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03.07.2019

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Bei Walter um die Ecke

Altersgerechte Wohnungen in Dessau von Heide + von Beckerath


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Seit Jahren schrumpft Dessau. Im Zuge des „Stadtumbau Ost“ ließ man vor einigen Jahren noch zahlreiche Plattenbauten abreißen, die bis heute Leerstellen in der Innenstadt hinterlassen. Dennoch wagt sich die Wohnungsgenossenschaft Dessau – WGD an den Neubau von Geschosswohnungen. Für sie stellte das Berliner Büro Heide & von Beckerath kürzlich einen Bau mit 25 Wohnungen fertig.

Dessau wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Plattenbauten machen bis heute einen nicht unwesentlichen Anteil des Wohnungsbestandes aus. Höheren architektonischen Ansprüchen oder gar den Bedingungen der Barrierefreiheit genügen sie nicht. Doch laut Statistischem Landesamt von Sachsen-Anhalt waren 2015 immerhin 27 Prozent der Einwohner Dessaus über 67 Jahre alt. Menschen dieser Altersgruppe stellen auch den größten Teil der Neu-Dessauer. „Wir spüren eine verstärkte Nachfrage von Menschen, die aus dem Umland nach Dessau ziehen“, berichtet Nicky Meißner, Vorsitzender der WGD.

Bereits 2007 hatte die Genossenschaft einen Neubau mit altersgerechten Geschosswohnungen beauftragt. Alle 200 Wohnungen waren noch vor dem Richtfest vermietet. Doch für die architektonische Qualität des Neubaus hagelte es Kritik. Mit dem nun fertig gestellten Neubau beauftragte die WDG deshalb Heide & von Beckerath, deren gemeinsam mit ifau entstandenes Projekt IBeB in Berlin viel Beachtung gefunden hatte. Das L-förmige Haus steht in der Gropiusallee, keine 200 Meter vom Bauhaus-Gebäude entfernt. Es bietet Zwei- und Dreiraumwohnungen sowie einen Büroraum, den die WGD selbst bezogen hat. Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich, zwei Drittel sind barrierefrei organisiert.

Die Grundrisse sollen viel ermöglichen. Die Räume haben ähnliche Größen, zwei Versorgungsschächte pro Wohnung erlauben verschiedene Standorte für Küche und Bad, die jeweils natürlich belüftet sind. Das sind überzeugende innere Werte. Auch vom äußeren Erscheinungsbild des Gebäudes ist man bei der WGD diesmal überzeugt – so sehr, dass man beschlossen hat, das Gebäude beim Architekturpreis 2019 der Stadt Dessau einzureichen. Mit Erfolg: Das Haus gewann nicht nur den eigentlichen Preis, sondern belegte auch den zweiten Platz beim Publikumspreis. (tl)

Fotos: Andrew Alberts


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Kommentare

4

archi | 03.07.2019 17:40 Uhr

Eigentlich

reicht auch ein Teleskopstock ;) Das weiß doch eigentlich ein kreativer Mensch..

3

aka | 03.07.2019 17:27 Uhr

Bild 8

Glücklicherweise ist eine Brüstung angebracht worden. Undenkbar was passiert, wenn jemand aus dieser Höhe nach draußen fällt...

2

Mitleser | 03.07.2019 17:25 Uhr

Die mystische Reinigung

Nö, nur ne Putzstange und zwei gesunde Arme haben...

1

Rudi | 03.07.2019 16:19 Uhr

Bild 8

Muss man ein Zirkusartist seyn, um das Fenster in Bild 8 zu putzen?

 
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