https://www.baunetz.de/herstellernews/Dachkult_als_Partner_auf_dem_14._Deutschen_Architektentag_2019_7022441.html

Größtes Klassentreffen deutscher Architekturhochschulen

Wenn die Bundesarchitektenkammer ihren Namen tanzt, steht der ganze Saal Kopf. So auch am 27. September, als 1.000 Architekten, darunter 200 Studierende mit ihren Professoren 20 deutscher Hochschulen in Berlin zum Deutschen Architektentag zusammengekommen sind. Es wurde viel diskutiert, genetzwerkt und am Ende sogar ein Bundesverdienstkreuz verliehen. Dachkult war als Partner vor Ort und viel mehr mittendrin, statt nur dabei.
 
Der Anteil an Studierenden war dabei nicht zufällig so hoch. Im Vorfeld hatte Dachkult, die Architektenkampagne der Initiative Steildach, Studierende eingeladen, am DAT/19 teilzunehmen und mit etablierten Architekten in Kontakt zu treten. Dachkult war in diesem Jahr erstmals Partner der Veranstaltung und zeigt sich sehr zufrieden: „Nicht nur die BAK hatte durch ihr 50jähriges Bestehen etwas zu feiern. Auch wir können auf unser eigenes Jubiläum blicken und nach einem Jahr am Markt stolz darauf sein, bei einer solch hochkarätigen Veranstaltung jetzt schon auf Augenhöhe mitwirken zu können“, so Klaus H. Niemann, Sprecher von Dachkult. Neben dem freien Eintritt, einer praktischen Lorrybag, dem Magazin stadt/land/dach und dem Fachbuch Dachräume erhielten die Studierenden noch eine weitere schöne Erinnerung. Zwischen den Keynotes, Themenräumen und Workshops lud Dachkult zum größten „Klassentreffen deutscher Architektur Hochschulen“ ein und hielt diese Zusammenkunft mit einem Gruppenfoto fest. Im Anschluss daran wurden diese Kontakte in großer Runde beim gesponserten Mittagessen verfestigt.
 
Baukultur in Zeiten der digitalen Transformation
Der Partner-Workshop am Nachmittag stand im Zeichen des Daches als Ausdruck digitaler Baukultur. Hannes Mayer, Architekt und Senior Researcher bei Gramazio Kohler Research an der ETH Zürich, ist dort verantwortlich für den Bereich der Forschung. Entgegen des landläufigen Ziels, Prozesse durch Digitalisierung zu beschleunigen, geht es ihm weiterhin darum, über Räume nachzudenken und experimentelle Materialien zu entwickeln, die außerhalb der reinen Vorstellungskraft liegen. So stellte er unter anderem das Projekt Mesh Mould Metal vor, dass das Zusammenführen der herkömmlicherweise getrennten Systeme, Schalung und Bewehrung in ein robotergestütztes tektonisches Bausystem für komplex geformte Betonstrukturen zusammenführt. Der Entwurf für eine Pergolaüberdachung auf der Terrasse der Villa Maraini in Rom war ein weiteres Projekt, an dem Studierende 10 Wochen lang arbeiteten, um die komplexe Dachstruktur mittels neuer Holzbaumethode zu entwickeln und anschließend zu errichten. Laut Mayer könne die Komplexität durch die Digitalisierung zwar nicht reduziert, aber beherrschbar gemacht werden. Zudem verändere sich auch die Kommunikation und Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten und müsse stärker verknüpft werden.
 
Mehr Qualität und Qualifikation in der Architektur
Die Architekten und Planer verabschiedeten zum Abschluss des Tages fast einstimmig eine Forderung zu Qualität und Qualifikation für lebendige Quartiere. Danach rundete der feierliche Festakt am Abend den Tag gebührend ab. Neben kurzweiligen Redebeiträgen vertanzte die Theatergruppe „Mobilés aus Köln“ in einem Schattentheater mit virtuosen Formenspielen die Entstehungsgeschichte der BAK. Als Abschluss vor der großen Party wurde der Präsidentin der BAK, Barbara Ettinger-Brinckmann, schließlich das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.