https://www.baunetz.de/herstellernews/Immer_in_Bereitschaft_7743488.html

Profil

4-geschossiges Modulgebäude für die Uniklinik Köln

Die Zentrale Notaufnahme der Uniklinik Köln ist 24/7 Anlaufstelle für medizinische Notfälle. Ärzte und Notfallsanitäter sind rund um die Uhr in Einsatzbereitschaft. Umso wichtiger ist während der ruhigen Phasen ein Aufenthaltsort, der zwar die direkte Anbindung an das Klinikgeschehen mit kurzen Laufwegen ermöglicht, gleichzeitig jedoch zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit der MitarbeiterInnen beiträgt. Die medfacilities GmbH ist als Teil der Gruppe ein Unternehmen der Uniklinik Köln. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Entwicklung und Planung von Krankenhausbauten sowie dem Baumanagement. Auch für den Neubau des Bereitschaftsgebäudes übernahm medfacilities die Planung. KLEUSBERG realisierte den 4-geschossigen, 800 Quadratmeter großen Modulbau schlüsselfertig und übergab im Sommer dieses Jahres 40 funktional ausgestattete Einzelzimmer als Rückzugsbereiche, vier Aufenthaltsräume mit Teeküchen und 20 Duschbäder. Von der Modulmontage bis zur Fertigstellung vergingen lediglich sechs Monate Bauzeit.


Beengte Grundstücksverhältnisse, erschwerte Baubedingungen


Der Neubau stellt einen Ergänzungsbau zum Zentralklinikum dar. Mit der Baumaßnahme verfolgte der Bauherr das Ziel, das bestehende Funktionsgebäude zu ersetzen und die Bereitschaftsräume auf dem Klinik-Campus zu zentralisieren. Neu- und Bestandsbau sind miteinander verbunden. Das Grundstück befindet sich – eingebettet in dem Gebäudebestand des Universitätsklinikums – in einer hoch verdichteten Umgebung mit intensivem Fahrzeug- und Fußgängerverkehr. Eine genaue technische und bauzeitliche Koordination am Bauort war daher insbesondere während der Anlieferung und Montage der insgesamt 28 Module gefragt. Trotz der erschwerten Bedingungen konnte der Bauablauf ungestört weitergeführt werden. Auch der Klinikbetrieb und 2/2 damit die Behandlung der Patienten blieb von den Arbeiten weitestgehend unbeeinträchtigt.


Funktionell und modern ausgestattet


Das Treppenhaus sowie der Aufzugsturm entstanden in Stahlbetonbauweise, die übrigen Räumlichkeiten sind modular umgesetzt. In Anlehnung an die Nachbargebäude (KfH und Herzzentrum) erhielt der Neubau eine Natursteinfassade. Das Treppenhaus ist durch eine Metallkassettenfassade gekennzeichnet. Durch die Kombination glatter Sichtbetonflächen mit Ausführungsdetails in grau hebt dieser Bereich sich auch Innen dezent, aber ästhetisch vom übrigen Baukörper ab. Auf der Südseite des Neubaus befindet sich eine kleine Terrasse, die durch eine Winkelstützwand des Bestandsgebäudes eingefasst ist. Zur Beheizung des Modulbaus wird das bestehende Fernwärmenetz genutzt. Auch an die RWA- und BMA-Zentralen eines Kliniktraktes konnte angebunden werden. Die Frischluftzufuhr in den Räumen erfolgt über eine einzelraumgesteuerte Lüftung sowie manuell durch das Öffnen der Fenster. Um die Erreichbarkeit im Einsatzfall gewährleisten zu können, wurde das Bereitschaftsgebäude mit einer Rufeinrichtung ausgestattet. Diese ist direkt mit Leitstelle des Zentralklinikums verbunden, über die die Notrufe eingehen. Durch den Einsatz von MSR-Technik sind alle Stellschrauben der Gebäudetechnik miteinander verknüpft. Eine zentrale Steuerung ist somit möglich.