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05.07.2017

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Göttinnen für Palermo

Atlas von OMA zur Manifesta 2018


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Ein denkwürdiger Ort für eine erste öffentliche Präsentation der nächsten Manifesta: Das Teatro Garibaldi am Rande von La Kalsa, der Alstadt von Palermo, hat sich seit seiner Eröffnung 1861 parallel zu Stadt immer wieder grundlegend gewandelt. Nach vielen Jahren des Niedergangs wurde der Verfall schließlich per rudimentärer Sanierung gestoppt, die Räume allerdings in einem rohen Zustand belassen, der die Geschichte des Gebäudes nicht versteckt. Dort wurde Ende letzter Woche in Anwesenheit von Bürgermeister Leoluca Orlando und der Manifesta-Direktorin Hedwig Fijen von OMA der Palermo Atlas vorgestellt. Unter Leitung des Partners Ippolito Pestellini Laparelli sind mit dem Rotterdamer Büro erstmals Architekten für die künstlerische Leitung der europäischen Wanderbiennale verantwortlich.

Der Atlas ist dabei ein erster Schritt, um das anspruchsvolle, selbstgesteckte Ziel der kommenden Manifesta zu erreichen, dauerhaft zum positiven Wandel der Stadt beizutragen. Die Stadt ist dabei in einer interessanten Position, denn schon vieles hat sich unter der Verantwortung von Leoluca Orlando verbessert, der erstmals 1985 zum Bürgermeister gewählt wurde – nicht zuletzt die Renaissance der Altstadt ist sein Werk. Jetzt folgt die Chance, mit einer konzertierten Strategie, die nicht nur Architektur, Städtebau und Politik, sondern auch Kunst, Kultur und Soziologie umfasst. Wohin kann die Reise nun gehen?

Der Atlas lässt dies naturgemäß zunächst mal offen, handelt es sich doch um eine Dokumentation des Ist-Zustands. OMA geht dabei von der Hypothese aus, dass sich Palermo nicht auf eine einzige Identität reduzieren lässt, sondern hier gleichzeitig sehr unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten sind. Nicht zuletzt kommt dies in einer Karte zum Ausdruck, die die vrschiedenen Communities im Zentrum von Palermo als ein geradezu globales Mosaik zeigt. Der heute durchaus dominante Tourismus ist dabei übrigens keineswegs ein neues Phänomen, wie der Atlas dokumentiert, denn schon seit Jahrhunderten kommen Besucher aus dem Norden zahlreich in die Stadt.

Das Teatro Garibaldi wird dabei selbst zu einem wichtigen Element des Manifesta-Programms, soll es doch schon vor der offiziellen Eröffnung im Juni 2018 als Veranstaltungsort dienen. Damit die Biennale nicht nur ein architekturaffines Publikum anspricht, sind neben Laparelli und dem spanischen Architekten Andrés Jaque auch die niederländische Filmemacherin Bregtje van der Haak und die Schweizer Kuratorin Mirjam Varadinis Teil des Teams. Eine erste Vorstellung, wie sich die Manifesta dem Publikum präsentieren könnte, mag dabei „Monditalia“ als Teil von Koolhaas’ Fundamentals 2014 in Venedig geben, siehe auch die Baunetzwoche#367 – Laparelli hatte die ebenfalls sehr interdisziplinär ausgerichtete Ausstellung kuratiert, die damals vielen als eigentlicher Höhepunkt der Biennale galt. (sb)


Zum Thema:

Eher Stadtportrait als Entwicklungsplan: Ein Besuch bei Christian Jankowskis Manifesta 11 in der Baunetzwoche#458.

www.manifesta.org


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Präsentation des Palermo Atlas im Teatro Garibaldi von Pietro Cutrera

Präsentation des Palermo Atlas im Teatro Garibaldi von Pietro Cutrera

Das Teater Garibaldi wurde 1861 am Rand der Altstadt La Kalsa eröffnet und diente später als Kino und Ruinen-Kulisse

Das Teater Garibaldi wurde 1861 am Rand der Altstadt La Kalsa eröffnet und diente später als Kino und Ruinen-Kulisse

Das Theater ist einer der Hauptspielorte der Manifesta und wird schon vor Beginn der Ausstellung für Veranstaltungen genutzt werden

Das Theater ist einer der Hauptspielorte der Manifesta und wird schon vor Beginn der Ausstellung für Veranstaltungen genutzt werden

Bürgermeister Leoluca Orlando (mitte), Manifesta-Direktorin Hedwig Fijen und OMA-Partner Ippolito Pestellini Laparelli (rechts) bei der Vorstellung des Atlas

Bürgermeister Leoluca Orlando (mitte), Manifesta-Direktorin Hedwig Fijen und OMA-Partner Ippolito Pestellini Laparelli (rechts) bei der Vorstellung des Atlas

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