der bewegte STILLSTAND

Pier-Museum-Miami

Ursula Kaiser / Universität Innsbruck
55% der Einwohner von Miami, Florida sind Spanischer Muttersprache. Sie bzw. ihre Vorfahren sind großteils Emmigranten Südamerikas, die in verschiedenen Einwanderungswellen im Laufe der vergangenen 200Jahren über den Seeweg Miami erreicht haben.

Im Rahmen eines Wettbewerbs, der von der Stadt Miami, Florida, der Universität von Miami und der Organisation “Arquitectum” ausgeschrieben wurde, sollte ihnen nun ein Denkmal in Form eines Pier-Museums gesetzt werden, das sich in jene Richtung ins Meer erstreckt, aus der diese ursprünglich ankamen.

Das Pier ist der Ort des Zusammentreffens und der Wechselwirkung zwischen Bewegung und Stillstand. Es steht dort wo das Wasser auf Land trifft und ist charakterisiert durch eine regelmäßige Tragstruktur mit aufgesetzter Geh-ebene. Ändert man seine Perspektive, dann kann diese regelmäßige Struktur sehr unregelmäßig, ja schon fast chaotisch wirken (Stützenwald). - Die Wasser nimmt immer neue Gestalt an, weil es der Stabstruktur ausweichen muss. – Bewegung , Formveränderung und der Bezug zum Wasser sind wiederkehrende Elemente, die sich durch den gesamten Entwurfsprozess ziehen.

PHASE1: Erzeugung einer 3dim-Struktur durch Transformation der Bewegung eines Wasserteilchens auf ein Raster aus Pfählen, mit dem visuellen Ziel eine regelmaessige Struktur aus gleichen Teilen zu erhalten, die aus bestimmten Perspektiven ihre Ordnung nicht sofort erkennen lässt und dem funktionalen Ziel die mögliche spätere Funktion als Tragstruktur zu gewährleisten.

PHASE2: Erzeugung der Volumina mittels eines Schemas, das sowohl die zuvor entwickelte Pfahlstruktur, als auch das Raumprogramm miteinbezieht.

PHASE3: Ausgestaltung der Grundrisse mit Augenmerk auf Bezug zum Wasser, dem Horizont (Fensteröffnungen) und der Wahrnehmung von Bewegung im Raum (Wanddurchbrüche, transluzente Bereiche).

PHASE4: Um den Kreislauf zu vollenden muss diese dem Volumen innwohnende Bewegung wieder nach
außen transportiert werden und Gestalt annehmen. Und das tut sie in Form der Leucht-Lamellen.


Die vom Besucher durchgeführten Bewegungen der Bilder bzw. Minseln (MuseumsINterne-inSELn – vom Besucher verschiebbares Mobiliar)werden in Lichtsignale übersetzt und nehmen damit auf der Fassade wieder Gestalt an. Durch die ständig ändernden Lichter interagiert das Gebäude mit seiner Umwelt und setzt sich so zusätzlich mit den Gebäuden des nördlich angerenzenden Art-Déco Viertels in Beziehung.

Campus Masters Wettbewerb


Oktober / November 2010

Facts

Hochschule:
Universität Innsbruck

Lehrstuhl:
Institut für Experimentelles Entwerfen, Hochbau

Präsentation:
17.03.2010



Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Rhinoceros, AutoCad, Photoshop, Illustrator, InDesign, 3dStudioMax

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