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Inmitten der idyllischen Berglandschaft Österreichs, genauer gesagt in Ellmau am Wilden Kaiser, entstand 2018 mit der Tirol Lodge der erste one stop shop Hotelbetrieb in Tirol. Das Besondere: Das voluminöse Bauvorhaben wurde komplett aus Holz und in Modulbauweise gebaut. In den Badezimmern ist daher ein sicherer und konstruktiver Feuchtigkeitsschutz gefragt: Das ausführende Architekturbüro setzte dabei bewusst auf bodenebene, glasierte Titan-Stahl Duschflächen mit aufgekanteter Zarge vom Delbrücker Badspezialisten Bette.
 
Direkt neben der Talstation der Hartkaiserbahn Ellmau gelegen, mit direktem Zugang zu den Skipisten, Sauna mit Blick auf das Bergpanorama und ganzjährig beheiztem Außenpool mit Inneneinstieg: In Ellmau entstand 2018 mit der Tirol Lodge kein großer, kastenförmiger Hotel-Block, sondern gleich ein ganzes Chalet-Dorf mit 171 Zimmern. Für das großzügige Lodge-Feeling inmitten der Berglandschaft Tirols wurde die Architektur des voluminösen Bauvorhabens in einzelne Häuser aufgelöst – drei Gruppen mit jeweils vier Gebäuden.
 
Ein Hotel ganz aus Holz – das war der Wunsch des Bauherrn für das einzigartige Hotelprojekt Tirol Lodge. Inspiration dafür gab das repräsentative Verwaltungsgebäude der Holzbau-Firma Egger in St. Johann. Der Bauherr der Tirol Lodge war fasziniert von der Holzmodulbauweise des Stammhauses der Firma Egger und wollte diese Bauweise für den Hotelneubau adaptieren. Für einen Hersteller von Holzwerkstoffen ist es naheliegend, dass sein Neubau aus firmeneigenen Produkten gefertigt wird, für ein Hotelprojekt dieser Größe ist es ungewöhnlicher, dafür aber umso reizvoller – sowohl für den Bauherrn als auch für das ausführende Architekturbüro.
 
Mit dem Tiroler Architekten Bruno Moser, der sich auch für das Stammhaus Egger verantwortlich zeigt, wurde für den Neubau des Hotels ein international renommierter Spezialist für Holzbau beauftragt. Eine Herausforderung für den Architekten und sein Projekt: Holz ist ständig in Bewegung. Das ist soweit nichts Ungewöhnliches, allerdings kann dieser Aspekt gerade in den Badezimmern schnell zum Problem werden. Aufgrund der stetigen Bewegung des Materials könnten in der Folge Silikonfugen reißen, undicht werden und Feuchteschäden am Holz drohen.
 
Sicherer Feuchtigkeitsschutz für die Holzbäder
„Für uns war deshalb immens wichtig, dass wir bei einem so umfangreichen Bauvorhaben aus Holz einen besonders sicheren Feuchtigkeitsschutz verwenden. Gerade der Nassbereich in den Badezimmern muss effektiv abgedichtet werden“, betont Moser. „Momentan sehen wir in Österreich neben dem Trend zur Vorfertigung auch einen Trend zum Holzbau. Hier ist Bette besonders gefragt, da das Unternehmen individuelle Lösungen bereit hält, die sich für den Holzbau gut eignen“, erklärt der Architekt.
 
Fliesen und Fugen kamen für den Duschbereich der Badezimmer nicht in Frage. „Fugen sind immer schwierig, auch im Massivbau. Bei Holz sind sie aber besonders riskant“, resümiert Moser. Um in den Duschen der Holzbäder auf Nummer sicher zu gehen, entschied sich das Architekturbüro für die bodenebenen Duschflächen BetteFloor Side in Kombination mit der BetteZarge. Für die Zarge wird die Duschfläche ab Werk wandseitig aufgekantet, sodass glasierter Titan-Stahl die Hohlkehle zur Wand bildet. Die wasserfeste Wandverkleidung wiederum wird auf der oberen Hälfte der Zarge verklebt. Dadurch gibt es wandseitig keine Silikonfugen und das Holz ist konstruktiv vor eindringender Feuchtigkeit geschützt und dauerhaft trocken.
 
Viel Raum und wenig Aufwand
Insgesamt wurden in Ellmau 171 weiße BetteFloor Side Duschflächen aus glasiertem Titan-Stahl mit wandseitigem Ablauf und BetteZarge in die Holzbäder eingebaut. Alle BetteFloor Side Duschflächen haben die komfortable Abmessung von 140 x 90 cm – Hotelgäste steht also extra viel Platz unter der Dusche zur Verfügung. Aber nicht nur wandseitig sind die Duschflächen durch die aufgekantete BetteZarge geschützt, dank des verwendeten BetteDichtsets für Holzböden gelingt der dichte und sichere Anschluss auch am Holzboden. Dazu wird unterhalb der BetteFloor Side eine wasserfeste Platte in den Boden eingesetzt, deren Ränder zusätzlich noch mit Dichtschlämme und Dichtvlies abgedichtet werden.
 
