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16.01.2020

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Stadt. Land. Schwein.

Ausstellung zu COBE und Landwirtschaft in Berlin


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Diesen Freitag, 17. Januar, eröffnet das Aedes Architekturforum die separaten Ausstellungen „Our Urban Living Room“ und „Architektur für Schweine“ und zieht damit eine spannungsvolle Linie zwischen derzeit viel diskutierten Stadt- und Landnarrativen. So stehen sich urbane Architektur aus Kopenhagen und Studentenentwürfe für moderne Landwirtschaft in den zwei Ausstellungen gegenüber.

Mit „Our Urban Living Room“ zeigt das Aedes eine Auswahl an Architekturprojekten des Kopenhagener Büros von COBE, das heute von Dan Stubbergaard geleitet wird. Die Öffentlichkeit konnten COBE in den letzten Jahren erfolgreich mit Projekten wie The Silo, Karen Blixens Plads und dem Frederiksvej Kindergarten in Kopenhagen überzeugen. Anhand einer Regalarchitektur mit interaktiven Elementen werden dem Besucher sieben Themen, die in COBEs Arbeit relevanten sind – darunter die Umnutzung von Industriebauten, Architektur für Kinder und Zukunftsvisionen für Kopenhagen, näher gebracht.

Unter dem Titel „Architektur für Schweine“ beschäftigten sich schon die Architekten Hugo Häring und Walter Gropius mit der Typologie des Schlachthauses und des Schweinestalls. Diese Thematik greift das Aedes in der gleichnamigen Ausstellung auf und zeigt die Ergebnisse eines studentischen Wettbewerbs, der vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft und der Stiftung LV Münster ausgelobt wurde. Die aktuelle politische und ethische Diskussion um die Entwicklung des ländlichen Raums, Umweltschutz und Fleischkonsum stehen hier im Mittelpunkt.

Die Gründerin Kristin Feireiss eröffnet den Abend gemeinsam mit der Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Beate Kasch. Auch der Botschafter des Königreichs Dänemark Friis Arne Petersen und COBE-Gründer Dan Stubbergaard werden unter anderem zur Eröffnung sprechen.

Eröffnung: Freitag, 17. Januar 2020, ab 18.30 Uhr
Ausstellung: Samstag, 18. Januar 2020 - 29. April 2020
Ort: Aedes Architekturforum, Christinenstraße 18, 10119 Berlin


Zum Thema:

Programme zu den Ausstellungen - 


Architektur für Schweine: www.aedes-arc.de/Architektur-für-Schweine


Our Urban Living Room: www.aedes-arc.de/Our-Urban-Living-Room


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Kommentare

10

joscic | 22.01.2020 18:07 Uhr

@ Architektur zum Züchten, Schlachten und Verkaufen von Schweinen

Sich Gedanken über eine sinnvolle Gestaltung aller Bereiche des Lebens zu machen ist doch gerade und eigentlich das Schöne am Architekt*innen-Beruf. Ein Schwein zu mästen, zu schlachten und dann zu essen ist ja schon problematisch, aber an sich nicht unmoralisch. Auch wenn alle Tierschutz Vorschriften voll zur Anwendung kommen, tut es dem Schwein am Ende leider weh, aber vorläufig ist es noch eine bewährte Methode eine Menge Menschen mit Essen zu versorgen. Sich über die Art, wie das in Zukunft gemacht wird Gedanken zu machen, finde ich nicht zynisch oder ein "sich vor einen Karren spannen lassen" sondern eine interessante Herausforderung, schade, daß es dazu nicht mehr gibt. Das dergleichen hier heftig diskutiert wird, finde ich um so besser.

9

Frauke | 21.01.2020 11:18 Uhr

Logik.

@Karl
Ernsthaft 2020?
Was hat das ganze denn jetzt mit Feminismus zu tun?
Oder meinen Sie eine feminine Tugend ?

Und beim Parkhaus Projekt dürfen dann keine Frauen kommentieren, weil die nicht einparken Können?

Neuer Tiefpunkt erreicht, Glückwunsch @Karl

Im Jahr werden 58 Mio Schweine in Deutschland geschlachtet, welchen Sinn macht da die Frage was soll mit 25 Mio Schweinen passieren? Die Population von 25 Mio ist absolut künstlich durch Akkord Besamung und Medikamten Behandlung hochgehalten.

In welcher Welt wurde z.B. der Geburtenzuwachs der Babyboomer durch Zwangsbesamung erzeugt? Ihr Vergleich macht überhaupt keinen Sinn.
Was ist daran unlogisch?

(über die Tatsache wie bei 25. Mio gehaltenen Schweinen 58 Mio. Schweine geschlachtet werden können, nachzudenken wird Sie dann wahrscheinlich eine Weile beschäftigen)

8

Karl | 17.01.2020 20:13 Uhr

Logik

Logik ist offensichtlich keine feministisch grundierte Tugend.

