Raumsequenzen für Exupérys kleinen Prinzen Platz 1

Christian Kemper / Fachhochschule Dortmund
Die Arbeit basiert auf der Grundlage des Werkes „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupèry. Ziel dieser Arbeit ist eine räumliche Umsetzung des Werks, welche die Erzählung räumlich erfahrbar macht.

Der kleine Prinz - räumlich erfahrbar?

Das Wesentliche ist doch nach Exupèry unsichtbar und lässt sich nur mit dem Herzen richtig sehen! Es stellt sich also vorab die Frage: Wie kann man das Wesentliche sehen?

Diese Frage wird uns wie gesagt nicht von unseren Augen beantwortet.

Um das Wesentliche erkennen zu können, muss man den Blick in sein Inneres richten. In sein eigenes Herz.

Doch was erwartet einen in seinem Inneren, in seinem Herzen?

Man hat die Möglichkeit, sich sein eigenes individuelles Reich zu schaffen. Ein Reich im Herzen, das die Wirklichkeit überspielen kann.

Genau dieses Phänomen des Unsichtbaren verfolgt die räumliche Umsetzung des kleinen Prinzen. Sie bildet einen Denkort, der nicht in eine greifbare Gegenständlichkeit verfällt und so die Dinge individuell aufarbeiten lässt, und jedem seine eigene Schönheit der Dinge belässt.

Campus Masters Wettbewerb


2, 2006

Facts

Hochschule:
Fachhochschule Dortmund

Lehrstuhl:
Prof. Wulf Schmiedeknecht, Prof. Rolf Ahnesorg

Präsentation:
März 2006

Rubrik:
Experimentelle Entwürfe

Software:
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Diese Aussage lässt in mir die Frage aufkommen: Wie kann ich „Das Wesentliche“ erkennen? Mit dem Herzen! Doch wie finde ich dahin? Exupèry, der uns den kleinen Prinzen aus einer anderen Welt geschickt hat, einer Welt der Menschlichkeit, der Liebe und Phantasie, möchte uns einen Begleiter auf den oft lebenslangen Wegen des Suchens mitgeben. Auf der Suche nach dem Wesentlichen, der Suche zu sich selbst, mit dem Herzen. So wie auch ich mich auf der Suche befinde, entstand in mir der Wunsch einen Ort zu schaffen, das Wesentliche zu erkennen. Einen Ort der Besinnung, der inneren Einkehr und möglichst einen Ort der Selbstfindung. Doch wie sollte diese Erkenntnis nun ihren Schwerpunkt in der räumlichen Umsetzung finden? Kann man Dinge wie Rose oder Fuchs räumlich darstellen? Die Dinge, die ein jeder individuell aufnimmt und verarbeitet, dürfen keine Gegenständlichkeit erhalten. Die Gefahr, sie dadurch zu einem Dogma zu machen, ist zu groß. Dadurch würden sie ihre Schönheit verlieren! Die räumliche Umsetzung darf also nicht überformalisiert werden und muss sich in Zurückhaltung üben. Der eigene Kopf soll in der entstehenden Architektur in den Vordergrund gestellt werden. Die Räume sollen einen Denkort bilden und dem Betrachter seine Freiheit lassen und eine eigene Aufarbeitung ermöglichen. Lässt man es zu, kann es so zu einer Selbstfindung kommen. Computereinsatz: Nemetschek/Allplan 2005, Adobe Photoshop CS & InDesign CS

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