https://www.baunetz.de/herstellernews/Integrale_Zusammenarbeit_im_modellbasierten_Planungsprozess_7566277.html

Soll gemeinsam und zukunftsfähig geplant, das Gebäude nachhaltig, ressourcen- und energieschonend realisiert und genutzt werden, ist die integrale Planung ein Schlüssel zum Erfolg. Hier finden sich Bauherren, Architekten, Fachingenieure, Bauunternehmer, Fachhandwerker und zukünftige Nutzer zusammen und realisieren gemeinsam ihr Projekt. Hinzu kommt: Der Stellenwert der integralen Planung, die bei komplexen Bauaufgaben eine disziplinenübergreifende Zusammenarbeit erleichtert, wächst stetig dank digitaler Planungsmethoden und BIM-fähiger Softwarelösungen.
 
Offener Austausch für mehr Transparenz
Hohe Qualität in der Planung und Realisierung eines Bauprojekt entsteht vor allem durch ein zielgerichtetes Zusammenspiel der Projektpartner, die hier eng zusammenarbeiten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architekten und Tragwerksplanern nimmt dabei eine besondere Stellung ein: Architekturmodell und Tragwerksmodell bedingen einander direkt; die Bauwerksstatik bestimmt wichtige Konstruktionsparameter und damit die Architektur – sowie umgekehrt.
 
Die verfügbaren Tools (fachspezifische Architektur- und Fachplanungsprogramme, bauprozessunterstützende Apps, Kollaborationsplattformen etc.) können heute durch herstellerübergreifende Austauschformate und Schnittstellen sehr viel einfacher, effizienter und deutlich weniger fehlerbehaftet miteinander kommunizieren, als noch vor wenigen Jahren. Neben IFC, dem zentralen modellbasierten Open BIM-Austauschformat, gewinnt BCF weltweit an Bedeutung als übergreifendes Kommentar- und Kollaborationsformat. Hinzu kommen offene Formate wie SAF (Structural Analysis Format), die für eine Informationsübergabe von BIM-Planungsprogrammen an Tragwerksplanungsprogramme genutzt werden.
 
Architektur und Tragwerksplanung im engen Austausch
Workflows, CAD-Daten aus einer Planungssoftware an ein Statikprogramm zu übergeben und daraus die Gebäudestatik zu ermitteln, sind keineswegs neu. Neu ist jedoch, die Modellinformationen z.B. inkl. statisch relevanter Konstruktionsaufbauten und Elemente (Wandsysteme, Deckenkonstruktionen, geometrische Dimensionen etc.) als ein „abgespecktes“ Modell zu übergeben. Archicad ist eines der ersten Programme, das ein Architekturmodell auf die statisch relevanten Modelldaten, das sogenannte Tragwerksanalysemodell, reduziert und die weitere Bearbeitung in einem durchgängig modellbasierten Workflow abbildet. Das ist ein Novum und trifft bei Tragwerksplanern wie Architekturbüros, die einen integralen Planungsansatz forcieren oder als Generalplaner agieren, auf großes Interesse.
 
Hinzu kommt, dass schon nach der Leistungsphase 2 ein detailliertes Architekturmodell vorliegt, das eine erste, aber bereits verlässliche Tragwerksberechnung erlaubt. Änderungen in der Gebäudestatik, die sich aus Anpassungen in der Architekturplanung ergeben, sind über den gesamten Planungsverlauf schnell, korrekt und unaufwendig im direkten Austausch von Architekt und Tragwerksplaner möglich. Die BIM-Planungssoftware Archicad erhöht mit diesem neuen modellbasierten Workflow das Verständnis der Planungspartner füreinander, denn ihre enge Zusammenarbeit direkt am Modell, fördert die Einsicht für individuelle Projektanforderungen und Entwurfsentscheidungen.