7

Frauke | 17.01.2020 16:42 Uhr

Zuwachs

@Karl
Die Diskussion wird sinnlos, da sage noch einer die Vegetarier vermenschlichen immer die Tiere.

Sie wollen also 1:1 den menschlichen Bevölkerungszuwachs der letzten 100 Jahre mit der Massentierhaltung vergleichen?

Da kann ich auch nicht mehr weiterhelfen.

6

Frauke | 17.01.2020 16:27 Uhr

Auftragslage

@auch ein Architekt

Ich hatte auch schon den Fall, speziell weil ich auch keine Nutztierhaltung wollte...nicht wegen Religion, sondern schlicht wegen extrem schlechtem Umgang mit EINIGEN Tieren.

Spaß beiseite.
Mein Argument war, dass sich in der architektonischen Debatte um Klimaschutz sowohl der BDA als auch die AK grade mit diversen Vorschlägen bis hin zu gar keine Neubauten mehr profilieren wollen. Da sehe ich einen Widerspruch in der Unterstützung eines Projekts zur Nutztierhaltung, da diese Nachweislich einen wesentllich größeren Beitrag zum CO2 Ausstoß erzeugt als die Bauindustrie, egal ob Bio oder nicht Bio.

Das sie die Fleischlobby mit den Nazis Vergleichen ehrt ihre tierfreundliche Weltsicht, ist aber vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen.

In China würde ich sehr gerne mal was schönes bauen.

5

Karl | 17.01.2020 15:09 Uhr

Vergleich

Was ist dann mit den 25 Millionen Lebewesen ? Sie sind da.
Übertragen Sie das mal auf den Menschen. Zu Zeiten der Industrialisierung sind die Städte um den Faktor 10 gewachsen. Wahrscheinlich künstlich. Wie groß ist die natürliche Population des Menschen ? Gibt es die überhaupt ? Rein quantitative Betrachtungen haben etwas Totalitäres.

4

auch ein | 17.01.2020 14:02 Uhr

architekt

@Frauke:

wenn dich jemand für so ein projekt (den bau oder ne ausstellung über den bau) anfragt, lehnst du ab?

dann herzlichen glückwunsch zur auftragslage....

die alte frage nach dem "hätt ich für die nazis gebaut?"

na ja keine parteilzentrale aber ein kleines rathaus auf dem land wär ja nicht sooo schlimm")

oder in china für das regime? nur ein kleines museum ?

3

Frauke | 17.01.2020 11:14 Uhr

Haustiere ?!?

@Karl
Ich hoffe zwar, dass es Satire ist nehme Ihre Frage aber trotzdem mal ernst.
"Ist das Tierwohl und Tierschutz, wenn weniger Tiere existieren ? "
Selbstverständlich ist es Tier und Umweltschutz wenn nicht künstlich 25 Millionen Tiere einer Art(Schweine) in einem Land gehalten werden in dem die natürliche Population bei ca. 1-2 Millionen liegen würde, da diese Überpopulation erhebliche negative Auswirkungen auf andere Tierarten und die Umwelt hat.
Allein der Futtermittel Anbau zur Haltung dieser Tiere verbraucht solch immense Flächen, dass dadurch andere Arten vom aussterben bedroht sind.

2

Karl | 17.01.2020 09:01 Uhr

Haustiere

Die Haltung von Haustieren ist eine uralte Kulturleistung und Grundlage für Sesshaftigkeit und Bauwesen. Damals gab es weder Kühlschränke noch Supermärkte. Die Tiere haben unter anderem der Mobilität gedient und sich vor den Karren spannen lassen.
Es ist schon paradox, dass der Zeitgeist mit der Absicht, die Tiere zu schützen, für die Abschaffung der Haustiere plädiert. Ist das Tierwohl und Tierschutz, wenn weniger Tiere existieren ?

1

Frauke | 16.01.2020 17:41 Uhr

Zynisch / Schön

"Architektur für Schweine" ist an Zynismus ja kaum noch zu überbieten.

Es sollte wohl ehrlicherweise heißen.
"Architektur zum Züchten, Schlachten und Verkaufen von Schweinen"

Traurig, dass sowohl Aedes als auch der BDA sich hier vor den Karren der Fleisch verarbeitenden Lobby und derer Vorsitzenden Frau Klöckner spannen lassen.

Holzbau und Klimaschutz predigen, aber Viehaltung und ihre Auswirkungen verniedlichen.

Egal wie man zu Tierschutz/ Ernährung etc. steht allein unter CO2 Aspekten geht ein solches Engagement in die völlig falsche Richtung.
Klimabewußter und Zukunftsgerichteter Architektur Diskurs im 21. Jh geht anders.

Aber schöne Projekte von COBE...

 
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