Rovaniemi Watchtower

Platz 3

Ein Wissenschaftszentrum in Finnland

Laura Knie, Julia Hegenwald / Technische Universität Berlin
Das Entwurfsgebiet liegt im Norden Finnlands auf dem bewaldeten Berg Ounasvaara. Der Entwurf für ein Wissenschaftszentrum mit Hotelnutzung stellt ein kulturelles Angebot konträr zu dem im Ort etablierten Vergnügungstourismus dar. Das Gebäude richtet sich gezielt an wissenschaftlich Interessierte und Besucher, die sich mit Astronomie und dem Naturphänomen Aurora Borealis beschäftigen wollen.

Der Entwurf beherbergt ein professionelles Teleskop, dessen technische Anforderungen das Gebäudekonzept und die äußere Form beeinflussen. Auf den sechs weiteren Geschossen gibt es thematisch verwandte Nutzungen und Hotelzimmer.Durch die rote Beleuchtung des obersten Geschosses wird das Gebäude zu einem Leuchtturm, der über die Baumwipfel ragt.

Der Wissenschaftsturm wird in der bewaldeten Umgebung von den Besuchern als eine Art Basislager für Ausflüge und Forschungen genutzt. Beim Annähern an das Gebäude nimmt der Besucher die LED- Bildschirme an der Unterseite der ersten Geschossdecke wahr, die ihn über die Nutzung und das Tagesprogramm informieren. Nach dem Hinaufsteigen in den ersten Stock wird der Gast in der Lobby in Empfang genommen und kann sich über das Zentrum erkundigen.
In den folgenden Geschossen befinden sich die weiteren Nutzungen Planetarium, Sauna, Hotelzimmer, Auditorium, Restaurant und Observatorium.

Jede Etage beinhaltet je einen Teil des Raumprogramms und ist in seiner Struktur der Nutzung angepasst. So sind die Hotelzimmer in dem Wissenschaftszentrum in ihrem räumlichen und gestalterischen Konzept von Laboren inspiriert. Die Nutzer sind selbstständige Wissenschaftler und Hobbyastronomen, sowie Touristen, die einen etwas anderen Urlaub verleben möchten. Die Grundrisse der Zimmer nehmen den Ablauf und die Hierarchie der Arbeitsschritte auf und verwandeln das Zimmer in einen effizienten Arbeitsraum, der eine vielfältige Nutzung zulässt. Durch die ganzflächige pfostenfreie Glasfassade lassen sich aus jedem Zimmer die Natur und ihre Phänomene beobachten.

Im Gebäude sind die Zimmer auf einer Höhe von ca. 15m untergebracht. So wird der Fichtenwald mit Baumhöhen von bis zu 15 m überwunden, um die astronomischen Beobachtungen ungestört durchführen zu können.

Um die Feinmechanik des Teleskops vor Erschütterungen zu schützen, hat dieses ein gebäudeunabhängiges Stahlrundrohr als Fundament. Um dieses positionieren sich drei teilweise miteinander verbundene Kernwände. Mit einer Treppe im entstandenen Zwischenraum erfolgt die Erschließung. 6 Geschoss und eine Dachplatte schließen an diese Kernwände an. Profilbaugläser bilden die Fassade.
Die Gebäudetechnik im Wissenschaftszentrum ist teilweise verdeckt und teils offen geplant. Auf den zwei raumhöchsten Geschossen werden Leitungen sichtbar an der Geschossdecke als Gestaltungselement geführt.

Campus Masters Wettbewerb


November / Dezember 2012

Facts

Hochschule:
Technische Universität Berlin

Lehrstuhl:
Adreizehn / Prof. Ute Frank

Präsentation:
17.07.2012



Rubrik:
Kulturbauten

Software:
ArchiCAD
Adobe CS
Maxwell

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