Stadthotel Landau a. d. Isar

Gast im städtischen Kontext

Michael Pfleger / Hochschule Regensburg
In Landau fehlt etwas! Im gesamten Stadtgebiet der Kleinstadt gibt es seit einigen Jahren kein Hotel mehr. Übernachtungsgäste stehen bei einem Aufenthalt regelrecht vor einem Problem. Ein Stadthotel soll entstehen!
Es soll ein Ort der Begegnung werden - unterschiedliche Menschen treffen an diesem Ort auf einander, um unter den gleichen Bedingungen dort zu verweilen.
Es wird den Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten stillen und in attraktiver Lage dem städtischen Leben zu Gute kommen.
Des Weiteren soll, die im Westen liegende, Stadthalle erweitert werden und dabei ein breiteres Spektrum an kulturellen Nutzungsmöglichkeiten entstehen.

ENTWURF.
Der Ort des Baufeldes ist eine markante Stelle im Stadtbild Landaus.
Dort wird die baugeschichtliche Entwicklung der Stadt dargestellt. In diese Reihe wird sich das Stadthotel einfügen und neben der mittelalterlichen Stadtpfarrkirche und der Stadthalle aus des 90er Jahren als drittes Objekt entstehen.
Die Form leitet sich aus der Umgebung ab. Die Bewegung der beiden Gassen, die aus der Altstadt in Richtung des Hotels führen, werden aufgenommen und spiegeln sich in den abknickenden Kanten der Form wieder. Zwischen der Stadthalle und dem Hotel wird die zweite, bestehende Gasse ebenfalls fortgeführt. Sie unterstreicht durch den Abstand der Gebäude den Gedanken des dritten Objektes, führt den Gassenraum fort und lässt einen Ort mit kulturellen Nutzung entstehen.
Zentral durch den Baukörper führt die "Erschließungsgasse". Sie nimmt den Straßenverlauf zur Gasse hin auf und wird durch Einschnitte im Volumen bewusst betont.
Da sich das Grundstück an einer extremen Hanglage befindet, wird sich die Gebäudeform an diese Situation anpassen und dementsprechend reagieren. Durch ein Setzen von Hoch und Tiefpunkten, sowie die Aufnahme der vorhandenen Gebäudehöhen, entsteht die Form des Baukörpers.
Die Silhouette wird sich in den Straßenzug so, ohne weiteres, einfügen. Die Form an sich ist sehr expressiv und eigenstädig, fügt sich aber nahtlos und ohne Probleme in die Umgebung ein.
Die Struktur der Zimmer und deren Orientierung ist zum Park anders, als zur Stadt hin.
Da sich die Ausrichtung zur Stadt hin dreht, wird die Belichtung durch Einschnitte gewährleistet. Diese Einschnitte stellen wiederum Gassen durch das Gebäude dar, schaffen eine ausreichende Belichtung und eine Art Raum im Raum.
Die Zimmer, die zu diesen Gassen orientiert sind, haben so ihren privaten Außenbereich, abgeschirmt vom Lärm der Stadt.
Ergänzend dazu bilden Einschnitte in die Dachlandschaft einen optimalen Blick für die jeweiligen Zimmern an den Stirnseiten jedes Geschoßes und einen eigenen, individuell nutzbaren Außenbereich.


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Facts

Hochschule:
Hochschule Regensburg

Lehrstuhl:
Prof. Dr. Rudolf Hierl

Präsentation:
25.07.2019

Abschluss:
Master

Rubrik:
Hotelbauten

Software:
ArchiCAD

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