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Profil

Besondere Lichtverhältnisse durch das innovative Deckensystem von Rockwool Rockfon


Das Alte Schloss im Zentrum Stuttgarts beherbergt das Landesmuseum Württemberg. Dort kam im Foyer, der sogenannten Dürnitzhalle, im Zuge umfangreicher Baumaßnahmen auch eine moderne, hellweiße, monolithisch wirkende Akustikdecke von Rockwool Rockfon auf 750 Quadratmetern zum Einsatz. Dieses innovative Deckensystem bewirkt besonders schöne Lichtverhältnisse mit breiter Lichtstreuung. Hinzu kommt eine sehr angenehme Akustik.


Zuständig für die Sanierung und Renovierung dieses Gebäudeteils war der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Diese Institution ist Kompetenzzentrum und Serviceeinrichtung für alle Leistungen rund um die Immobilien des Landes. Seit Ende letzten Jahres präsentiert sich nun die Eingangshalle Dürnitz als glanzvolle Kulturlobby mit heller und entspannter Atmosphäre. Sie bietet neben einem Cafe Platz zum genussvollen Verweilen und auch Raum für Vorträge.
   
Soziales Zentrum

Historisch gesehen war die Dürnitz bereits im Mittelalter das soziale Zentrum des Alten Schlosses. Sie diente als geheizter Gemeinschaftsraum und Speisesaal, und das neu gestaltete Museumsfoyer schließt an diese geschichtliche Nutzung an. Jede und jeder soll sich wohl und willkommen fühlen. Und wenn man sich umsieht, merkt man schnell: Hier ist alles vom Allerfeinsten bedacht.

Dipl.-Ing. Pia Elser plante und leitete das reizvolle Projekt federführend. Auch bei der Ausführung der Akustikdecke legte sie großen Wert auf eine hochwertige, präzise und sorgfältig ausgeführte Lösung. Ziel war eine erstklassige Akustik und eine hervorragende Optik in diesem Gebäudeteil: Unter anderem soll die Schönheit der vorgesehenen Glaskunstleuchten optimal zur Geltung kommen.

Die Wahl dieser Leuchtobjekte aus Glas kommt wohl nicht von ungefähr: Denn das Landesmuseum beherbergt unter seinen Exponaten auch die bedeutendste Glassammlung aus vier Jahrtausenden in Europa.

Ausdrucksstarkes Akustikdeckensystem

Das System Rockfon Mono Acoustic ist ein fugenloses Akustikdeckensystem, wobei die elegante Oberfläche für eine gleichmäßige Lichtverteilung sorgt. Zudem verringert sie den Bedarf an künstlichem Licht und erlaubt eine sehr hohe Schallabsorption (Alpha-w-Wert bis 1,00).

Mit diesen Qualitäten erfüllte der Hersteller alle Wünsche des Bauherren, der Akustiker und der nutzenden Einrichtung.

Montage der Deckenplatten

Die Montage dieses System ist allerdings komplexer und anspruchsvoller als der Einbau einer Standarddecke. Denn alle technischen und handwerklichen Vorgaben des Herstellers müssen bei diesen Arbeiten exakt eingehalten werden. Sonst besteht die Gefahr, dass Brand- und Akustikwerte nicht eingehalten werden. Für die Montage dieses Systems ist deshalb grundsätzlich eine Zertifizierung des Verarbeiterbetriebes durch den Hersteller nötig, die man durch einen Lehrgang erreichen kann.

Ein entsprechend kompetenter Betrieb ist die Reisser GmbH aus dem baden-württembergischen Aalen, einer Stadt, die nur 70 Kilometer von der Baustelle entfernt ist. Vor wenigen Jahren hatte dieser Betrieb an seinem Heimatort bereits das Limesmuseum mit diesem System erfolgreich in Schwarz ausgestattet: Im Zuge einer beschränkten Ausschreibung konnte Reisser auch den Auftrag für das Stuttgarter Projekt gewinnen.

Die Unterkonstruktion

Die Deckenplatten haben beim Stuttgarter Projekt die Maße von 1800 x 1200 Millimeter und sind auf der Rockfon Mono Acoustic  Unterkonstruktion befestigt.

Die Montageschritte im Detail

Für das gewünschte monolithische Erscheinungsbild haben die Verarbeiter in Stuttgart die Decke etwa 220 Millimeter von der Rohbaudecke abgehängt. Anschließend legten sie die Deckenplatten ein und verschraubten sie. Danach verschlossen und verdeckten sie gemäß den Vorgaben alle sichtbaren Verbindungen zwischen den Platten mit dem Rockfon Mono Acoustic Powder-Füller in Kombination mit dem systemeigenen Tape als erste Lage. Anschließend kam der fertig angemischte Acoustic Filler aus dem Programm speziell für die Feinspachtelung der Fugen, Halteklammern und Schraubenköpfe zum Einsatz.

Als nächsten Schritt deckten die Verarbeiter alle angrenzenden Flächen und Gegenstände mit Folie ab und sahen noch einmal alle Fugen nach. Sie schliffen sorgfältig die Spachtelung, überprüften sie auf Ebenheit und trugen per Airlessgerät flächendeckend den Akustikputz des Herstellers in Weiß auf. Danach erfolgte der Einbau der Beleuchtungen und anderer Serviceelemente in die zuvor angelegten Öffnungen.

Als Ergebnis begrüßt und verzaubert in Stuttgart die Besucher eine repräsentative fugenlose Decke in Weiß, die sich perfekt in das Gesamtbild einpasst.

Da sich diese elegante Decke laut Herstellerangaben auch  leicht sauber halten lässt und zudem keinen Nährboden für Bakterien und Pilze bietet, dürften alle am Bau Beteiligten und ihre Gäste lange Freude an der neuen Dürnitz haben.

Auf Kundenwunsch ist der Akustikputz auch in vielen anderen individuellen Farben aus dem NCS-Farbcode-System bei einer Mindestmenge von 20 Kilogramm erhältlich.
 
Bautafel:
 
Projekt Landesmuseum Württemberg
 
Bauherr: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Stuttgart
Planung/Projektleitung: Pia Elser, Dipl.-Ing. (FH) Vermögen und Bau Architect Baden-Württemberg
Akustik: BRÜSSAU BAUPHYSIK GMBH, Fellbach
Verarbeiter: Reisser GmbH, Aalen
Akustische Elemente: Rockfon® Mono® Acoustic, 1800 mm x 1200 mm