Ruhr City Lab Platz 1

Olaf Härtel / Technische Universität Braunschweig
_Aufgabe
Das Welterbe Zollverein Essen ist ein Anziehungspunkt für Kreative und Design-Vordenker. Mit dem Ruhr City Lab entsteht ein Forum für Diskussion, Darstellung, Dokumentation und Simulation von Architektur und Städtebau für die Kulturhauptstadt RUHR.2010

_ Ruhrgebiet / Flexibilität
Die Aufgabe zur Entwicklung des Ruhr City Labs hat mich vor die Frage gestellt, wie man mit dem vorherrschenden Thema des heutigen Ruhrgebiets, dem Strukturwandel umgehen kann.
Unter dem Ruhr City lab stelle mehr als nur ein Museum des Städtebaus vor. Für mich betrachtet ist diese Typologie ein aktives, kommunikatives Experimentierfeld zur Entwicklung und Anwendung neuer städtebaulicher, architektonischer und struktureller Ideen.
Wichtig in diesem bezug war es ein Feld aus flexiblen und frei organisierbaren Räumen zu schaffen die stark mit einander verknüpft sind.

_Zollverein / Aktivierung
Am Kreuzungspunkt zwischen Kokerei, Design School und Kohlenwäsche entsteht das neue Element im Attraktionsparcours Zeche Zollverein, das Ruhr City Lab. Der Baukörper gliedert sich formal in die strenge Orthogonalität des Kontextes ein.
Zwischen Straße und dem ehemaligen Kohlebagger spannt sich ein neuer Aktionsstreifen auf, eine Art Marktplatz.
Zwischen den zwei Querachsen des Streifens extrudiert sich das Gebäude nach oben und nach unten, sodass ein eingefasster non-spezifischer (flexibler) Raum, zwischen den zwei spezifischen, stark programmierten Räumen, entsteht.


_Gebäudeprinzip / Schichtung
Das Gebäude gliedert sich in 3 programmatische wie auch prinzipielle Schichten.

_ 1.Archivebene
Die unterste Schicht ist die Archivebene. sie verankert sich mit dem Grundstück. Das Bearbeitungsprinzip dieser Ebene ist das Stanzen. Hierbei wir Raum durch das Herausstanzen von Erdmasse geschaffen.

_ 2.Präsentationsebne
Die Präsentationsebene ist ein vollkommen leerer, flexibel bespielbarer Raum. Er dient der Präsentation der Arbeits- und Workshopergebnisse Ruhr City Labs. Desweitern kann diese Ebene aber auch für verschiedene Funktionen, wie externe Ausstellungen, Konzerte, Messen und Theatervorstellungen genutzt werden (s. Nutzungsdiagramme).
Das Herzstück dieser Ebene ist der Modelltribünenraum. Dieser wird durch das Herunter- falten der Bodenfläche ins Archiv geschaffen. Von hier aus kann der Besucher sich intuitiv dem Modell nähern und es aus allen Blickwinkeln betrachten. Über ein Hubsystem kann das Modell zum bearbeiten in die dritte Ebene (Experimentierebene) gefahren werden.

_ 3.Experimentierebene
Die 3. Ebene ist der über dem Zwischenraum schwebende Körper. Er dient dem Forschen und Experimentieren.
Das hier zu Grunde liegende Bearbeitungsprinzip ist das Stempeln. Programmeinheiten (Bibliothek, Multifunktionssaal...) werden als Körper in den Grundriss gestempelt. Der da herum fließende Raum ist der offene Wandel- und Kommunikationsraum.


_Programm
Ausstellungsflächen(3500m²), Archiv(2000m²), Ruhrgebiet-Modell(1000m²), Büroräume(700m²), Forschungszentrum(700m²), Foyer/Empfang (500m²) Bibliothek (500m²), Restaurant(400m²) , insgesamt(ca.12000m²)

Campus Masters Wettbewerb


2, 2009

Facts

Hochschule:
Technische Universität Braunschweig

Lehrstuhl:
Prof. Rolf Schuster

Präsentation:
Juli 2008

Rubrik:
Experimentelle Entwürfe

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