https://www.baunetz.de/herstellernews/Die_Mauer_muss_weg_7325469.html

Mehr Licht im Treppenhaus durch Brüstungen aus Glas

"Brüstung" ist ein Begriff, den es schon im Mittelalter gab. Gemeint ist damit alles, was Bewohner eines Hauses davor schützt, in die Tiefe zu stürzen – vor allem am oberen Ende von Treppen. Viele Bauherren setzen bei der Brüstung auf eine Mauer aus Stein oder Beton, die die nötige Stabilität verspricht. Doch durch sie dringt kein Lichtstrahl. "Oft werden Flur, Treppenhaus und angrenzende Räume durch die Brüstung regelrecht verdunkelt", sagt Thomas Köcher, Geschäftsführer der Treppenmeister-Partnergemeinschaft. Als Alternative bieten sich Brüstungsgeländer an. Sie sind genauso sicher und zwischen den Stäben kann genügend Licht einfallen. Vor allem Lösungen mit Verbund- oder Einscheiben-Sicherheitsglas bringen Leichtigkeit ins Haus. Sie lassen sich mit Einfassungen aus Holz oder geschliffenen Stahl kombinieren. "Optisch wirkt es sehr harmonisch, wenn die Brüstung genauso ausgeführt ist wie das Steiggeländer", rät Köcher. "Dann erscheint alles wie aus einem Guss."
Vor allem bei Treppen, die zu einer Zimmerempore führen, bringen durchsichtige Brüstungen den ganzen Raum voll zur Geltung. Und auch die Brüstung selbst wirkt schwerelos: Massiv gemauerte Wandscheiben fallen mindestens doppelt so stark aus.
Baurechtlich ist eine sogenannte Umwehrung – gemeint sind damit Gitter, Geländer oder Brüstung – überall da erforderlich, wo begehbare Flächen an mindestens 50 bis 100 Zentimeter tiefer liegende Flächen grenzen. Auch die Höhe solcher Absicherungen ist genormt: Bei Falltiefen von bis zu zwölf Metern, muss die Schutzeinfassung 90 Zentimeter hoch sein, ansonsten sind es 1,10 Meter.
Kostenmäßig schlägt ein Geländer nicht mehr zu Buche als eine massive Brüstung: "Neben den Kosten für Maurer oder Trockenbauer dürfen die Arbeiten für Putz, Tapete beziehungsweise Anstrich und Abdeckung in der Kalkulation nicht vergessen werden", gibt Köcher zu bedenken. Nach seiner Erfahrung kann es sogar günstiger sein, das Brüstungsgeländer beim Treppenbauer gleich mit in Auftrag zu geben. "Damit ist zudem gewährleistet, dass Anschlüsse und Durchgangsbreiten optimal passen."