https://www.baunetz.de/herstellernews/Perspektiven_fuer_das_Bauen_im_Wandel_Einladung_zum_digitalen_Dialog_7513105.html

"STUDIO Bund" – im Livestream auf der BAU ONLINE

Im Rahmen der BAU ONLINE, die vom 13. bis 15. Januar 2021 in Premiere als komplett digitales Format übertragen wird, findet die Gesprächsreihe „STUDIO Bund“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) als täglicher Livestream im interaktiven Austausch mit dem
Publikum statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Bauwesen, Wissenschaft, Verwaltung und Politik stellen aktuelle Ergebnisse aus der Bauforschung und konkrete Beispiele aus der Praxis vor. In diskursiven Formaten reflektieren sie deren Relevanz für das Bauen und erörtern mögliche Neuausrichtungen der Baubranche, um den gesellschaftlichen und technologischen Anforderungen zukünftiger Generationen gerecht zu werden.
 
Die Teilnahme an den Gesprächsrunden ist kostenfrei, eine Anerkennung der Veranstaltung bei den Architekten- und Ingenieurkammern ist möglich.
Weitere Informationen finden Sie unter: studio-bund.de und
www.bbsr-registrierung.de
 
Tag 1 – Mittwoch, 13.01.2021
 
Eröffnung des Livestreams des STUDIO Bund durch
Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
 
12.00 – 13.00 Uhr
Innovationspotenziale im Bausektor durch Sensorik, Robotik und KI
 
Die Digitalisierung hat in den letzten Jahrzehnten zu industriellen Entwicklungsphasen geführt – in allen Branchen. Mit der vierten industriellen Revolution – Industrie 4.0 – entwickeln sich die digitalen Prozesse nun weiter zu cyber-physischen Systemen, die mittels IoT, Sensorik, Robotik und KI die Produktions- und Arbeitswelt erneut maßgeblich verändern. Auch die Baubranche hat dieses ungeheure Innovationspotenzial erkannt und befindet sich an der Schwelle der Implementierung. Welches Potenzial birgt diese digitale Transformation für die individualisierte Bauproduktion? Was ist noch Vision, was bereits Realität?
 
Prof. Dr.-Ing. Sigrid Brell-Cokcan RWTH Aachen, Individualized Building Production
Prof. Dr. Kristian Kersting, Technische Universität Darmstadt, Artificial Intelligence and Machine Learning Lab
Prof. Dr. Cordula Kropp, Universität Stuttgart, Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt Risiko- und Technikforschung
 
13.30 – 14.30 Uhr
Schneller, besser, günstiger - Kann die digitale Transformation ihre Versprechen halten?
 
Die Digitalisierung bringt im Baubereich etliche Versprechen mit sich: das Planen wird einfacher, kooperativer, weniger fehleranfällig; das Bauen wird schneller und kostengünstiger; die Qualität wird besser. Wie ist der Status quo in der Baubranche – welche bisherigen Praxiserfahrungen wurden gemacht und wie wird sich das Bauwesen zukünftig digital weiterentwickeln? Aber nicht nur eine erhöhte Komplexität kann für Verunsicherung sorgen, sondern auch klassische Berufsbilder in Planung und Realisierung werden durch die digitale Transformation verändert und teils in Frage gestellt. Welcher Handlungsbedarf besteht für welche Akteure?
 
Grußwort Dr. Markus Richter (angefragt), Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Vorsitzender des IT-Planungsrates  
Samy Kröger  Leiter Digitale Transformation, ZECH Building SE  
Oliver Tessin, 3F - Innovative 3D-Printed Architecture  
Jacqueline Peter, Uni Duisburg/Essen, Institut für Digitalisierung im Bauwesen  
Dr.-Ing Martina Schneller, Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, Bildungszentren des Baugewerbes e. V.
 
