https://www.baunetz.de/herstellernews/Mit_Modular_Skylights_gestalten_7053227.html

Profil

Tageslichtdächer zentrales architektonisches Gestaltungselement bei neuem Forschungs- und Laborgebäude in Bonn


Mehr als 1,5 Mio. Demenzerkrankte in Deutschland, fast 300.000 Neuerkrankungen jährlich – die Volkskrankheit stellt uns vor große Herausforderungen. Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) hat sich der Erforschung der Demenz mit all ihren Facetten gewidmet. Ein spektakulärer Neubau für das DZNE am neuen Standort in Bonn verbindet Forschungs- und Laborarbeit mit Verwaltung. Velux Modular Skylights durchfluten die Gebäude mit Tageslicht und setzen die inspirierende und einzigartige Architektur perfekt in Szene.
 
Wettbewerb für den Neubau
2012 gewannen wulf architekten den Generalplanerwettbewerb für die Errichtung des neuen Forschungszentrums inmitten eines Kiefernwaldes auf dem Campus des Universitätsklinikum Bonn. Ihr Entwurf für das Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft sieht drei markante Baukörper vor, deren Dreiteilung ihren Funktionen entspricht: Im Hauptgebäude befinden sich allgemeine Einrichtungen wie Eingangshalle, Cafeteria, Hörsaal, Bibliothek, klinische Forschung, MRT und Verwaltung, das zentrale Forschungsgebäude beherbergt sämtliche Labore sowie die dazugehörigen Büros, im dritten Baukörper schließlich ist das präklinische Institut zuhause. Durch seine organische Form fügt sich das Gebäudetrio harmonisch in die Umgebung ein. Gläserne Gelenke, die auch als Meeting Points genutzt werden können, verbinden die Bauten miteinander.
 
Außenliegende, geschosshohe Glaslamellen prägen die Außenansicht. Inspiriert vom umgebenden Kiefernwald sind die Lamellen in den Farben Grün, Gelb und Orange gehalten und bieten nicht nur ein sich stets veränderndes Bild, sondern fungieren auch als Sonnenschutz: Je nach Sonnenstand verändern die Lamellen ihren Winkel, sodass blendendes Sonnenlicht in den Räumen verhindert wird.
 
Tageslicht schafft Aufenthaltsqualität
Zentrales Anliegen von wulf architeken war, eine hohe Aufenthaltsqualität für die ca. 500 hier tätigen Wissenschaftler und Mitarbeiter zu schaffen, ohne Abstriche an der erforderlichen Funktionalität machen zu müssen. Dies erreichten sie unter anderem durch lichtdurchflutete Innenräume und ein freundliches, helles Ambiente in den Gebäuden mit elegant abgerundeten Formen und großflächigen Verglasungen. Bei zweien der drei Gebäude entschieden sich wulf architekten dafür, sie von oben mit Velux Modular Skylights zu belichten. Im Hauptgebäude öffnet ein Atrium-Lichtband mit insgesamt 28 sowohl feststehenden als auch RWA-Modulen, einer Länge von fast 7 Metern und einer Breite von circa 11,5 Metern das Zentrum des Gebäudes und lässt das Tageslicht herein. Durch das ständig wechselnde Wetter und den Lauf der Tageszeiten ergibt sich auch tief im Inneren des Gebäudes ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten. „Licht ist eines der wichtigsten Werkzeuge eines Architekten. Es macht Architektur erst lebendig“, ist sich Steffen Vogt, Partner bei wulf architekten, sicher.
 
Noch beeindruckender ist allerdings die Belichtung über das Dach im Laborgebäude. Insgesamt 110 Velux Modular Skylights sind nahezu über die gesamte Länge des ellipsenförmigen Laborgebäudes ebenfalls als Ellipse angeordnet. Die puristische Gestaltung der komplett vorgefertigten Module mit Niedrigprofilrahmen und nicht sichtbarer Mechanik für die zu öffnenden Skylights, die sowohl zur Lüftung als auch als Rauch- und Wärmeabzug genutzt werden können, sorgen dafür, dass die Velux Modular Skylights zum architektonischen Mittelpunkt des Gebäudes werden und perfekt zum außergewöhnlichen Design des gesamten Gebäudes passen.
 
Der hochmoderne und rundum gelungene Forschungs- und Laborkomplex bringt mit viel Tageslicht und frischer Luft Energie und Inspiration in das Arbeitsleben der Mitarbeiter: „Wenn Sie hereinkommen, können Sie den Himmel sehen, Ihren Geist öffnen und stolz auf Ihren Arbeitsplatz sein. Ich denke, es ist ein erstaunliches Gebäude“, findet Camille Brosset, Mitarbeiterin in der Verwaltung des DZNE.


Schnitte und GrafikBautafel