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Checkliste für Bauherren und Renovierer

Treppen sind komplizierte Konstruktionen. Die vielen Gestaltungsmöglichkeiten und technischen Details machen eine sorgfältige Planung nötig. Diese fünf Aspekte sollten Bauherren und Renovierer im Blick haben.



Raumbedarf: Zunächst stellt sich die Frage, wie viel Grundfläche der Treppe eingeräumt werden soll oder kann. Schon ein Quadratmeter genügt für eine freitragende Konstruktion, die bequem und sicher zu begehen ist. Als Modelle eignen sich dafür Treppen nach dem »System Bucher ®«, deren Stufen nur an einer Seite in der Wand verankert sind. Ihre Stabilität erhalten solche Konstruktionen über das Geländer.
Das andere Ende der Skala markieren Treppen mit hohem Platzbedarf, die frei im Raum stehen und so zum architektonischen Gestaltungselement einer Wohnung werden. Auch geradläufige Treppen benötigen eine großzügige Planung, während sich gewendelte Modelle flexibel an verschiedene Grundrisse anpassen können.

Treppenwand: Für Wände, an denen Treppen verankert werden, ist ein stabiler Wandaufbau nötig. Sie müssen wie ein Geländer belastet werden können.
„Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung des Wandaufbaus bei der Schalldämmung“, sagt Thomas Köcher, Geschäftsführer von Treppenmeister, dem führenden Anbieter von Holztreppen im deutschsprachigen Raum. Gerade wenn die tragende Wand keine Außenwand ist, sondern an einen Innenraum grenzt, sind schalltechnisch entkoppelte Spezialbefestigungen sinnvoll, die den Trittschall vermeiden oder zumindest deutlich mindern.

Deckenöffnung: Die Aussparung für die Treppe in der Geschoßdecke muss großzügig geplant sein. Nur dann kann genügend Licht durch die Öffnung auf die Stufen fallen. Außerdem müssen Handläufe und Geländer vom Platz her einkalkuliert werden ebenso wie eventuell nötige Brüstungen. Bei Deckenöffnungen muss aber niemand das Rad neu erfinden: Dafür gibt es bewährte Grundriss-Varianten.

Fenster und Leitungen: Wenn es um die Sicherheit von Treppen geht, spielt eine gute Ausleuchtung der Stufen eine zentrale Rolle. Fenster dürfen dem Lauf der Treppe aber nicht in die Quere kommen. Wenn das nicht möglich ist, ist eine Spezialverglasung oder ein Geländer zum Schutz erforderlich, damit niemand gegen das Fenster prallen kann. Auch Stromleitungen sollten so verlaufen, dass sie bei der Montage der Treppe keine Probleme verursachen und die Lampen trotzdem da angebracht werden können, wo sie nötig sind. Bedacht werden sollte auch die Lage der Versorgungsleitungen für die Fußbodenheizung, vor allem im Bereich des Antritts.

Luftfeuchtigkeit: Bei Holztreppen spielt die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle – gerade beim Einbau. Da zählt vor allem, dass keine Baufeuchte mehr vorhanden ist. Denn bei zu hoher Luftfeuchtigkeit quillt Holz auf und kann sich verformen. Ist die Treppe montiert, ist gerade während der Heizperiode wichtig, dass die Luft im Raum nicht zu trocken ist. Sonst dörrt das Holz aus und kann rissig werden. Zentral ist in diesem Zusammenhang der Begriff der Holzfeuchte, also das Verhältnis von dem im Holz enthaltenen Wasser zum Gewicht des absolut trockenen Holzes. Generell empfohlen wird eine Holzfeuchte von zehn Prozent https://www.treppenmeister.com/de/treppenlexikon/din-18334/ , damit die Treppe ihre Form behält.