15.00 – 16.30 Uhr
Was macht die Corona-Pandemie mit der Bauwirtschaft? – Auswirkungen auf Unternehmensentwicklung und Baukonjunktur
 
Die Corona-Pandemie stellt die deutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen. Es hat sich gezeigt, dass der Baubereich ein vergleichsweise resilienter Wirtschaftszweig ist. Gestörte Lieferketten und Auftragsstornierungen hinterlassen aber auch hier ihre Spuren. Umso wichtiger ist es, die richtigen Weichen für die zukünftige Entwicklung der Bauwirtschaft zu stellen. Welche Auswirkungen hat das aktuelle Geschehen auf die Wertschöpfungskette Bau? Werden sich die Nachfrage nach Bauleistungen und damit der Markt zukünftig verändern? Welche Handlungsoptionen und Geschäftsmodelle ergeben sich daraus für die Bauwirtschaft?
 
Frank Roselieb, Geschäftsführender Direktor des Krisennavigator - Institut für Krisenforschung (ein „Spin-Off“ der Christian-Albrechts-Universität Kiel) und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Krisenmanagement e.V.
Dr. Claus Michelsen, Abteilungsleiter Konjunkturpolitik DIW Berlin
Peter Hübner, Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie
Reinhard Quast, Präsident Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
Karsten Wischhof, Geschäftsführer Deutschland baut! e.V.
 
17.00 – 18.00 Uhr
Kollaboration - integrative Projektabwicklung im Bauwesen
 
Integrales Planen und Bauen erfordert die systematische, ganzheitliche und multidisziplinäre Zusammenarbeit aller an Planung und Bau Beteiligter. Dies umfasst die Kooperation von Bauherr, Architekt und Fachplaner, den Bauausführenden sowie zusätzlichen Experten – auch Betreiber bzw. Nutzer können in unterschiedlicher Weise eingebunden werden. Mit Blick auf das internationale Umfeld werden auch in Deutschland neue Projektabwicklungsmodelle auf partnerschaftlicher Basis diskutiert. Wie kann auch der öffentliche Auftraggeber ein solches Projekt aufsetzen? Welche Risiken können versichert werden, um die Partner von ihrem Haftungskorsett zu befreien und Innovation und Kooperation zu erleichtern? Welche neuen Möglichkeiten gibt es für die Vertragsgestaltung und Projektabwicklung?
 
Stephan Hansmann, Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Bundesbau Baden-Württemberg
Frank Schmid, Staatl. Hochbauamt Ulm
Michael Halstenberg, KOPP-ASSENMACHER & NUSSER Partnerschaft von Rechtsanwälten mbH  
Dr.-Ing. Carina Schlabach, Schlabach Consulting
 
Tag 2 – Donnerstag, 14.01.2021
 
10.00 – 11.30 Uhr
10 Jahre Forschungsinitiative Effizienzhaus Plus
 
Mit dem 17. Netzwerktreffen „Effizienzhaus Plus macht Schule“ startet BMI auf der BAU ONLINE 2021 in das Jubiläumsjahr seiner Forschungsinitiative Effizienzhaus Plus. Wissenschaftlich validiert läutet dieser Gebäudestandard das Zeitalter der positiven Energiebilanz im Gebäudebereich ein. Seine bundesweiten Modellvorhaben werben schon heute für den zukunftsorientierten energetischen Gebäudestandard. Präsentiert und diskutiert werden retrospektiv und prospektiv aus verschiedenen Perspektiven baupolitische Tendenzen, Lessons learnt sowie Meilensteine auf dem Weg zum klimagerechten Bauen im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030.
 
Grußwort: Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
 
Petra Alten, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Referat BW I 3
Prof. Werner Sobek, Universität Stuttgart, Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) / Werner Sobek AG, Stuttgart
Univ. Prof. Dr. Manfred Norbert Fisch, CEO EGS-plan Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH
Heike Erhorn-Kluttig, Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Dr. Jürgen Görres, Stadt Stuttgart
Hans Erhorn, Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
 
12.00 – 13.00 Uhr
Ressourcenwende im Bauwesen: Kommt mit der Energiewende die Ressourcenwende?
 
