https://www.baunetz.de/herstellernews/Mehr_Raum_fuer_Bildung_in_Hamburg_7737790.html

Profil

Moderne Schulgebäude in modularer Bauweise

Steigende Schülerzahlen, sanierungsbedürfte Bestandsgebäude, neue Unterrichtskonzepte – es gibt unterschiedliche Gründe, die dazu führen, dass neuer Schulraum benötigt wird. Die Modulbauweise, mit vielen Monaten früherer Fertigstellung, stellt einen wesentlichen Vorteil für kommunale Entscheider dar. Dennoch sind Planer architektonisch sowie hinsichtlich der Grundrissgestaltung völlig frei.


Gebaute Beispiele aus neuester Zeit


Im Rahmen des Schulentwicklungsplans „Hamburger Klassenhaus“ reagierte die Freie und Hansestadt Hamburg auf die wachsenden Schülerzahlen. 35 Neubauten sollen bis 2030 an unterschiedlichen Standorten in Hamburg entstehen. 8 wurden seit 2020 bereits fertiggestellt. Zwei dieser Schulen realisierte KLEUSBERG in Modulbauweise: die Grundschulen „Scheeßeler Kehre“ und „am Kiefernberg“. Beide Projekte beruhen auf einem übergeordneten Raumbuch, die Gebäudekonzepte weichen voneinander ab, da jede der Schulen über spezifische bauliche und pädagogische Besonderheiten verfügt. Die „Scheeßeler Kehre“ fungiert als Inklusive, Umwelt- und SINUS-Schule. Neben regulären Unterrichtsklassen verfügt der Neubau über Gruppenräume, Differenzierungsbereiche sowie eine Mathe-Werkstatt. Aus pädagogischen Gründen wurden die Räume in Lernfelder (A und B) unterteilt. Der Einsatz von Holz als nachhaltiger Rohstoff spiegelt sich innen wie außen wider. Die vorgehängte Fassade besteht aus einer senkrecht verlaufenden Holzlattung mit Vergrauungslasur zum Schutz des Materials. Zwischen den Fenstern finden sich graue HPL-Paneele, die einen Kontrast zur braunen Grundfassade darstellen. Rote Lüftungsgitter unterstreichen das abwechslungsreiche Gesamtbild des Gebäudes. Die Fenstereinfassung aus Aluprofilen dient der Optik. Sie verkleiden darüber hinaus die Kästen des außenliegenden Sonnenschutzes. DNA Architekten aus Hamburg übernahmen den Entwurf für das 3-geschossige Gebäude.
Bei der Grundschule am Kiefernberg liegt das Augenmerk auf einer transparenten Innenraumgestaltung mit Sichtbeziehungen zwischen den Räumen und großzügigen Flure, die gleichzeitig einen Ort zum Spielen bieten. Auch hier kam der nachwachsende Rohstoff Holz bei Türen und Fenstern sowie Ausstattungsdetails wie beispielsweise den Handläufen des im Treppenhaus zum Einsatz. Die abwechslungsreichen Fensterausführungen schaffen einen anregenden Raumeindruck. Lüftungsgitter an den Außenfenstern dienen der Nachtauskühlung. Kippbare, zum Flur ausgerichtete Innenfenster ermöglichen das Querlüften. Die Beheizung erfolgt mittels Nähwärmeanschluss. Das Dach erhielt eine extensive Begrünung. Ebenfalls auf dem Dach befindliche Module der Photovoltaikanlage wurden aufgeständert ausgeführt.