten resümieren: „Dieser technisch wie konstruktiv nachhaltige Bahnhof ist gleichermaßen eine zeitgemäße Interpretation der Kathedralen des Verkehrs aus der Blütezeit der Eisenbahn.“


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Zu den Baunetz Architekten:

gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner


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