Der European Green Deal soll eine ökologische Wende der Industrienationen bewirken. Neben Emissionssenkungen sollen besonders grüne Technologien und nachhaltige Produktlösungen dazu beitragen. Eine große Verantwortung kommt dabei der Bauindustrie zu, da das Bauwesen ein extrem ressourcenintensiver Wirtschaftszweig ist. Die Ressourcenthematik ist dabei unweigerlich mit den Aspekten der Material- und Energiewende verknüpft, die sich gegenseitig bedingen. Welches Potenzial für Deutschland liegt im Bauproduktesektor? Welche mittel- und langfristige Strategie sollte die deutsche Baubranche verfolgen, um einen sinnvollen Beitrag zur Energie- und Ressourcenwende zu leisten?
 
Grußwort: Manfred Fuchs (angefragt), EU-Kommission
Holger Ortleb, Bundesverband Gipsindustrie
Dieter Heller, Bundesverband Leichtbetonindustrie
Walter Feeß, Geschäftsführer der Fa. Heinrich Feeß GmbH
Walter Lonsinger, AUF e.V.
Dietmar Menzer, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, BW I2
 
13.30 – 14.30 Uhr
Instrumente von heute für die Ressourcen im Bauwerk von morgen
 
Das Ressourcenmanagement von Stoffströmen ist ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Bauens. Ein wichtiger Schritt zum ressourcenoptimierten Gebäude ist die Kreislauffähigkeit von Baumaterialien. Um vielversprechende Ansätze des Urban Minings, Rezyklierung und Wiederverwertung von Bauelementen und –materialen effizient weiterzuentwickeln und von der Ebene der Leuchtturmprojekte in die breite Anwendung zu tragen, werden nicht nur Verfahren zur Materialerkennung, -trennung und -aufbereitung benötigt, sondern auch entsprechende Planungsansätze und Plattformen, um Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene abzustimmen.
 
Mag. Hildegund Figl, IBO - Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie
Barbara Buser, baubüro in situ
Prof. Thomas Stark, HTWG Konstanz, Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fachgebiet Energieeffizientes Bauen
Luisa Ropelato, Architects for Future
 
15.00 – 16.30 Uhr
Das Klimaschutzprogramm 2030 und die Perspektiven für den Gebäudesektor
 
Klimaschutzpolitische Grundsätze, Maßnahmen und Ziele der Bundesregierung werden im Rahmen des Klimaschutzplans 2050 und des Klimaschutzprogramms 2030 definiert. Das Bundesklimaschutzgesetz berücksichtigt vor dem Hintergrund des Quellprinzips ausschließlich die direkten Emissionen des Handlungsfelds Gebäude. Darüber hinaus tragen Gebäude aber in starkem Maße zu Emissionen im Handlungsfeld Energieerzeugung und Industrie bei. Wie können Innovationen im Bauwesen ressortübergreifend dazu beitragen, die Ziele des Klimaschutzgesetzes zu erreichen? Wie wird unser Gebäudebestand bis 2050 klimaneutral? Welche Möglichkeiten gibt es, durch die gebaute Umwelt klimagerechte, soziale und zukunftsfähige Lebensräume zu schaffen?
 
Grußwort: MinDirig Lothar Fehn Krestas, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Lützkendorf, KIT Karlsruhe
Stefan Oehler, Oehler Archkom 
Heike Erhorn-Kluttig Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Peter-M. Friemert, ZEBAU - Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH
André Hempel, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
 
17.00 – 18.00 Uhr
Bauen für den Klimawandel - Experiment und Effizienz
 
Klimaschutz und Klimaanpassung sind zwei sich ergänzende Herangehensweisen der Klimastrategie. Bauliche Anlagen und gebaute Umwelt haben unterschiedlichen Einfluss und sind unterschiedlich betroffen, je nach Blickwinkel. Viele Planungsfragen und -lösungen, die nun unter dem Begriff Klimaangepasstes Bauen zusammengefasst werden, wurden bislang einzeln und vor allem nicht unter dem Aspekt erhöhter Gefährdung betrachtet. Der Fokus Klimaschutz blickt darauf, wie der Gebäudesektor maßgeblich zum Klimaschutz in Deutschland beitragen kann. Nur so können die Folgen des Klimawandels reduziert und das Schwinden von Anpassungsmöglichkeiten vermieden werden.
 
