Visuelle Stille

Eine zeitgenößische Kapelle für Rom

Martin Muc , Christoph Hildebrandt / Technische Universität Berlin
Rom, ist geprägt von einem überwältigenden Übermaß an Historizität, Bedeutungen und Symbolen. Besonders in den Römischen Kirchen ist diese visuelle Reizüberflutung in Größe, Pracht und Vielzahl an Formen zu erkennen. 
Die Kapelle bietet aus diesem Grund den Menschen das Gegenteil dieses Übermaßes an: einen Ort zum Neutralisieren, zum Nichtstun.

Das Konzept basiert auf einem Verlauf vom visuell „lauten“ Stadtraum zur visuell „stillen“ Kapelle. Ein Besucher tritt vom belebten Stadtraum in das Gebäude. Er gelangt in den visuell beruhigten Innenhof, es ist keine Umgebung zu sehen, nur noch Himmel. Von dort aus geht er weiter in den Hauptraum, die visuelle Ruhe steigert sich zur visuellen Stille. Dort löst das Licht die Konturen auf, diese verschwimmen ineinander.

Diffuses, weiches Licht und runde Formen schaffen einen Ort frei von Bildern und Symbolen. Die funktionalen Elemente rücken in den Hintergrund. Der Altar wird vom traditionellen Objekt zum Altarbereich innerhalb des Halbrunds und die Kanzel verschwindet in der Rückwand, um die visuelle Stille zu verstärken. Wenn ein Redner spricht, kann man nur seine Stimme wahrnehmen, ohne das die Anwesenheit der Person den Raumeindruck stört.

Das Projekt ist im Rahmen eines Studentenwettbewerbs "contemporary chapel - rome" entstanden und wurde unter dem Hauptthema "öffentlicher Innenraum" an der TU-Berlin bearbeitet.

Campus Masters Wettbewerb


November / Dezember 2018

Facts

Hochschule:
Technische Universität Berlin

Lehrstuhl:
Prof. Matthias Ballestrem

Präsentation:
13.10.2017

Abschluss:
Master

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Vectorworks, Photoshop,Illustrator, 3DSMax

Weitersagen


Ergebnis erfahren

Wir informieren dich über den Ausgang des Wettbewerbs per Email oder Facebook