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03.12.2020

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Wellengang im Flussdelta

3XN, B+H und Zhubo Design planen Museum in Shenzhen


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Ende 2018 kündigte die Stadt Shenzhen an, zehn neue, wegweisende Kultureinrichtungen innerhalb von drei Jahren zu errichten. Die sogenannten Ten Cultural Facilities of the New Era umfassen insgesamt fünf Museen. Eines davon wird das Shenzhen Natural History Museum sein, das die natürliche Entwicklung, Geografie und Ökologie der Metropole sowie Südchinas erforschen soll. Im internationalen Wettbewerb konnte sich das Konsortium 3XN (Kopenhagen), B+H (Toronto) und Zhubo Design (Shenzhen) als Sieger gegen 14 weitere Teams durchsetzen, die im Voraus aus 70 Einreichungen ausgewählt wurden.

Der Standort des geplanten 42.000 Quadratmeter großen Naturkundemuseums befindet sich im Distrikt Pingshan, direkt am Yanzi-See. Dies spielte offenbar eine große Rolle bei der Entwicklung des Konzepts, denn wie die Architekt*innen erläutern, erhebt sich das Museum in ihrem mit Delta betitelten Entwurf nach und nach aus der Flussmündung und nimmt dabei die Wellenform des fließenden Wassers auf.

Highlight des geschwungenen Baukörpers ist das begehbare, landschaftlich gestaltete Dach, das als öffentlicher Grünraum dient und das Leben vor Ort aufwerten soll. Oben angekommen eröffnen sich weite Ausblicke in die umliegende Natur und den angrenzenden Park. Eine dauerhafte Zugänglichkeit ist angestrebt. Im Inneren des Gebäudes gelangen die Besucher*innen über einen höhlenartigen Durchgang, der sich zum Hauptatrium öffnet, in das Foyer, zum Café und in die weiteren öffentlichen Bereiche.

Die Jurymitglieder – darunter Philip Cox von Cox Architects und Pritzker-Preisträgerin Yvonne Farrell von Grafton Architects – lobten unter anderem die Kreativität des Entwurfs, den Umgang mit der Landschaft, die Detailgenauigkeit sowie die daraus resultierenden interessanten Räume. (tp)

Visualisierungen: 3XN



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Kommentare

5

XVM | 06.12.2020 13:35 Uhr

@3..

und trotz Trump bleiben die USA lebenswerter als China.
Vielseitige neue Architektur ist nun mal kein Gradmesser für Menschenrechte, Demokratie und persönliche Freiheit. Stabilität in Form von Unterdrückung ganzer Volksgruppen (Uiguren, Tibet) und Religionen in China, "Umerziehungslager", totale Sozialüberwachung mittels "sozialem Credit-System", expansive Außenpolitik gegenüber Nachbarstaaten (südchinesisches Meer), ...
So heil ist die Welt der chinesichen Parteidiktatur nun eben nicht.

4

Paula | 04.12.2020 14:52 Uhr

tagebuch 1 und 2 und 3

in deutschland müsste man jetzt ganz viel aussteiffen. und dämmen. hat darüber schon mal jemand nachgedacht?

ja, das museum scheint sehr groß zu sein.

ja, das sieht sehr schön aus.

alle freiheit führt zu despotie. war das sokrates?

3

solong | 04.12.2020 13:57 Uhr

... vielleicht ...

... ist eine diktatur manchmal dies bessere lösung ... die meisten zeitgenossen mögen ja eh keine komplexen zusammenhänge ... und wählen lieber despoten wie trump + co mit ihren "einfachen antworten" ... die partei diktatur sorgt ja über eine gewisse vielschichtigkeit im apparat ... schon für eine weites spektrum ... architektur unter einzeldespoten sah immer ganz anders aus ... in jedem fall geht es dem vielvölkerstaat china unter der parteiführung ja deutlich besser ... als ihrer despoten beraubten länder wie libyen oder irak ... wo sich die volksgruppen dann nur noch gegenseitig ..."die rübe einschlagen" ... um ihrekleingeistigen ansprüche vermeintlich zu sichern ... mit den ergebnis das alle nicht haben und ewig krieg herrscht ...

2

Jan | 04.12.2020 12:59 Uhr

Größe

Das Museum scheint extrem groß zu sein.
Ich frage mich ob es an einem Tag überhaup zu besichtigen wäre, wenn man sich mit den ausgestellten Inhalten auseinandersetzen möchte...

1

XVM | 04.12.2020 10:09 Uhr

Gefällig

Sieht schon schön aus.
Parametrische Architektur, die durch ihre Form Fortschritt verspricht, letztendlich aber mit konventionellen Materialien konventionell errichtet wird, und dann auch noch dabei helfen wird, die Macht Chinas Parteidiktatur zu stärken.
So wird dann doch die schönste Form zur Distopie.

 
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