Grußwort: Volkmar Vogel (angefragt), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Schellnhuber Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) e. V.
Silke Jung, Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit 
Prof. Dr. Heiko Sieker, Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH / TU Berlin
Marco Schmidt, Fachplaner, BBSR, TU Berlin
 
Tag 3 – Freitag, 15.01.2021
 
12.00 – 13.00 Uhr
Bauliche Infektionsprävention im Gebäude
 
Die bauliche Infektionsprävention ist ein relevanter Bestandteil der Hygienekonzepte von Krankenhaus- und Gesundheitsbauten. Durch die derzeitige Pandemie hat das Thema noch einmal an Relevanz gewonnen. Wichtig für die Beherrschung eines neuen Infektionserregers ist, schnell, effektiv und zielgerichtet wissenschaftliche Erkenntnisse zu den möglichen Übertragungswegen zu gewinnen. Die Vorbereitung auf zukünftige Infektionsgeschehen mit unbekannten Erregerformen steht dabei im Fokus, um bauliche und prozessuale Empfehlungen für die Planung geben zu können.
 
Grußwort: Helga Kühnhenrich, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Prof. Dr. med. Petra Gastmeier, Charité
Wolfgang Sunder, TU Braunschweig
 
13.30 – 14.30 Uhr
Der öffentliche Raum in Zeiten des Infektionsschutzes
 
Städtebau, Stadtentwicklung und Wohnungspolitik stehen vor vielen Herausforderungen. Die Entwicklung von Wohnanlagen muss dabei durch die Gebäudetypologie, die Dichte, das Wohnungsgemenge, die Wohnungsgrundrisse und das Wohnumfeld Lösungen für eine heterogene Gesellschaft mit unterschiedlichsten Bedürfnissen geben. Eine wichtige Rolle spielen dabei Kompensationsräume, die einen Mehrwert schaffen. Nicht nur in Zeiten des Infektionsschutzes spielen diese Nachbarschaften und Außenräume eine große Rolle bei der Aufrechterhaltung der Wohnzufriedenheit und der physischen und psychischen Gesundheit.
 
Hans Drexler, DGJ Architektur GmbH
Moritz Fedkenheuer, Survey Research & Evaluation
Simone Bosch-Lewandowski, Weeber+Partner
 
15.00 – 16.30 Uhr
Zukunftsorientierte Lösungen für einen nachhaltigen Wohnungsbau
 
Die Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum gehört gegenwärtig zu den politisch, gesellschaftlich und planerisch relevanten Herausforderungen. Zukunftsorientierte Lösungen im Wohnungsbau konzentrieren sich verstärkt auf größere Strukturen, Netzwerke und Gemeinschaften sowie das Denken und Bauen in Serie. Die digitalen Werkzeuge ermöglichen die Individualisierung des Systembaukasten bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung sowie einer hohen gestalterischen Qualität. Auch urbane Themen wie die Quartiersentwicklung, Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen sowie die Wahl der Baustoffe und Materialien müssen mitgedacht werden.   
 
Grußwort: Christine Neuhoff, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Prof. Dr.-Ing. Jutta Albus, Technische Universität Dortmund, Institut für Ressourceneffizientes Bauen
Christian Leitner, Lukas Lang Building Technologies
Markus Lechner, Technische Universität München
Nicolas Novotny, Tegel Projekt GmbH
 
17.00 – 18.00 Uhr
Zurück in die Zukunft? Lowtech-Strategien für das Bauen im 21. Jahrhundert
 
„Lowtech“ und „Hightech“ standen lange für eine gegensätzliche Haltung, ebenso wie „Einfachheit“ und „Komplexität“. Das digitale Bauen hat es geschafft, beide Pole miteinander zu verbinden. „Simplexity“ steht somit für den Einsatz von „Hightech“-Baumaterialien als Voraussetzung für den „Lowtech“-Einsatz derselben. Wie lassen sich beispielsweise die komplexen Schnittstellen in Planung und Bau mittels digitaler Tools reduzieren und die Planung und Realisierung letztendlich vereinfachen?
 
Andrea Vetter, Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V.
Prof. Eike Roswag, TU Berlin, Natural Building Lab / ZRS Architekten   
Constantin Mercier / Julian Weyer, CF Møller Architekten