Ein weiterer Vorteil der bodenebenen Duschflächen ist ihr Material, auf das Bette eine Garantie von 30 Jahren gibt: glasierter Titan-Stahl ist robust und unempfindlich und lässt sich schnell und einfach reinigen. Auch für das Hotelteam wird das eine Rolle spielen, da dadurch weniger Putzmittel verbraucht und Betriebskosten eingespart werden können. Zusätzlich entfallen aufgrund der Zargenlösung auch die regelmäßigen Wartungskosten der sensiblen Silikonfugen im wandseitigen Duschbereich.
 
Die schnelle Reinigung des fugenfreien glasierten Titan-Stahls macht sich besonders im Vergleich zu verfliesten Duschbereichen mit Duschrinne bemerkbar: Fliesenfugen sind schwierig zu reinigen und eine gründliche Reinigung der Duschrinne ist deutlich zeitintensiver. Dazu kommt, dass das für den Wasserablauf nötige Gefälle bereits in die BetteFloor Side integriert ist, während es beim Einsatz von Duschrinnen erst in die Fliesen hätte eingearbeitet werden müssen.
 
Für Bruno Moser stand der Einsatz von Duschrinnen im Tirol Lodge sowieso nicht zur Debatte: „Bei Duschrinnen ist neben dem hygienischen Aspekt auch die langfristige Dichtigkeit höchst problematisch. Zudem hätte der Bodenbelag unter der Duschrinne nass gegossen werden müssen, was zu Austrocknungszeiten geführt hätte und diese für den Holzbau untypisch sind“ erklärt der Architekt seine Wahl.
 
Holzbauweise muss nicht hellhörig sein
Prasselnde Duschen können laut sein und Holzhäuser gelten als besonders hellhörig – dem Thema Schallschutz wird deshalb vor allem in Hotels und insbesondere bei Holzbauten große Bedeutung beigemessen. Schließlich möchte kein Gast mithören, wenn der Zimmernachbar nach der Après-Ski-Party um drei Uhr nachts noch duscht. „Unsere BetteFloor Side Duschflächen werden serienmäßig mit sogenannten Antidröhn-Matten aus Bitumen ausgestattet, die auf die Unterseite der Duschfläche geklebt werden. So wird die Schallübertragung auf den Holzbaukörper minimiert“, erklärt Sven Rensinghoff, Marketingleiter bei Bette. Zusätzlich ist bei den Bette-Duschen mit aufgekanteter BetteZarge auch immer ein Sanitärband im Lieferumfang enthalten, welches die Schallübertragung zur Wand hin entkoppelt.
 
Im Werk lässt sich wirtschaftlicher arbeiten
Für den Hotelneubau entstanden in den Werkhallen der ausführenden Holzbaufirma Holzbau Saurer aus 30 Quadratmeter großen, einzelnen Raummodulen die späteren Zimmer. Vor Ort auf der Baustelle mussten diese nur noch aufgestellt werden, da sie bereits mit der fertigen Einrichtung auf die Baustelle geliefert wurden. Der hohe Vorfertigungsgrad der Holz-Modulbauweise und das exakt aufeinander abgestimmte Logistikkonzept brachten für das Architekturbüro und die Holzbaufirma gleich mehrere Vorteile mit sich, zuvorderst eine kurze Bauzeit, die mit knapp 10 Monaten für ein Projekt dieser Größe äußerst sportlich ist.
 
„Anfang März 2018 haben wir mit dem Aushub begonnen und Mitte Dezember hat die Tirol Lodge bereits eröffnet. Da die Holzmodule in den Werkhallen witterungsgeschützt gebaut werden, gibt es keine temporären Projektverzögerungen wegen schlechtem Wetter und alle Module weisen eine gleichbleibende Qualität auf“, fasst Bruno Moser weitere Vorteile der modularen Vorfertigung zusammen.
 
Sven Rensinghoff: „Das Bauen mit Holz ist klimafreundlich und nachhaltig. Und für das Badezimmer gibt es bewährte Lösungen, die den Besonderheiten dieses Werkstoffs Rechnung tragen und für Dichtigkeit, Schallschutz und Hygiene sorgen. Wir freuen uns, dass die Tirol Logde in diesem sensiblen Bereich auf das Know-how von Bette setzt.“
 
One stop shop Hotel
Der Begriff bezeichnet ein Hotel, in dem der Gast sein Auto nach der Ankunft in der Tiefgarage abstellt und es während seines Aufenthalts nicht mehr benötigt. Durch die direkte Nähe der Tirol Lodge zur Bergbahn mit dazugehöriger Gastronomie und kleinen Shops, kann der Gast dort alles kaufen. Der Urlauber kann selbst entscheiden, ob er im Hotel, in der Talstation oder auf dem Berg frühstückt. Im Sommer steht an der Talstation ein Mountainbike- und Kletterausrüstungsverleih, im Winter ein Skiausrüstungs- und Schneeschuhverleih zur Verfügung – alles aus einer Hand.