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20.11.2015

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Schwingungen und Windungen

Bahnhof in Arnheim von UNStudio


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Am zentralen Bahnhof im niederländischen Arnheim hat ein sanfter Übergang stattgefunden. Langsam haben UNStudio und Arup die Bahnstation, die durchschnittlich von 55.000 Personen am Tag passiert wird, umgewandelt und modernisiert: erst der unterirdische Parkplatz, dann die neuen Gleise und zuletzt die zentrale Halle. Gestern wurde der Bahnhof in seiner ganzen neuen Gestalt offiziell eingeweiht.

Seit 1996, als UNStudio den Wettbewerb für den Umbau des bestehenden Bahnhofs gewann, arbeitet das Amsterdamer Büro gemeinsam mit Arup an dem Projekt. Die Bauarbeiten begannen 2006. Als 2012 die neuen Plattformen für die Gleise fertiggestellt wurden, zeigten sich bereits an den Dächern und Zugängen die breit ausschwingenden Formen, die UNStudio wie ein Leitmotiv durch den ganzen Bahnhof ziehen.

Jetzt ist auch die zentrale Eingangshalle fertiggestellt. Zu dynamischen Windungen verbinden die Architekten in diesem Bau Glas und Beton, Oben und Unten. Im Zentrum der Halle steht eine breite Stütze aus poliertem Beton. Wie ein mächtiger Baumstamm dreht sich diese um einen Hohlraum und öffnet sich in breiten Ästen zum Glasdach. Gleichsam wächst aus ihr eine flache Rampe heraus, die das ebenerdige Niveau mit einem höheren Stockwerk verbindet. Ohne weitere freistehende Stützen ist die Bahnhofshalle gestaltet, die mit Geschäften, Servicestellen und Büros nicht nur Transit-, sondern auch Aufenthaltsort ist.

Außen liegt das geschwungene Dach wie eine Haube auf einer Glasfront. Zur einen Stadtseite legt es sich mit Betonpaneelen über die Front und verschließt die obere Etage. Zur anderen Seite öffnet es sich mit einer großen Kuhle, hinter der sich erneut eine Glasfront verbirgt. Von außen zugänglich ist an dieser Stelle das zweite Stockwerk, das erneut über eine Rampe erschlossen wird. Das niederländische Bureau B+B hat den öffentlichen Raum rund um die Station gestaltet. Eine Bepflasterung aus Naturstein und Stahlgeländer zeichnen die Rampen und das stetige Winden der Architektur nach. (sj)

Fotos: Ronald Tilleman, Frank Hanswijk, Siebe Swart


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Kommentare

4

auch ein | 21.11.2015 20:42 Uhr

architekt

und dann sag nochmal jemand was gegen die deutschen grossprojekte..........
das gute: nach 20 jahren ist so ne nudel schon wieder hip!

3

Goanna | 21.11.2015 20:17 Uhr

kleiner Fehler

Bei der beeindruckenden Konstruktion der Halle handelt es sich nicht um Beton, sondern um ein Stahl-Monocoque

2

Matthias | 21.11.2015 08:32 Uhr

Wahnsinn Terminplan

Ambitionierte Formensprache in fast 20 Jahren Bearbeitungszeitraum.

1

remko | 20.11.2015 15:41 Uhr

...

Dass solche Bauten in den Niederlanden noch möglich sind, stimmt mich hoffnungsvoll. Kein Vergleich zu dem klobigen Ding in Rotterdam...

 
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